Soziales

Caritas veröffentlicht Jahresbericht 2018/19

Pressemeldung am 09.12.2019

191203 Caritas Jahresbericht Foto5 info-icon-20px Caritas Jahresbericht 2018/19

Solide Finanzen für die vielen Dienste und Einrichtungen bestätigt der Caritasverband der Diözese Passau. Er veröffentlicht seinen Jahresbericht 2018/19. Ein Interview mit den beiden Vorständen Michael Endres (Caritasdirektor) und Diakon Konrad Niederländer (Bischöflicher Beauftragter).

Damit die Cari­tas den Men­schen in Not und in per­sön­lich schwie­ri­gen Lebens­la­gen bei­ste­hen kann, sind soli­de Finanz­ver­hält­nis­se und eine geord­ne­te Vermögens‑, Finanz- und Ertrags­la­ge not­wen­di­ge Vor­aus­set­zun­gen. Der Cari­tas­ver­band für die Diö­ze­se Pas­sau e.V. stellt des­we­gen eine Gewinn- und Ver­lust­rech­nung nach den Rege­lun­gen des Han­dels­ge­setz­bu­ches auf und lässt sei­nen Jah­res­ab­schluss von unab­hän­gi­gen Wirt­schafts­prü­fern prüfen.

Die Finanz­mit­tel des Diö­ze­san­ver­ban­des wer­den in 115 Ein­rich­tun­gen und Diens­ten für Rat- und Hil­fe­su­chen­de, für Beein­träch­tig­te und Benach­tei­lig­te ein­ge­setzt, um für die­se tat­kräf­ti­ge Unter­stüt­zung und Bera­tung zu leis­ten“, beto­nen die Cari­tas­vor­stän­de Micha­el End­res als Cari­tas­di­rek­tor und Dia­kon Kon­rad Nie­der­län­der als Bischöf­lich Beauf­trag­ter. Ent­schei­dend ist, dass alle Men­schen auch wei­ter­hin Teil unse­rer Gesell­schaft blei­ben kön­nen, von den Rän­dern zurück in die Mit­te fin­den oder nicht abge­hängt wer­den“. Einen neu­en Schwer­punkt des Diö­ze­san-Cari­tas­ver­ban­des bil­den die Trä­ger­schaf­ten für Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen. 2018 haben sich 37 Trä­ger für das Zukunfts­kon­zept im Bis­tum Pas­sau ent­schie­den, sodass jetzt 45 Kitas zum Ver­band zäh­len. Für das Jahr 2020 lau­fen die Vor­be­rei­tun­gen für wei­te­re 17 Kitas.

Für das Jahr 2018 konn­te der Ver­band einen Gesamt­ertrag in Höhe von 151,0 Mio. Euro erwirt­schaf­ten (Zah­len jeweils gerun­det). Dem gegen­über stan­den Auf­wen­dun­gen in Höhe von 147,9 Mil­lio­nen, wie es aus dem in die­ser Form zum ers­ten Mal ver­öf­fent­lich­ten Jah­res- und Geschäfts­be­richt 2018/2019 her­vor­geht. Das posi­ti­ve Jah­res­er­geb­nis von 3,1 Mio. Euro aus dem Jahr 2018 wird drin­gend für anste­hen­de Inves­ti­tio­nen benö­tigt, auch ange­sichts der rasant stei­gen­den Kos­ten im Bau­sek­tor. Ins­ge­samt wer­den der­zeit 30 Bau-Pro­jek­te geplant und ver­wirk­licht. Im Jahr 2018 wur­den gesamt 12,8 Mio. Euro inves­tiert. Ins­ge­samt waren es in den letz­ten fünf Jah­ren 53,4 Mio. Euro. Zum ande­ren muss die Cari­tas für den stei­gen­den Per­so­nal­auf­wand Vor­sor­ge tref­fen. Als Arbeit­ge­ber hat der Ver­band eine hohe Ver­ant­wor­tung gegen­über den aktu­ell 2019 fast 3.000 Mit­ar­bei­ten­den, die im Gesamt Tag für Tag für rund 30.000 Per­so­nen Hil­fen und Beglei­tung anbieten.

Ein Zuhause für die von der Caritas betreuten Menschen

Diö­ze­san-Cari­tas­di­rek­tor End­res: Unser Ver­band gibt vie­len Men­schen ein Zuhau­se oder stellt ange­mes­se­ne För­der- und Arbeits­räu­me für die von uns betreu­ten Men­schen zur Ver­fü­gung. Auf­grund der sehr gro­ßen Anzahl von Kli­en­ten und Mit­ar­bei­ten­den stel­len Sanie­rungs­maß­nah­men sowie Teil- oder Ersatz­neu­bau­ten einen sehr gro­ßen Arbeits­schwer­punkt dar“. Dar­un­ter sind Maß­nah­men in den Wolfs­tei­ner Werk­stät­ten, die Werk­statt in Pas­sau, die neue Senio­ren-und Pfle­ge­ein­rich­tung St. Gise­la und das neue Wohn­heim St. Eli­sa­beth für Men­schen mit Behin­de­rung, bei­de in Wald­kir­chen, oder die Pla­nun­gen für die För­der­schu­le St. Seve­rin in Pas­sau und den Ersatz­neu­bau der För­der­schu­le in Pocking zu zäh­len. In 2018 wur­den ledig­lich 72 % der Inves­ti­tio­nen durch Dar­le­hen und Inves­ti­ti­ons­zu­schüs­se finan­ziert. 28 % der Maß­nah­men wur­den durch den lau­fen­den Betrieb finan­ziert. (Dies beinhal­tet auch das Jah­res­er­geb­nis 2018 von 3,1 Mio. Euro).

Die Arbeit mit Menschen ist personalintensiv

Im Gesamt waren 2018 rund 2.500 Mit­ar­bei­ten­de (1.722 Voll­zeit­stel­len) im Ein­satz für die Men­schen. Die Arbeit der Cari­tas ist immer Arbeit mit Men­schen und von daher per­so­nal­in­ten­siv, erläu­tert Dia­kon Kon­rad Nie­der­län­der. So wer­den fast 107 Mio. Euro für das Per­so­nal auf­ge­wandt, hebt Cari­tas­di­rek­tor End­res zur Vor­stel­lung der Gewinn- und Ver­lust­rech­nung her­vor. Das sind 72 % des Auf­wan­des. Die Cari­tas ist ein gro­ßer Arbeit­ge­ber in der Regi­on, der den Mit­ar­bei­ten­den mit die höchs­ten Tari­fe im Sozi­al­we­sen zahlt; ein beson­de­rer Aus­weis gera­de durch die Tarif­bin­dung in der Altenpflege.

Für den lau­fen­den Betrieb der über 130 Diens­te und Ein­rich­tun­gen muss der kath. Wohl­fahrts­ver­band ins­ge­samt 40,9 Mio. Euro, 28 %, bereit­stel­len; etwa für Mie­ten und Instand­hal­tun­gen, Auf­wen­dun­gen ein­schließ­lich Steu­ern, für Mate­ri­al, Was­ser, Lebens­mit­tel oder Brennstoffe.

Ins­ge­samt erhielt die Cari­tas laut Ergeb­nis­rech­nung durch Umsatz­er­lö­se 112,8 Mio. Euro. Dazu zäh­len die Ent­gel­te für die Betreu­ung von Senio­ren, Men­schen mit Behin­de­rung und Kin­dern, sowie durch die Pro­duk­ti­ons­er­lö­se der Werk­stät­ten. Die Betriebs­zu­schüs­se der öffent­li­chen Hand mit Schwer­punkt des lau­fen­den Schul­auf­wan­des und der Diö­ze­se Pas­sau betru­gen 21 Mio. Euro. Das Bis­tum hat dabei 8,4 Mio. Euro zur Ver­fü­gung gestellt. 17,2 Mio. Euro sind wei­te­re betrieb­li­che Erträ­ge. Die dabei ent­hal­te­nen Spen­den, rund 550.000 Euro, sind für sozia­le Auf­ga­ben des Diö­ze­san­ver­ban­des und eini­ger Kreis-Cari­tas­ver­bän­de zweck­ge­bun­den, die nicht refi­nan­ziert wer­den; etwa zur Unter­stüt­zung von Men­schen in Not, Bera­tungs­an­ge­bo­te für Fami­li­en und Hil­fen für Migran­ten. Der gesam­te Betriebs­er­trag macht 151,0 Mio. Euro aus.