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Weltkirche

Besuch: Bischof Oster in Satu Mare

Redaktion am 11.05.2022

220510 Satu Mare 19 Bild: Susanne Schmidt / pbp
Gemeinsame Heilige Messe in der Kathedrale von Satu Mare mit (v.l.) Diakon Konrad Niederländer, Bischof Stefan Oster SDB, Bischof Eugen Schönberger (Satu Mare), Bischof Hermann Glettler (Innsbruck).

Seit Jahrzehnten besteht zwischen dem Bistum Passau und der rumänischen Diözese Satu Mare, die direkt an die Ukraine angrenzt, eine partnerschaftliche Verbindung, die geprägt ist von gegenseitigen Besuchen, liturgischen Feiern, aber auch Hilfsprojekten auf verschiedenen Ebenen. Derzeit besucht Bischof Stefan Oster SDB das Bistum zum ersten Mal in seiner Amtszeit, begleitet wird er dabei auch vom Innsbrucker Bischof Hermann Glettler, dessen Bistum sich auch dort engagiert.

Eine der ers­ten Sta­tio­nen der Rei­se waren zwei kirch­li­chen Reha-Zen­tren, deren Arbeit auch aus dem Bis­tum Pas­sau unter­stützt wird. Gera­de nach der Coro­na-Pan­de­mie sei die Situa­ti­on vie­ler sozi­al schwä­che­rer Fami­li­en enorm ange­spannt gewe­sen, nun wur­de die Situa­ti­on durch den Kriegs­aus­bruch im Nach­bar­land Ukrai­ne erneut ver­schärft. Im Reha-Früh­för­der­zen­trum wer­den Kin­der ab der Geburt bis zu einem Alter von sie­ben Jah­ren ambu­lant geför­dert, die unter Ent­wick­lungs- und Auf­merk­sam­keits­stö­run­gen lei­den. Die Kos­ten für die­se Ver­sor­gung wer­den von rumä­ni­schen Kran­ken­kas­sen nur zu ca. einem Drit­tel über­nom­men, die Cari­tas vor Ort muss den Rest der Kos­ten selbst tra­gen“, erklärt Cari­tas­vor­stand Kon­rad Nie­der­län­der. Des­halb unter­stützt die Diö­ze­san-Cari­tas Pas­sau das Zen­trum seit vie­len Jah­ren in ihrer Arbeit.“

Ein wei­te­res Reha-Zen­trum in der Stadt Satu Mare ist das Reha-Zen­trum Janos Scheff­ler, in dem über­wie­gend geis­tig und kör­per­lich beein­träch­tig­te Men­schen the­ra­peu­tisch ver­sorgt wer­den. Trä­ger sind die Barm­her­zi­gen Schwes­tern, deren Kon­zept so auf­ge­baut ist, dass an einem Ort umfas­send Hil­fe für Men­schen von der Geburt bis zum Alter von ca. 18 Jah­ren geleis­tet wer­den kann. In bei­den Zen­tren wur­den und wer­den schwer­punkt­mä­ßig auch autis­ti­sche Kin­der betreut, die einen beson­de­ren För­de­rungs­be­darf haben.

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Am Abend wur­de gemein­sam die Hei­li­ge Mes­se gefei­ert, an deren Ende Bischof Eugen Schön­ber­ger an Bischof Ste­fan im Namen der römisch-katho­li­schen Diö­ze­se Satu Mare die Sil­ber­me­dail­le Seli­ger Johan­nes Scheff­ler ver­lie­hen hat: Für die lang­jäh­ri­ge Unter­stüt­zung der pas­to­ra­len Pro­gram­me und der kari­ta­ti­ven Hil­fe aus Pas­sau. In sei­ner Pre­digt sag­te Bischof Ste­fan über die lan­ge, sehr wech­sel­haf­te und ein­drucks­vol­le Geschich­te der Diö­ze­se“, dass er sehr viel ler­nen durf­te, wie die Men­schen im Bis­tum trotz Unter­drü­ckung mit ihrem Glau­ben stets wei­ter­gan­gen seid, mit vie­len Ver­bin­dun­gen in ande­re Län­der, auch zu uns“. Der Zusam­men­halt auch der Min­der­hei­ten und die pas­to­ra­le Arbeit sei­en ein­drucks­voll. Bischof Ste­fan fra­ge sich zusam­men mit Bischof Her­mann Glett­ler auch, was wir von euch ler­nen kön­nen?“ Wie es zum Bei­spiel gelin­gen kann, dass sich erwach­se­ne Men­schen mit dem Glau­ben aus­ein­an­der­set­zen. Das scheint bei euch All­tag zu sein“, so der Bischof, der den Mit­ar­bei­ten­den des Bis­tums und Cari­tas vor Ort auch für ihren gro­ßen Dienst an den Schwä­che­ren dank­te. Wir alle sind Geschwis­ter, weil wir glau­ben, dass Jesus lebt und dass er uns ver­bin­det. Und die­ser Glau­be mache es mög­lich, die vie­len Diens­te der Hil­fe zu tun, wie sie an die­sem Tag gezeigt wurden.