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Das glauben wir

Sieben Themen, drei Abende, zwei Stunden

Tamina Friedl am 12.07.2021

210712 Ehevorbereitung online info-icon-20px Foto: Simona Kehl

Um die Ehe als Sakrament der Kirche anzunehmen und zu verstehen, bedarf es einiger Vorbereitung. Diakon Christoph Kochmann organisiert zusammen mit seiner Frau Martina und in Kooperation mit der KEB im Bistum Passau zu diesem Zweck den Ehevorbereitungskurs „Wir beide - Sieben Themen auf dem Weg zur Hochzeit“.

Im Rah­men des Kur­ses wer­den ins­be­son­de­re sol­che The­men bespro­chen, die auf dem Weg zur Hoch­zeit und auch im All­tag danach für die Paa­re eine gro­ße Rol­le spie­len. Der Fokus liegt auf sie­ben Kernbereichen:

Kom­mu­ni­ka­ti­on, Kon­flikt & Ver­söh­nung, Zwei­sam­keit, gemein­sa­me Zie­le, Finan­zen, Kin­der, Ehe als Sakra­ment & Trauungsliturgie

Das Anlie­gen des Kur­ses ist es, dass alle, die teil­neh­men, das Sakra­ment der Ehe als zutiefst mensch­lich ent­de­cken kön­nen“, beschreibt Refe­rent Chris­toph Koch­mann das Ziel des Kur­ses. Die Paa­re sol­len sich das Sakra­ment der Ehe indi­vi­du­ell und nach ihren Bedürf­nis­sen in der Part­ner­schaft erschließen.

Bis­lang hat der Kurs bereits zwei­mal statt­ge­fun­den, jeweils online per Video­kon­fe­renz. 40 Paa­re konn­ten die bei­den Refe­ren­ten dabei schon begrü­ßen. Sie­ben The­men, drei Aben­de, zwei Stun­den“, so lässt sich der Ablauf kurz zusam­men­fas­sen. Jeder kann von über­all aus mit­ma­chen. Im Vor­hin­ein erhal­ten die Paa­re bereits eini­ge Tipps, wie sie es sich für den Kurs zu Hau­se gemüt­lich machen kön­nen. Nach einer kur­zen Will­kom­mens­run­de begin­nen Mar­ti­na und Chris­toph Koch­mann dann direkt mit dem ers­ten The­men­im­puls. Anhand einer Prä­sen­ta­ti­on arbei­ten sie pro Abend maxi­mal drei der sie­ben The­men­schwer­punk­te zusam­men mit den Teil­neh­mern auf. Zwi­schen­durch haben die Paa­re Zeit für den Aus­tausch. Und da muss sich auch nie­mand outen, das macht jedes Paar für sich selbst“, stellt Chris­toph Koch­mann dazu klar. Gestützt wer­den die The­men stets auch durch bibli­sche Bezü­ge und Gebe­te. Inter­ak­tiv wird das For­mat zudem durch Kom­men­ta­re im Chat oder Wor­dclouds, die live durch die Ideen der Paa­re ent­ste­hen.

Der drit­te Abend dreht sich schließ­lich voll­stän­dig um die Ehe als Sakra­ment. Hier rückt Koch­mann die Lie­be als Paar als Facet­te der Lie­be Got­tes“ in den Fokus. Gott will, dass wir zur Lie­be fin­den“, betont er und erklärt zugleich, dass ein Teil der Lie­be, die Gott sel­ber ist“ dann zum Aus­druck kommt, wenn Paa­re ihre Lie­be mit und vor Gott leben. Die­sen Gedan­ken will der Kurs in ver­schie­de­ne Rich­tun­gen ver­tie­fen. Er for­dert dir Teil­neh­mer dazu auf, sich mit Fra­gen zu beschäf­ti­gen wie etwa: Wel­che Mit­te, wel­chen Fokus, hat unser Leben eigent­lich?“ und Was ist das, wonach wir mit­ein­an­der stre­ben?“ Die Erfah­rung aus den ver­gan­ge­nen Kur­sen zeigt vor allem, dass die Teil­neh­mer letzt­end­lich über­rascht sind, wie sehr sich das Ver­ständ­nis der Ehe als Sakra­ment mit ihrer eige­nen Wahr­neh­mung der Ehe deckt. Oft­mals erhielt Koch­mann die Rück­mel­dung: Nanu, ich wuss­te gar nicht, dass das so nor­mal ist, was das Ehe­sa­kra­ment heißt, und dass sich das so fast natür­lich aus mei­nen per­sön­li­chen Bedürf­nis­sen — von mir indi­vi­du­ell oder in der Part­ner­schaft — her­aus ergibt.“

Hier können Sie den Radiobeitrag zum Thema anhören:

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Chris­ti­na Wag­ner und Sebas­ti­an Egger haben an einem der bei­den bereits statt­ge­fun­de­nen Kur­se teil­ge­nom­men. Für sie bot der Ehe­vor­be­rei­tungs­kurs vor allen Din­gen die Mög­lich­keit, ihre Bezie­hung wei­ter zu ver­tie­fen und noch ein­mal zu spü­ren, was sie als Paar ver­bin­det. Als wir dann teil­ge­nom­men haben, haben wir fest­ge­stellt, wie weit uns das auch gebracht hat. Das war so schön auf­ge­baut, dass wir für uns per­sön­lich ganz viel mit­neh­men konn­ten“, so erzählt Chris­ti­na Wag­ner. Dem tat auch das Online-For­mat kei­nen Abbruch. Tat­säch­lich habe man sich so nur noch bes­ser auf den Kurs ein­stel­len kön­nen und sei es nur, indem man es sich an den Kurs­aben­den zu Hau­se gemüt­lich gemacht hat. Beson­ders viel mit­ge­nom­men haben Chris­ti­na Wag­ner und Sebas­ti­an Egger aus dem Teil des Kur­ses, in dem es um die ver­schie­de­nen Spra­chen der Lie­be ging: Uns ist noch­mal rich­tig bewusst gewor­den, wie man Lie­be zeigt und wie das dann auch beim ande­ren ankommt. Das ist uns sehr stark in Erin­ne­rung geblie­ben, weil wir ab dem Tag noch­mal ganz anders auf­ein­an­der ein­ge­hen konn­ten.“ Auch was die Ehe als Sakra­ment betrifft, neh­men sie die bei­den in ihrer Ernst­haf­tig­keit durch die Impul­se von Chris­toph und Mar­ti­na Koch­mann bewuss­ter wahr, auch wel­che Ver­ant­wor­tung und Ver­pflich­tun­gen damit ein­her­ge­hen“. Die Ehe als Sakra­ment ste­he unter dem Schutz­man­tel Got­tes und dar­aus kön­ne man viel Kraft zie­hen, auch in schwie­ri­ge­ren Zeiten. 

Das Echo sei, so Chris­toph Koch­mann, all­ge­mein sehr posi­tiv gewe­sen. Meis­tens gehen die Leu­te ganz erfrischt wie­der raus aus dem Kurs.“ Auch Chris­ti­na Wag­ner und Sebas­ti­an Egger wür­den den Kurs ande­ren Paa­ren jeder­zeit wei­ter­emp­feh­len. Sie haben sich vor­ge­nom­men, die Impul­se dar­aus in ihren All­tag zu inte­grie­ren, auch in stres­si­gen Zei­ten. Das Feed­back der Paa­re und ihre Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge neh­men die Orga­ni­sa­to­ren nun mit in die wei­te­ren Pla­nun­gen. Das Online-For­mat ist in ers­ter Linie aus der Coro­na-Pan­de­mie her­aus ent­stan­den, soll in Zukunft aber ergän­zend zum nor­ma­len Braut­leu­te-Kurs im Bis­tum Pas­sau bestehen blei­ben. Auf lan­ge Sicht soll der Ehe­vor­be­rei­tungs­kurs wir bei­de“ jedoch vor allem Impuls­ge­ber sein für die Wei­ter­ent­wick­lung der Ehe­vor­be­rei­tung im Bis­tum. Chris­toph Koch­manns Vor­ha­ben ist es, die Inhal­te und Erfah­run­gen aus dem Kurs als Hand­rei­chung aus­zu­ar­bei­ten, die an die Deka­na­te wei­ter­ge­ge­ben wer­den kann, als Anstoß für eine krea­ti­ve Gestal­tung der Ehevorbereitung.