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Weltkirche

„Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst!“

Wolfgang-Christian Bayer am 25.10.2020

201025 Weltmissionsmonat 12a info-icon-20px Foto: Bayer/pbp

Unter erschwerten Corona-Bedingungen haben das katholische Hilfswerk missio München und die Diözese Passau heute Vormittag den Sonntag der Weltmission gefeiert. Gemeinsam mit Bischof Oster zelebrierten Bischof Dembelé aus Mali und missio-Präsident Monsignore Huber den Festgottesdienst im Passauer Stephansdom.

Im Mit­tel­punkt der Aktio­nen rund um die größ­te Soli­da­ri­täts­ak­ti­on der Katho­li­ken welt­weit stand in die­sem Jahr das Leit­wort Selig, die Frie­den stif­ten – Soli­da­risch für Frie­den und Zusam­men­halt“ sowie die Regi­on Westafrika.

Bischof Ste­fan Oster SDB sag­te mit Blick auf sei­ne Erfah­run­gen im Sene­gal Anfang die­ses Jah­res: Es sind aktu­ell düs­te­re Wol­ken, die über die­sen Län­dern Afri­kas auf­zie­hen.“ Umso wich­ti­ger sei die Arbeit, die mis­sio gemein­sam mit der Kir­che dort vor Ort leis­tet. Dort habe ich den Ein­druck gewon­nen: Das, was die Chris­ten dort tun, wird geschätzt und ange­nom­men und ist wenigs­tens für eini­ge Men­schen ein ech­ter Glücks­tref­fer für ein gelin­gen­des Leben.“

Wer von uns liebt denn schon mit gan­zem Her­zen, gan­zer Kraft, all sei­nen Gedan­ken sei­nen Gott — und dann noch den Nächs­ten wie sich selbst?”

Bischof Stefan

Bischof Ste­fan schil­der­te in sei­ner Pre­digt, dass er sich immer freue, wenn jun­ge Men­schen als Mis­sio­na­re auf Zeit ins Aus­land gehen. Man­ches Mal wür­den die­se mit der gro­ßen Vor­stel­lung los­zie­hen: Sie hel­fen den armen Kin­dern in der Welt‘ und fast immer kämen die jun­gen Mis­sio­na­re demü­ti­ger und reich beschenk­ter zurück. Wir Chris­tin­nen und Chris­ten soll­ten als Kin­der Got­tes die Meis­ter sol­cher For­men von Dia­log sein, bei dem man dem ande­ren um sei­net­wil­len begeg­net“, so der Bischof. Anstatt den Nächs­ten so zu lie­ben wie sich selbst, wür­den sich vie­le für den Mit­tel­punkt des Uni­ver­sums hal­ten. Und wenn er dann den Nächs­ten liebt, dann viel­leicht zuerst unter der Rück­sicht, ob er mir auch was bringt“, so Bischof Oster.

Die ganze Predigt von Bischof Stefan

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Wir dür­fen die Län­der der Einen Welt nicht aus dem Blick verlieren”

Monsignore Huber - missio-Präsident

mis­sio-Prä­si­dent Mon­si­gno­re Huber beton­te in sei­ner Anspra­che zum Welt­mis­si­ons­sonn­tags an die Gläu­bi­gen, wie bedeut­sam die Soli­da­ri­tät sei: Gera­de in die­sen schwie­ri­gen Zei­ten der Pan­de­mie ist es wich­ti­ger denn je, dass wir zusam­men­hal­ten, auch über Kon­ti­nen­te hin­weg. Wir dür­fen die Län­der der Einen Welt nicht aus dem Blick ver­lie­ren“. Gera­de am Bei­spiel West­afri­ka und den aktu­el­len Ter­ror-Ent­wick­lun­gen in Mali, Niger und Bur­ki­na Faso zeigt sich, dass unse­re Welt kaum etwas so sehr braucht wie Bau­meis­ter des Frie­dens. Las­sen Sie uns gemein­sam alles tun, um gemein­sam die Zukunft zu gestalten.“

Man muss wis­sen, dass der Ter­ro­ris­mus sich aus der Armut nährt. Denn wenn die Men­schen arm sind, sehen sie oft­mals kei­ne ande­re Per­spek­ti­ve und wer­den somit zu leich­ter Beute.”

Bischof Jonas Dembelé

Gast-Bischof Jonas Dem­be­lé aus Mali bit­te in sei­ner kur­zen Rede eben­falls um den Zusam­men­halt: Die Kri­se, in der sich Mali befin­det, ist inzwi­schen eine inter­na­tio­na­le Kri­se gewor­den. Des­halb kann sie auch nur mit einer gemein­sa­men Anstren­gung gelöst wer­den. Der Ter­ro­ris­mus ernährt sich von Armut – wenn die Men­schen kei­ne ande­re Per­spek­ti­ve haben, schlie­ßen sie sich den Ter­ro­ris­ten an. Der Kampf gegen die Armut ist ein Schlüs­sel für eine fried­li­che Zukunft.“

12,8 Mil­lio­nen Kin­der in Mali, Niger und Bur­ki­na-Faso blieb der Schul­be­such in den ver­gan­ge­nen Mona­ten ver­wehrt — bei uns wird dis­ku­tiert, ob es Kin­dern zumut­bar ist eine Mund-Nase-Bede­ckung in der Schu­le zu tragen.”

Manfred Weber - Europaabgeordneter

Am Ende des Got­tes­diens­tes wur­de ein Gruß­wort des Euro­pa­ab­ge­ord­ne­ten Man­fred Weber (CSU) ver­le­sen, des­sen Fest­re­de auf­grund sei­ner Qua­ran­tä­ne abge­sagt wer­den muss­te. Weber beton­te dar­in, wie wich­tig es sei sich als Part­ner für ärme­re Län­der und Regio­nen in Afri­ka und der Welt zu enga­gie­ren. Es sei über­aus wich­tig die Men­schen an die Hand zu neh­men und ihnen Wege auf­zu­wei­sen, damit die­se für sich selbst eine Per­spek­ti­ve schaf­fen können.

Hier können Sie das Grußwort des Europaabgeordneten Manfred Weber lesen:

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