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Soziales

Typisierungsaktion in Aicha vorm Wald

Redaktion am 14.09.2021

IMG 4968 Foto: Josef Heisl
Ein Piks, der Leben retten kann.

Volksfeststimmung und offene Spenderherzen bei Typisierungsaktion – Vereine und Privatpersonen zeigten Solidarität – fünfstelliger Spendenbetrag zu erwarten.

Die einen lie­ßen sich typi­sie­ren, die ande­ren spen­de­ten und wie­der ande­re sorg­ten dafür, dass der Typi­sie­rungs­tag in der Hof­mark zu einem gran­dio­ser Erfolg wur­de. 277 Men­schen wur­den es am Ende, die sich typi­sie­ren lie­ßen, 58 Pro­zent Män­ner und 42 Pro­zent Frau­en im Alter zwi­schen 17 und 45 Jah­ren, der Alters­schnitt lag nach der fünf­stün­di­gen Akti­on bei jun­gen 30 Jah­ren. Rund um das Medi­zi­ni­sche gab es Volks­fest pur und gefrag­tes­ter unter viel Pro­mi­nenz war der 13-Jäh­ri­ge Fran­ze Eis­ner, der an Leuk­ämie erkrankt, nach einer Stamm­zel­len­spen­de sich auf dem Weg der Gene­sung befindet. 

Bür­ger­meis­ter Georg Hat­zes­ber­ger, der mit sei­nen Gemein­de­be­diens­te­ten, den Orts­ver­ei­nen und Grup­pen die­se Akti­on erst mög­lich gemacht hat­te, freu­te sich ganz beson­ders über die­sen Erfolg. Wir erwar­ten am Ende bei der Abrech­nung einen fünf­stel­li­gen Betrag“, mein­te das Gemein­de­ober­haupt über­glück­lich. Dar­über hin­aus sei hier eine unglaub­li­che Soli­da­ri­tät sicht­bar gewor­den, ein Zusam­men­halt, der die Hof­mark und ihr gan­zes Umland umfas­se und der stolz mache. Auch der Alt­land­rat und Schirm­herr Franz Mey­er spru­del­te nur so vol­ler Freu­de, hat er doch eine recht enge Bezie­hung zu Franze’s Familie. 

Schon seit rund 20 Jah­ren ist die Bekämp­fung die­ser Krank­heit Franz Mey­er ein gro­ßes Anlie­gen. Er habe sich die Stamm­zel­len­spen­de im Kli­ni­kum Groß­ha­dern ang’schaut, sag­te er und des­halb auch ger­ne die Schirm­herr­schaft über­nom­men. Hier gilt es Men­schen­le­ben zu ret­ten, mein­te auch Vize­land­rat Hans Kol­ler, der sich wie vie­le der Besu­cher eine Grill­fleisch­sem­mel schme­cken ließ. Kol­ler wies dar­auf hin, dass auch der Land­kreis die­se Akti­on unter­stüt­ze. Auch Bür­ger­meis­ter aus der Nach­bar­schaft gaben sich ein Stell­dich­ein und natür­lich auch vie­le Gemein­de­rä­tin­nen und Räte. 

Nicht uner­wähnt soll­te blei­ben, dass Hans Höltl aus Eging 500 Euro hin blät­ter­te und dass das inner­halb weni­ger Mona­te schon die drit­te Groß­spen­de die­ses Pri­vat­man­nes ist. Eine Ver­lo­sung von Sport­tri­kots und eine rie­si­ger Kuchen­the­ke run­de­ten das Pro­gramm ab. Da freu­ten sich auch ganz beson­ders die Ver­tre­ter der Stif­tung Akti­on Kno­chen­mark­spen­de Bay­ern, mit Peter Eber­hard an der Spit­ze und die Kin­der­krebs­hil­fe Din­gol­fing-Land­au-Lands­hut mit ihrer 1. Vor­sit­zen­den Ulri­ke Eck­hart. Sie waren beein­druckt von die­ser anhal­ten­den Spen­den­be­reit­schaft, habe doch der Ein­hei­mi­sche Fran­ze Eis­ner schon sei­nen Spen­der gefunden.

Neben der Akti­on rund um die Grund­schu­le lief auch noch ein Bene­fiz-Fuß­ball­spiel ab, das, nur um der Sta­tis­tik wil­len, unter acht Mann­schaf­ten die Url­ber­ger Buam gegen die AH des FC Eging gewan­nen. Doch wich­ti­ger war, dass BR Jour­na­list und Fuß­bal­ler Mar­tin Gru­ber vom Sie­ger einen Scheck über 1000 Euro über­rei­chen konn­te. Für Fran­ze gab es dazu noch ein Tri­kot mit der Nr. 9 von FC Bay­ern-Stür­mer Robert Lewan­dow­ski. In der Zwi­schen­zeit gab es lau­fend wei­te­re Spen­den, Ver­ein­sab­ord­nun­gen mel­de­ten sich, man stand förm­lich Schlan­ge zum Erin­ne­rungs­fo­to mit dem sym­bo­li­schen über­gro­ßen Scheck in der Hand. Und immer wie­der nah­men die Spen­der den Fran­ze in ihre Mit­te, stell­ver­tre­tend für die vie­len Leuk­ämie­kran­ken, die von der Akti­on pro­fi­tie­ren werden.

Von den 277 kamen übri­gens 95 aus der Gemein­de Aicha vorm Wald, 35 aus Eging am See und jeweils 30 aus Win­dorf und Tie­fen­bach, der Rest kam aus wei­te­ren Kom­mu­nen des Pas­sau­er Ober­lan­des. Die musi­ka­li­sche Gestal­tung über­nah­men die Mai­er Buam. Ein weiß­blau­er Him­mel, freu­di­ge Gesich­ter, ein locker sit­zen­der Geld­beu­tel und ein von viel Sym­pa­thie getra­ge­ner Fran­ze Eis­ner mit sei­nen Eltern Franz und Andrea waren die Eck­pfei­ler für das Gelin­gen die­ser tol­len Akti­on. Möge die­se Typi­sie­rung Vie­len hel­fen, ihre Gesund­heit wie­der zu erlan­gen, waren sich alle einig.