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Bistum

Die Schöpfungsverantwortung aller Christen

Wolfgang-Christian Bayer am 27.06.2020

2020 Videokonferenz Diözesanrat5

"Alles ist mit allem verbunden - Kirche in globaler Solidarität" - Rund 50 Teilnehmer des Diözesanrates der Katholiken im Bistum Passau tagten am Samstag, den 27. Juni zum ersten Mal per Video-Konferenz. Themen waren unter anderem die Ergebnisse der Amazonassynode sowie der zweite Katakombenpakt.

Die Video­kon­fe­renz begann sehr andäch­tig mit dem Geden­ken an den kürz­lich ver­stor­be­nen, Bischöf­li­chen Beauf­trag­ten für den Diö­ze­san­rat, Man­fred Ertl und einer kur­zen Auf­ar­bei­tung des kirch­li­chen und per­sön­li­chen Umgangs in der Coronakrise.

Den Haupt­teil bil­de­te ein Vor­trag von Pater Micha­el Heinz, dem Lei­ter des Hilfs­werks Adve­ni­at, der über sei­ne per­sön­li­chen Ein­drü­cke und Erfah­run­gen aus der Ama­zo­ni­en-Syn­ode sprach. Dabei ging es vor allem um das Beschrei­ten neu­er Wege für eine ganz­heit­li­che Öko­lo­gie und Soli­da­ri­tät und ein neu­es Mit­ein­an­der der Kir­che in Zei­ten der pas­to­ra­len Her­aus­for­de­run­gen. Pater Heinz warn­te davor, dass der pro­gres­si­ve und der kon­ser­va­ti­ve Flü­gel in der katho­li­schen Kir­che sich nicht gegen­sei­tig sabo­tie­ren dürf­ten. Es sei wich­tig immer wie­der aufs Neue zu ver­su­chen die Argu­men­te der ande­ren Sei­te zu ver­ste­hen und mit­ein­an­der im Dia­log zu blei­ben, gera­de in christ­li­cher Hinsicht.

Ein wei­te­rer Schwer­punkt bei der Som­mer-Voll­ver­samm­lung war ein neu­er Kata­kom­ben­pakt, der eben­falls im Lau­fe der Ama­zo­nas­syn­ode von vie­len Chris­tin­nen und Chris­ten, unter ihnen fast 50 Bischö­fe, unter­schrie­ben wur­de. Der zwei­te Kata­kom­ben­pakt sieht sich in ers­ter Linie als Erneue­rung des ers­ten Pakts, wel­cher fast 54 Jah­re zuvor in den Domi­til­la-Kata­kom­ben von muti­gen und pro­gres­si­ven Bischö­fen wie Hél­der Câma­ra wäh­rend des zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils beschlos­sen wurde.

Wie bereits im alten Kata­kom­ben­pakt betont auch der neue Pakt unter ande­rem die Gleich­be­hand­lung von Mann und Frau, den Ver­zicht auf kirch­li­che Titel und Bezeich­nun­gen mit denen Macht zum Aus­druck gebracht wer­den soll sowie die Soli­da­ri­tät mit den Armen.

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Es ist jetzt an uns die­se Din­ge aus dem Kata­kom­ben­pakt umzu­set­zen und auch zu leben.”

Markus Biber - Diözesanratsvorsitzender

Zum Abschluss der Tagung konn­ten die Mit­glie­der offen oder im Stil­len eine Ver­pflich­tungs­er­klä­rung zum neu­en Kata­kom­ben­pakt äußern. Der Diö­ze­san­rats­vor­sit­zen­de Mar­kus Biber sieht sich der­zeit in ers­ter Linie drei beson­de­ren Punk­ten ver­pflich­tet: Der Eta­blie­rung eines syn­oda­len Lebens­stils, der Stär­kung der weib­li­chen Rol­le in der Kir­che sowie der soli­da­ri­schen Unter­stüt­zung von Flüchtlingen.

Wei­te­re Mit­glie­der des Vor­stands wie Ange­li­ka Gör­mil­ler oder Dr. Han­na Seidl ver­pflich­te­ten sich öffent­lich, ihren per­sön­li­chen Schwer­punk­ten ent­spre­chend, der poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Stär­kung der Gemein­wohl­öko­no­mie und der Hil­fe für älte­re und kran­ke Menschen.

Hier können Sie den zweiten Katakombenpakt ansehen und herunterladen:

Katakombenpakt Icon
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Katakombenpakt für das Gemeinsame Haus

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