Bistumsblatt

„Er war glaubwürdig“

Redaktion am 12.04.2024

Info Icon Foto: Deutsche Kapuzinerprovinz und Kapuzinerkloster Altötting
Bruder Konrad-Darstellung auf einem Aquarell von Rosemary Dorner-Weise (1983).

Bruder Konrad von Parzham starb vor 130 Jahren. Nur vierzig Jahre später wurde der Klosterpförtner aus Altötting heiliggesprochen. Er war und ist hochverehrt, trotz seines zurückhaltenden Wesens – eine Annäherung zum Doppeljubiläum.

Lie­ber Br. Mari­nus, alle mit dem Gna­den­ort Alt­öt­ting schon län­ger Ver­bun­de­nen ​„ken­nen“ Bru­der Kon­rad recht gut. Wie aber wür­den Sie den hei­li­gen Klos­ter­pfört­ner heu­te einem reli­gi­ös nicht vor­ge­bil­de­ten Men­schen beschrei­ben?
Bru­der Mari­nus:
Bru­der Kon­rad war eine treue See­le, ein Mensch, der sich in den Dienst für ande­re gestellt hat, ein väter­li­cher Typ. Sein Lebens­stil war ein­fach, sein Glau­be geer­det. Er schätz­te das Schwei­gen, die inne­re Samm­lung und das Gebet. So schöpf­te er Kraft für sei­ne Auf­ga­be. Er hat­te sei­nen Stand­punkt, sein Reden und Tun stimm­ten über­ein: er war glaub­wür­dig. Bru­der Kon­rad war ein auf­merk­sa­mer Zuhö­rer, er steck­te nie­man­den in Schub­la­den. Er nahm die Men­schen an, wie sie waren. Er war ein Men­schen­ken­ner und Men­schen­freund – die­se Hal­tung täte uns heu­te auch gut. Außer­dem war er im wah­ren Wort­sinn ein Brot­ge­ber! Bedürf­ti­ge Men­schen lagen ihm beson­ders am Her­zen. Er gab ein gutes Wort und er gab Brot: so leb­te er christ­li­che Nächs­ten­lie­be sehr konkret.

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