Bistum

Diözesanrat: Herbstvollversammlung

Stefanie Hintermayr am 28.10.2019

191025_Dioezesanrat-Herbstvollversammlung_foto9 info-icon-20px Foto: Stefanie Hintermayr

„Wir sind Gesandte an Christi statt“ – So das Motto der Herbstvollversammlung des Diözesanrats Passau in Spectrum Kirche Passau-Mariahilf am 25./26. Oktober. Synodaler Weg und der Erneuerungsprozess im Bistum waren zentrale Themen.

Wir sind Gesand­te an Chris­ti statt“ – das Mot­to der dies­jäh­ri­gen Herbst­voll­ver­samm­lung des Diö­ze­san­rats Pas­sau stand ganz im Zei­chen des Welt­mis­si­ons­mo­nats Okto­ber. Es ging um die gro­ßen The­men Syn­oda­ler Weg, Pas­to­ral-Struk­tu­rel­ler Erneue­rungs­pro­zess im Bis­tum, Ama­zo­nas­syn­ode (von Papst Fran­zis­kus ein­be­ru­fen) und Ver­hal­tens­ko­dex (im Hin­blick auf die MHG-Stu­die). Auf­takt der zwei­tä­gi­gen Ver­an­stal­tung am 25. und 26. Okto­ber war am Frei­tag­nach­mit­tag mit Bischof Ste­fan Oster SDB in Spec­trum Kir­che Pas­sau-Maria­hilf. War­um genau die­ses Mot­to gewählt wur­de, erklär­te Diö­ze­san­rats­vor­sit­zen­der Mar­kus Biber ein­gangs: Die Kir­che steht vor gro­ßen Ver­än­de­run­gen.” Und: Jeder ein­zel­ne (Christ) ist Gesand­ter an Chris­ti statt.” Jeder Teil­neh­mer sol­le sich nach Ende der Ver­samm­lung immer wie­der der Fra­ge stel­len, was er im Hin­blick auf Mis­si­on tun kön­ne und rich­te­te fol­gen­de Fra­ge an die Teil­neh­mer: Was ist Ihre Mis­si­on in Ihrer Gemein­de, Ihrer Pfarrei?”

Sei­ner Begrü­ßung folg­te das Gruß­wort der Vor­sit­zen­den der evan­ge­li­schen Deka­nats­syn­ode Pas­sau Dr. Clau­dia Sta­del­mann-Laski: Ich wün­sche uns allen eine geseg­ne­te, geis­ter­füll­te Ver­samm­lung. Letzt­end­lich glau­ben wir doch alle an den Einen.” Der Zusam­men­halt und ein Mit­ein­an­der bei­der Kir­chen sei gera­de jetzt wich­tig, in Zei­ten, wo wir alle weni­ger werden.”

Der aktu­el­le Stand zum pas­to­ral-struk­tu­rel­len Erneue­rungs­pro­zess (u.a. Werk­statt­a­ben­de), der Syn­oda­le Weg der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz und der Ver­hal­tens­ko­dex im Bis­tum (im Hin­blick auf die MHG-Stu­die) waren die zen­tra­len The­men von Mar­kus Biber in sei­nem Bericht:

  • Werk­statt­a­ben­de: Sie ver­lau­fen sehr unter­schied­lich und hän­gen stark von der ein­zel­nen Pfar­rei ab. Biber ermu­tigt dazu, Werk­statt­a­ben­de abzu­hal­ten. Rund 50 haben bis­her stattgefunden.
  • Syn­oda­ler Weg: Wur­de vom ZDK befür­wor­tet und wird dem­nächst starten.
  • Ver­hal­tens­ko­dex: Die aktu­el­le Form wird so nicht ange­nom­men. Des­halb wird es ein Gespräch mit Bischof Ste­fan Oster geben.
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Füh­rungs­kräf­te­ent­wick­lung (im Hin­blick auf den Erneue­rungs­pro­zess) war dann das The­ma von Prof. Hel­mut Roth aus Salz­burg. In sei­nem kur­zen Refe­rat ver­wies er dar­auf, dass star­ke Füh­rungs­kräf­te in die­sem Pro­zess zen­tral sei­en, die die christ­li­chen Wer­te gut wei­ter­ver­mit­teln kön­nen. Die Ama­zo­nas­syn­ode” in Rom, die Papst Fran­zis­kus ein­be­ru­fen hat, war The­ma von Chris­ti­ne Kram­mer vom Refe­rat Mis­si­on und Welt­kir­che. Ihrer Mei­nung nach brau­che es künf­tig eine kul­tur­sen­si­ble Evan­ge­li­sie­rung”. Das bedeu­tet für Chris­ten in Euro­pa, künf­tig nicht nur fokus­siert auf sich selbst zu han­deln. Die Schöp­fung kön­ne lang­fris­tig nur bewahrt wer­den, wenn alle mit­ein­be­zo­gen wür­den, gera­de auch Län­der wie die soge­nann­ten Ama­zo­nas­län­der”, die an den Regen­wald angrenzen.

Zum Schluss des Kon­fe­renz­teils begrüß­te Bischof Ste­fan Oster SDB die Ver­samm­lung mit den Wor­ten: Dan­ke für alles, was Sie in die Kir­che von Pas­sau ein­brin­gen,” und beton­te wei­ter: Wir ste­hen vor einem dra­ma­ti­schen Ver­än­de­rungs­pro­zess, der so noch nie zuvor dage­we­sen ist.” In sei­nem Bericht zum Syn­oda­len Weg führ­te er das noch detail­lier­ter aus. Die Kri­se der Kir­che sei zuerst eine geist­li­che Kri­se. Was heißt eigent­lich, geist­lich Lei­ten?” Die­se Fra­ge sei vor allem für Füh­rungs­kräf­te wich­tig. Auch mich per­sön­lich beschäf­tigt das sehr,” so der Bischof. Die geist­li­che Füh­rung sei schließ­lich auch zen­tral beim Pas­to­ral-struk­tu­rel­len Erneue­rungs­pro­zess. Er schloss mit einer Ein­la­dung zum Ado­ra­tio Kon­gress in Alt­öt­ting vom 15. bis 17. Novem­ber. Der Kon­gress zur Eucha­ris­ti­schen Anbe­tung gäbe gute Impul­se und Anre­gun­gen für die Neuevan­ge­li­sie­rung. Beson­ders freu­te es Bischof Ste­fan Oster, dass nach aktu­el­lem Stand der Anmel­dun­gen wohl rund 2000 Gläu­bi­ge dabei sein wer­den, und zwar bis­tums­über­grei­fend aus ganz Deutsch­land und dem deutsch­spra­chi­gen Raum.