Info Icon Foto: Friedenberger / pbb

Lebenslauf des Altbischofs

„Jesus Christus als den Herrn verkündigen.“ Mit diesem Wahlspruch leitete Bischof Wilhelm Schraml das Bistum Passau vom 23. Februar 2002 bis zum 1. Oktober 2012.

Als zwei­ter von drei Söh­nen wur­de Wil­helm Schraml am 26. Juni 1935 in Erben­dorf in der Ober­pfalz gebo­ren. Er besuch­te das Alte Gym­na­si­um in Regens­burg und das Bischöf­li­che Kna­ben­se­mi­nar Ober­müns­ter. Das Abitur leg­te er 1956 im Stu­di­en­se­mi­nar St. Augus­tin in Wei­den ab. Als Alum­nus des Regens­bur­ger Pries­ter­se­mi­na­res stu­dier­te er an der Phi­lo­so­phisch-Theo­lo­gi­schen Hoch­schu­le in Regensburg.

Am 29. Juni 1961 wur­de er zum Pries­ter geweiht. Anschlie­ßend war er Kaplan in Fal­ken­stein und wech­sel­te 1962 nach Kir­chent­h­um­bach. 1963 kehr­te er nach Fal­ken­stein zurück. 1966 erfolg­te der Wech­sel nach Regens­burg in die Pfar­rei St. Kon­rad. Im Jahr 1970 wur­de Schraml zum Dom­vi­kar ernannt und über­nahm die Auf­ga­ben des stell­ver­tre­ten­den Diö­ze­san-Prä­ses der Kol­ping­fa­mi­lie. Ein Jahr spä­ter wur­de er Diö­ze­san-Prä­ses der Kol­ping­fa­mi­lie. 1983 erfolg­te die Auf­nah­me in das Regens­bur­ger Domkapitel.

Papst Johan­nes Paul II. ernann­te ihn am 7. Janu­ar 1986 zum Titu­lar­bi­schof von Muna­zia­na und zum Weih­bi­schof in Regens­burg. Diö­ze­san­bi­schof Man­fred Mül­ler erteil­te ihm am 8. März 1986 in der Regens­bur­ger Domi­ni­ka­ner­kir­che die Bischofs­wei­he. Im Jahr 1986 wur­de er dann zum Bischofs­vi­kar für die cari­ta­ti­ven Wer­ke ernannt. Er war Vor­sit­zen­der des Cari­tas­ver­ban­des für die Diö­ze­se Regens­burg und Vor­sit­zen­der der Katho­li­schen Jugend­für­sor­ge der Diö­ze­se Regens­burg. Er war dar­über hin­aus Refe­rent für Lit­ur­gie und Kir­chen­mu­sik und Vor­sit­zen­der der Stif­tung Kir­chen­mu­sik­schu­le Regens­burg, sowie ver­ant­wort­lich für das Refe­rat Ehe und Fami­lie und zustän­dig als Regio­nal­de­kan für die Seel­sorgs­re­gi­on Lands­hut. 1985 wur­de Schraml für sei­ne Ver­diens­te und sein Enga­ge­ment in Kir­che und Gesell­schaft mit dem Bun­des­ver­dienst­kreuz 1. Klas­se ausgezeichnet.

Papst Johan­nes Paul II. hat Weih­bi­schof Schraml am Don­ners­tag, 13. Dezem­ber 2001, zum Diö­ze­san­bi­schof von Pas­sau ernannt. Damit bekam die Diö­ze­se nach fast 12-mona­ti­ger Sedis­va­kanz einen Nach­fol­ger für Alt­bi­schof Dr. Franz Xaver Eder, der aus Alters­grün­den sei­nen Rück­tritt ein­ge­reicht hat­te. Die fei­er­li­che Amts­über­nah­me fand am Sams­tag, 23. Febru­ar 2002 statt.

Wil­helm Schraml hat­te bereits im Vor­feld sei­nes 75. Geburts­ta­ges im Jahr 2010 dem Papst ent­spre­chend den kir­chen­recht­li­chen Vor­ga­ben sei­nen Rück­tritt ange­bo­ten. Bene­dikt XVI. hat­te das Ange­bot zum Amts­ver­zicht damals nicht ange­nom­men. Wil­helm Schraml blieb bis zum 1. Okto­ber 2012 Bischof von Pas­sau. Zu die­sem Datum nahm der Hei­li­ge Vater den Amts­ver­zicht von Bischof Wil­helm Schraml an. Damit war die soge­nann­te Sedis­va­kanz” ein­ge­tre­ten, der Bischofs­stuhl von Pas­sau war vakant und damit unbe­setzt. Zur glei­chen Zeit hat­te Papst Bene­dikt XVI. Wil­helm Schraml zum Apos­to­li­schen Admi­nis­tra­tor” ernannt. Mit allen bischöf­li­chen Rech­ten und Pflich­ten” lei­te­te der Apos­to­li­sche Admi­nis­tra­tor nun die Diö­ze­se Passau.

Papst Fran­zis­kus hat Bischof Wil­helm Schraml vom Amt als Apos­to­li­scher Admi­nis­tra­tor des Bis­tums Pas­sau 2. Sep­tem­ber 2013, ent­pflich­tet. Bischof em. Wil­helm Schraml wur­de am 24. Novem­ber, vom Bis­tum Pas­sau offi­zi­ell verabschiedet.

Den voll­stän­di­gen Lebens­lauf von Bischof eme­ri­tus Wil­helm Schraml fin­den Sie hier zum Download: