Bistum

BeGEISTerung für Gott

Tamina Friedl am 28.09.2023

Buchpraesentation Kirchgessner 1 Foto: Tamina Friedl / pbp

Gleich zwei neue Werke konnte Msgr. Dr. Bernhard Kirchgessner in Spectrum Kirche präsentieren. Pünktlich zu seinem 65. Geburtstag hielt er die Bücher „Liturgie feiern“ und „beGEISTert von GOTT“ in Händen. Beide Publikationen behandeln Themen, die den Leiter des Exerzitien- und Bildungshauses schon seit Jahren begleiten. Im Rahmen der Buchpräsentation führten Domkapitular Dr. Hans Bauernfeind und Diözesanmusikdirektor Dr. Marius Schwemmer die anwesenden Gäste in beide Neuerscheinungen ein.

Den Anfang mach­te Dr. Hans Bau­ern­feind mit der Vor­stel­lung des Werks Lit­ur­gie fei­ern“. Kirch­gess­ners Anlie­gen in dem Buch sei es, die Kunst der Lit­ur­gie, ihren Geist, das Beglü­cken­de und das Trös­ten­de auf­zu­zei­gen. Gewid­met ist das Werk Papst em. Bene­dikt XVI., mit dem Kirch­gess­ner viel ver­bin­de. Beson­ders wesent­lich sei zudem der häu­fi­ge Ver­weis auf das Sacro­sanc­tum Con­ci­li­um, die Lit­ur­gie­kon­sti­tu­ti­on des zwei­ten vati­ka­ni­schen Kon­zils. Aus­ge­hend von einem Defi­ni­ti­ons­ver­such des Begriffs der Lit­ur­gie und eines Zitats von Papst Bene­dikt betrach­te Kirch­gess­ner die Lit­ur­gie in sei­nem Buch als das Han­deln des sich zuwen­den­den Got­tes“. Die Fei­er der Lit­ur­gie sei ein Dia­log, in dem Gott zuerst uns die­ne und wir ihm dann glau­bend und stau­nend mit unse­rem Dienst an ihm ant­wor­ten wür­den. Wie die­ser Dia­log im Got­tes­dienst abge­bil­det wer­de, das stel­le Kirch­gess­ner in sei­nem Buch dar.

Am Kreuz bet­telt Gott selbst um die Lie­be sei­nes Geschöp­fes. Ihn dürs­tet nach der Lie­be eines jeden von uns.”

Papst em. Benedikt XVI.

In der Fei­er der Lit­ur­gie ist der Him­mel offen“, beschreibt Bau­ern­feind. Das Tun der Men­schen sei dabei kein akti­ons­ge­la­de­nes, son­dern viel­mehr ein inne­rer Mit­voll­zug“ in der Teil­nah­me am Dia­log. Für alle in der Lit­ur­gie Täti­gen for­de­re Kirch­gess­ner in sei­nem Buch so die Mög­lich­keit der lit­ur­gi­schen Bil­dung, sowie ein Ver­ständ­nis für die ars cele­bran­di, die ange­mes­se­ne Art und Wei­se, Lit­ur­gie zu fei­ern, eben­so wie für das Schwei­gen. Schließ­lich sei die Lit­ur­gie das schla­gen­de Herz der Kir­che.“ Bau­ern­feind gra­tu­lier­te abschlie­ßend zur Ver­öf­fent­li­chung. Das Buch sei mehr als nur ein Büch­lein, ins­be­son­de­re inhaltlich.

Im Anschluss stell­te Dr. Mari­us Schwem­mer die zwei­te Publi­ka­ti­on beGEIS­Tert von GOTT“ vor. Zen­tra­le Fra­ge des Werks, das sich in sei­ner Umset­zung deut­lich von Lit­ur­gie fei­ern“ unter­schei­det, sei die Fra­ge: Wie kann man heu­te Men­schen für Gott begeis­tern?“ Um eine Ant­wort auf die­se Fra­ge zu fin­den, bedient sich der Autor der Wor­te und Wer­ke des Hl. Bern­hard von Clairvaux, wobei es dabei expli­zit nicht um ihn als his­to­ri­sche Per­son, son­dern um sei­ne Erfah­run­gen gehe. Im Buch fin­de man letzt­lich neben dem Hei­li­gen Bern­hard auch den Bern­hard von Spec­trum Kir­che. Die bei­den Bern­hards wür­den in den Dia­log tre­ten mit einem Suchen­den und die­sen anhand von zwölf Weg­mar­ken auf sei­nem Weg zu Gott beglei­ten. So füh­re der Weg von der ers­ten Weg­mar­ke der Ent­schlos­sen­heit über Etap­pen wie Geduld und Sehn­sucht hin zum Eins-Wer­den mit Gott. Wo genau wir uns auf dem Weg befin­den, ent­hal­te Gott uns vor, so Schwem­mer. Der Weg sei mit­un­ter oft kein Sonn­tags­spa­zier­gang, son­dern ver­lau­fe in Ser­pen­ti­nen. Das zei­ge das Buch sehr ehr­lich. Gott erfah­ren ist von uns aus nicht mach­bar. Aber es ist mög­lich, Weg­mar­ken zu set­zen, damit es erfahr­bar wird“, fasst der Lau­da­tor zusam­men. Kirch­gess­ners Buch sei ein guter Bei­trag zu einer heu­ti­gen leben­di­gen, spi­ri­tu­el­len Lebens­wei­se und sen­si­bi­li­sie­re für eben die­se Wegmarken. 

Bern­hard Kirch­gess­ner selbst bedank­te sich abschlie­ßend bei sei­nen Lau­da­to­ren für die tref­fen­den Wor­te. Es sei schön, die Bücher end­lich prä­sen­tie­ren zu kön­nen, auch vor dem Hin­ter­grund der zeit­li­chen Nähe zu sei­nem 65. Geburts­tag und sei­nem 40-jäh­ri­gen Pries­ter­ju­bi­lä­um. Es sei für ihn auch ein biss­chen das Ergeb­nis sei­nes eige­nen lan­gen Weges.

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