Kirche vor Ort

Treffpunkt Bücherei: Schafkopfkurs für Alt und Jung in Perach

Armin Berger am 25.10.2019

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Traumblatt für ein Solospiel - Jonas Hausbauer lernt Schafkopfen. © SMB/Bierl

Lieber mit der „Oiden“ oder doch lieber mit der „Blauen“ spielen? Mit Schafkopfkursen bringt die katholische, öffentliche Bücherei in Perach Jung und Alt zusammen.

Es ist oft ganz schwer zu ent­schei­den, ob man lie­ber mit der Oiden“ oder doch lie­ber mit der Blau­en“ spielt. Das will gelernt sein und gehört zu den höhe­ren Wei­hen des bai­risch Seins“. Es geht natür­lich ums Schaf­kopfen, das legen­dä­re Kar­ten­spiel. Damit es ins­be­son­de­re bei den Jün­ge­ren nicht ver­lo­ren geht, hat sich die katho­li­sche öffent­li­che Büche­rei in Per­ach im Land­kreis Alt­öt­ting gesagt, wir bie­ten Schaf­kopf­kur­se“ an. Denn schließ­lich ist eine Biblio­thek auch ein Ort der Wis­sens­ver­mitt­lung, berich­tet mk-online, deren Repor­ter den Spie­lern in die Kar­ten schau­en durfte. 

Gleich der ers­te Kurs im ver­gan­ge­nen Win­ter habe rich­tig ein­ge­schla­gen“ und jetzt macht die Büche­rei wei­ter, denn das ist eine Mög­lich­keit, dass die Leut´ zusam­men­kom­men, mit­ein­an­der reden und was machen.“ Dar­über hin­aus trai­nie­ren Kin­der wie Erwach­se­ne beim Schaf­kopfen ihr Hirn­schmalz: Da muss man kom­bi­nie­ren“, sagt Büche­rei­lei­te­rin Vero­ni­ka Sprin­ger und ist stolz dar­auf, wenn ihr Müt­ter ver­blüfft berich­ten, dass die Kin­der durch das Schaf­kopfen beim Kopf­rech­nen bes­ser wer­den. Dass auch der zwei­te Kurs so ein­schlägt, damit hat Vero­ni­ka Sprin­ger nicht gerech­net. Zehn bis 15 Teil­neh­mer hat sie erwar­tet, jetzt grei­fen 80 klei­ne und gro­ße Hän­de nach den Kar­ten. Das Herz des klei­nen Dor­fes schlägt an den Sams­ta­gen im Okto­ber und Novem­ber ein­deu­tig an den Schaf­kopf­ti­schen neben der Büche­rei. Man soll alte Sachen wei­ter­ma­chen und pfle­gen“, sagt Vero­ni­ka Sprin­ger. Und natür­lich passt der Kurs bes­tens zu einer katho­li­schen öffent­li­chen Büche­rei, in der ja nicht nur bedruck­tes Papier ver­lie­hen wird, son­dern die auch Wis­sen und Tra­di­tio­nen ver­mit­telt, ein Begeg­nungs­ort für alle ist. Vero­ni­ka Sprin­ger freut sich jeden­falls über die gute Stim­mung, wie Alte und Jun­ge mit­ein­an­der spie­len, sich ken­nen­ler­nen und ein typisch baye­ri­sches Spiel nicht in Ver­ges­sen­heit gerät.

Den gan­zen Arti­kel kön­nen Sie bei mk-online lesen und dazu auch einen Bei­trag des Münch­ner Kir­chen­ra­di­os hören. 

Quel­le: mk​-online​.de