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Generalvikar – der Stellvertreter des Bischofs

Der Generalvikar ist der persönliche Stellvertreter des Bischofs in allen Verwaltungsaufgaben und handelt in dessen Auftrag und mit gleicher Vollmacht. Deshalb wird er gerne als das "alter ego", das andere Ich, des Diözesanbischofs bezeichnet. Aktuell hat Prälat Dr. Klaus Metzl dieses Amt inne.

Generalvikar – Prälat Dr. Klaus Metzl

Dr. Klaus Metzl ist seit März 2005 Gene­ral­vi­kar. Der 1965 gebo­re­ne Pries­ter war zu die­sem Zeit­punkt einer der jüngs­ten Gene­ral­vi­ka­re in den deut­schen Bis­tü­mern. Gebo­ren in Tann (Land­kreis Rot­tal-Inn) wuchs Metzl im nahe­ge­le­ge­nen Tau­ben­bach auf. Nach dem Abitur im Spät­be­ru­fen­en­se­mi­nar St. Josef in Focken­feld stu­dier­te er Katho­li­sche Theo­lo­gie an der Lud­wig-Maxi­mi­li­ans-Uni­ver­si­tät Mün­chen und Phi­lo­so­phie an der Jesui­ten­hoch­schu­le in Mün­chen. Als Pries­ter­amtskan­di­dat der Diö­ze­se Pas­sau gehör­te er dem Her­zog­li­chen Geor­gia­num an. 1993 folg­te sei­ne Pries­ter­wei­he. Danach war er drei Jah­re Kaplan in Alt­öt­ting, bevor ihn das Bis­tum 1996 zum wei­te­ren Stu­di­um an der Uni­ver­si­tät Mün­chen frei­stell­te. Metzl pro­mo­vier­te bei Dr. Ger­hard Lud­wig Mül­ler im Fach Dog­ma­tik und war zugleich Sub­re­gens im Geor­gia­num. Nach sei­ner Dis­ser­ta­ti­on kehr­te er zurück in sei­ne Hei­mat­diö­ze­se und wur­de Stadt­pfar­rer in Land­au — St. Maria. Seit Mai 2008 gehört der Gene­ral­vi­kar dem Dom­ka­pi­tel zum hei­li­gen Ste­phan in Pas­sau an. 

Als Gene­ral­vi­kar war Dr. Klaus Metzl beim Besuch von Papst Bene­dikt XVI. in Alt­öt­ting und Marktl im Jah­re 2006 für die Gesamt­ko­or­di­na­ti­on ver­ant­wort­lich. Sein Anlie­gen war es, wie er selbst ein­mal sag­te, dass sich der Hei­li­ge Vater bei uns im Bis­tum Pas­sau daheim füh­len kann”. Papst Bene­dikt XVI. hat den Pries­ter im Okto­ber 2007 für sei­nen Ein­satz mit dem Titel Päpst­li­cher Ehren­prä­lat” ausgezeichnet.

Nach einer grund­sätz­li­chen Reform des Orga­ni­gramms des Bischöf­li­chen Ordi­na­ria­tes im Jahr 2007 zogen im dar­auf­fol­gen­den Jahr gro­ße Tei­le der Bis­tums­ver­wal­tung in das neu errich­te­te Ordi­na­ri­ats­ge­bäu­de im ehe­ma­li­gen Kna­ben­se­mi­nar St. Valen­tin an den Dom­platz 7.

Mit 1. Janu­ar 2010 wur­den die Deka­na­te von 17 auf 10 kon­zen­triert. Zum 1. März 2012 stell­te Metzl sein Kon­zept für die Neu­ord­nung der Pfarr­ver­bän­de vor, mit dem 285 Pfar­rei­en und 20 Expo­si­tu­ren zu 87 Pfarr­ver­bän­den neu geord­net wurden.

Mit der Annah­me des Amts­ver­zichts von Bischof Wil­helm Schraml durch Papst Bene­dikt XVI. am 1. Okto­ber 2012 ende­te auch Metzls Amts­zeit als Gene­ral­vi­kar. In der Zeit, als Bischof Wil­helm Schraml Apos­to­li­scher Admi­nis­tra­tor war, fun­gier­te Metzl als des­sen Stän­di­ger Ver­tre­ter. Nach der Ent­pflich­tung von Bischof Schraml als Apos­to­li­scher Admi­nis­tra­tor im Sep­tem­ber 2013 wur­de Metzl vom Dom­ka­pi­tel zum Diö­ze­san­ad­mi­nis­tra­tor gewählt.

So lei­te­te er das Bis­tum Pas­sau von Sep­tem­ber 2013 bis April 2014 – bis zur Amts­ein­füh­rung Ste­fan Osters SDB als neu­em Bischof von Pas­sau am 24. Mai 2014. Einen Tag nach sei­ner Bischofs­wei­he gab Oster bekannt, dass er Prä­lat Dr. Klaus Metzl zu sei­nem Gene­ral­vi­kar ernannt hat.

Portrait Gv

Dr. Klaus Metzl

Generalvikar

Stichwort Generalvikar

Der Codex Iuris Cano­ni­ci” (CIC), das kirch­li­che Gesetz­buch, wid­met dem Vica­ri­us gene­ra­lis” einen eige­nen Arti­kel (can. 475 – 481). Der Gene­ral­vi­kar ist der per­sön­li­che Stell­ver­tre­ter des Bischofs in allen Ver­wal­tungs­auf­ga­ben und han­delt in des­sen Auf­trag und mit glei­cher Voll­macht. Des­halb wird er ger­ne als das alter ego”, das ande­re Ich, des Diö­ze­san­bi­schofs bezeich­net. Der Gene­ral­vi­kar wird gemäß Codex vom Bischof frei ernannt” und kann von ihm auch frei abbe­ru­fen” wer­den. Mit der Amts­zeit oder dem Tod des Bischofs (Vakanz des bischöf­li­chen Stuh­les) enden auto­ma­tisch auch sei­ne Befug­nis­se. Dem Gene­ral­vi­kar kommt, von eng begrenz­ten Aus­nah­men abge­se­hen, kraft Amtes in der gan­zen Diö­ze­se die aus­füh­ren­de Gewalt zu, die der Diö­ze­san­bi­schof von Rechts wegen hat.