Kirche vor Ort

Eucharistisches Stundengebet zur Einstimmung in die österliche Bußzeit

Armin Berger am 05.02.2019

Magdalena Altötting

Am Samstag und Sonntag, 9. und 10. März, findet in Altötting St. Magdalena das traditionelle „Eucharistische Stundengebet“ statt.

Die­ses Stun­den­ge­bet ent­spricht dem so genann­ten 40-stün­di­gen Gebet“, einer Andachts­form aus dem Jahr 1527. Damals hat­te man in Mai­land in schwe­rer Not­zeit 40 Stun­den lang vor dem in der Mons­tranz aus­ge­setz­ten Aller­hei­ligs­ten gebe­tet in Erin­ne­rung an die 40 Stun­den der Gra­bes­ru­he des Herrn. Die Jesui­ten, die im Jah­re 1591 nach Alt­öt­ting kamen und die St. Mag­da­le­na-Kir­che erbau­ten, führ­ten die­se Andacht auch in unse­rer Stadt ein. Sie erfreut sich gro­ßer Beliebt­heit. Das Stun­den­ge­bet soll auf die Öster­li­che Buß­zeit ein­stim­men. Dar­um haben die Brü­der Kapu­zi­ner vor eini­gen Jah­ren ent­schie­den, das Eucha­ris­ti­sche Stun­den­ge­bet“ am Beginn der Öster­li­chen Buß­zeit zu hal­ten, nicht wie vor­her in den End­ta­gen des Faschings.

Die Pre­dig­ten am Sams­tag und Sonn­tag, 9. und 10. März, hält der Guar­di­an von St. Mag­da­le­na und St. Kon­rad und stell­ver­tre­ten­de Wall­fahrts­rek­tor P. Nor­bert Schlen­ker OFMCap.

Das Pre­digt­the­ma lau­tet: Hei­len, was ver­wun­det ist“. Die Sakra­men­te der Kir­che Zei­chen des Heils – vol­ler Zärt­lich­keit und Kraft.

Anre­gung dafür ist das dies­jäh­ri­ge Alt­öt­tin­ger Wall­fahrts­mot­to Hei­len, was ver­wun­det ist“. Es bezieht sich auf das Luka­sevan­ge­li­um, aus dem wir in die­sem Jahr an allen Sonn­ta­gen im Got­tes­dienst hören und das Jesus als den Hei­land der Armen und Kran­ken schil­dert. Die Kir­che setzt das hei­len­de Han­deln Jesu in sei­nem Auf­trag in der Fei­er der Sakra­men­te fort. Sie sind Zei­chen des Heils – vol­ler Zärt­lich­keit und Kraft. Hei­lung, Heil und Segen geht auch heu­te in viel­fäl­ti­ger Wei­se vom Gna­den­ort Alt­öt­ting aus. Hei­lun­gen auf die Für­spra­che der Got­tes­mut­ter waren aus­schlag­ge­bend, dass Alt­öt­ting sich zu einem sehr bedeu­ten­den Wall­fahrts­ort ent­wi­ckel­te. Heil und Segen wur­den durch die Jahr­hun­der­te hin­durch hier immer wie­der erfah­ren. Zu einer Wall­fahrt nach Alt­öt­ting gehört die Fei­er der Eucha­ris­tie und für vie­le auch der Emp­fang des Sakra­men­tes der Ver­söh­nung in der per­sön­li­chen Beichte.

Das dies­jäh­ri­ge Eucha­ris­ti­sches Stun­den­ge­bet will in sei­nen Pre­dig­ten zu einer Betrach­tung der soge­nann­ten Initia­ti­ons­sa­kra­men­te Tau­fe – Eucha­ris­tie – Fir­mung und des Buß­sa­kra­men­tes unter dem Blick­win­kel ihrer heil­sa­men Wir­kung voll Zärt­lich­keit und Kraft ein­la­den und damit gleich­zei­tig in die öster­li­che Buß­zeit als Vor­be­rei­tung auf das Oster­fest einstimmen.

2019 02 News Eucharistisches Stundengebet

Aus­blick auf die Fas­ten­pre­dig­ten 2019 Im Pfarr­ver­band Alt­öt­ting:

Jeder Pre­di­ger nimmt sei­ne Lieb­lings­hei­lungs­ge­schich­te aus der Bibel und wird davon aus­ge­hend Gegen­warts­be­zü­ge zum Leben und zum Gna­den­ort herstellen.

Donnerstag, 14. März 19.00 Uhr in der Stiftspfarrkirche:

Pfarrer Hannes Lorenz aus Nabburg

Donnerstag, 21. März 19.00 Uhr in St. Josef, Altötting-Süd:

Pfarrer Peter König aus Vilsbiburg

Donnerstag, 28. März 19.00 Uhr in der Stiftspfarrkirche:

Dr. Johannes Spes, Leitender Oberarzt auf der Palliativ-Station des Klinikums Altötting

Donnerstag, 04. April 19.00 Uhr in der Stiftspfarrkirche:

Dekan Anton Spreitzer aus Ortenburg

Text: Wall­fahrtskus­to­die Altötting