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Bischof

Mit beiden Beinen in der Welt und mit dem Herzen im Himmel

Susanne Schmidt am 24.09.2022

220924 Diakonenweihe 16 Bild: Susanne Schmidt

Am Samstagmorgen weihte Bischof Stefan Oster in einem feierlichen Gottesdienst Andreas Ragaller zum Ständigen Diakon. Vier Jahre bereitete sich der junge Familienvater auf die Weihe vor.

Vie­le waren am Sams­tag­mor­gen in die Pfarr­kir­che Mariä Him­mel­fahrt in Ering gekom­men: Fami­lie, Freun­de, Ver­wand­te, Pfar­rei­mit­glie­der, Weg­ge­fähr­ten, Aus­bil­der, Mit­brü­der im Amt des Dia­kons und Pries­ters. Und vor­ne in der ers­ten Bank, an der Sei­te von Andre­as Ragal­ler, sei­ne Frau Mar­ti­na und zwei sei­ner Kin­der — zwei wei­te­re sei­ner Söh­ne hal­fen als Minis­tran­ten im Altar­raum mit. Denn an die­sen Mor­gen wur­de Andre­as Ragal­ler von Bischof Ste­fan Oster zum Stän­di­gen Dia­kon für das Bis­tum Pas­sau geweiht.

In Ragal­ler erwuchs schon vor eini­ger Zeit der Wunsch, als Dia­kon in der Kir­che und Welt zu wir­ken. Nach reich­li­cher Über­le­gung ent­schied er sich gemein­sam mit sei­ner Fami­lie für die­sen Weg. Vier Jah­re dau­er­te die Aus­bil­dung des Wei­he­kan­di­da­ten in der Seel­sor­ge, Theo­rie und Pra­xis, die der 47-jäh­ri­ge neben sei­nem Beruf als Sach­ver­stän­di­ger im Außen­dienst absol­vier­te. Vol­le Unter­stüt­zung erfuhr er dabei von sei­ner Fami­lie und v.a. von sei­ner Ehe­frau. Bei der Wei­he wur­de auch sie um ihre Zustim­mung gefragt, die sie ger­ne gab.

220924 Diakonenweihe 6 Bild: Susanne Schmidt

Es sei eine gro­ße Freu­de, heu­te Andre­as Ragal­ler die Dia­kon­wei­he zu spen­den, ver­kün­de­te Bischof Ste­fan zu Beginn des Got­tes­diens­tes. Nach­dem der bischöf­li­che Beauf­trag­te für das Stän­di­ge Dia­ko­nat den Wei­he­kan­di­dat vor den Bischof geru­fen wur­de, bestä­tig­te er vor Bischof und Gemein­de, dass Ragal­ler für die Wei­he geeig­net sei und somit zum Dia­kon geweiht wer­den konnte.

Lebe so: mit bei­den Bei­nen auf der Erde und mit dem Her­zen im Himmel.”

Don Bosco
220924 Diakonenweihe 3 Bild: Susanne Schmidt

Die Tages­le­sung, die Mar­ti­na Ragal­ler vor­trug, und das Evan­ge­li­um des Tages erin­ner­ten dar­an, dass das Leben ver­gäng­lich ist und ein mensch­li­ches Leben nicht nur aus Freu­de und Son­nen­schein, son­dern auch aus Leid und Trau­er besteht. Doch die­ser Schmerz hat nicht das letz­te Wort. Als Leit­spruch für sei­ne Wei­he wähl­te Dia­kon Ragal­ler einen Satz Don Boscos: Lebe so: mit bei­den Bei­nen auf der Erde und mit dem Her­zen im Him­mel”. Bischof Ste­fan ver­wies dar­auf, dass die­ser Vers das Wir­ken eines Stän­di­gen Dia­kons sehr tref­fend beschrei­be: In der Welt, mit sei­ner Frau und Fami­lie, am Arbeits­platz bei den Men­schen, bei ihnen in ihren Freu­den, Ängs­ten und Nöten — aber gleich­zei­tig sei er vor Gott, beson­ders in der Lit­ur­gie Zeu­ge dafür, dass der Tod nicht das letz­te Wort hat. Er sei als Dia­kon ein Zeu­ge für den offe­nen Himmel.

In der tief­grei­fen­den und fei­er­li­chen Wei­he­lit­ur­gie ver­sprach Ragal­ler den Bischof und sei­nen Nach­fol­gern in die Hand hin­ein Ehr­furcht und Gehor­sam. Wäh­rend der Aller­hei­li­gen­li­ta­nei lag der Kan­di­dat auf den Boden. So brach­te er sei­ne auf­rich­ti­ge Hin­ga­be und Ver­bun­den­heit zu Gott zum Aus­druck. Dar­auf­hin leg­te Bischof Ste­fan schwei­gend Ragal­ler unter dem Geläut der Kir­chen­glo­cken die Hän­de auf – und sprach dar­auf­hin das Wei­he­ge­bet. Zu den soge­nann­ten aus­deu­ten­den Riten“ zäh­len das Anle­gen von Sto­la und Dal­ma­tik, das Über­rei­chen des Evan­ge­li­ars und die Umar­mung der Mit­brü­der im geis­ti­gen Dienst. Die­se folg­ten auf das Weihegebet.

220924 Diakonenweihe 25 Bild: Susanne Schmidt

Im Jahr 1967 wur­de auf Beschluss des II. Vati­ka­ni­schen Kon­zils das Amt des Stän­di­gen Dia­ko­nats ein­ge­führt. Die Auf­ga­be des Stän­di­gen Dia­kons besteht ins­be­son­de­re dar­in, die Lie­be Chris­ti den­je­ni­gen zu brin­gen, die auf Hil­fe ange­wie­sen sind. Den spe­zi­fi­schen Dienst nimmt er kraft des Wei­he­sa­kra­men­tes in amt­li­cher Voll­macht wahr. Als Dia­kon („Die­ner Got­tes“) gestal­tet sich der Dienst nun nach den drei Grund­voll­zü­gen der Kir­che: der Dia­ko­nie, der Ver­kün­di­gung und der Liturgie.

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