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Das glauben wir

Exerzitien im Alltag - 1. Woche

Redaktion am 29.01.2021

20200413 131410 info-icon-20px Foto: Gudrun Weigl

Höchster, allmächtiger guter Herr, dein sind der Lobpreis, die Herrlichkeit und die Ehre und jeglicher Segen. Dir allein, Höchster, gebühren sie und kein Mensch ist würdig, dich zu nennen.

1. Impuls: Wahrnehmungsübungen als Gebet

Ich stel­le mich frei und auf­recht hin, neh­me mei­ne Umge­bung drau­ßen oder drin­nen wahr, neh­me mich wahr in mei­ner gan­zen Gestalt. Ich lese lang­sam den Text und ver­su­che ganz in mir zu sein.

Gott, ich ste­he auf­recht vor dir, mei­ne Füße ver­bin­den sich mit der Erde, tief hin­ab wie Wur­zeln, die fest ver­an­kert sind. Der Kopf ist aus­ge­rich­tet auf den Him­mel.
So bin ich da, geschaf­fen von dir, hin­ein­ge­stellt in die­se Welt, in dei­ne wun­der­ba­re Schöp­fung.
Der Atem durch­strömt mich und haucht mir Leben ein; Leben, das von dir kommt. Wie wun­der­bar hast du mich geschaf­fen, ein­ma­lig, kost­bar und schön!
Ich neh­me mich wahr von der Fuß­soh­le bis zum Schei­tel, von mei­ner äuße­ren Gestalt bis in mei­ne inne­ren Orga­ne.
Ich lebe und darf so da sein, wie ich bin, ich neh­me mich an in Lie­be, weil ich schon immer ange­nom­men bin von dir.
Ich atme tief ein, ich atme tief aus und ver­blei­be in Got­tes lie­ben­den Blick.
Dann ver­nei­ge ich mich vor Gott.

Übun­gen im Lau­fe der Woche
Ich stel­le mich immer wie­der mal bewusst auf­recht hin und neh­me mich wahr. Dabei ach­te ich auf mei­ne inne­re Hal­tung. Ich spre­che inner­lich mir zu: Gott, du hast mich in Lie­be geschaf­fen. Ich darf da sein im Ein­klang mit dir“.

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2. Impuls: Lobpreisgebet des hl. Franziskus

Du bist der hei­li­ge Herr, der allei­ni­ge Gott, der du Wun­der­wer­ke voll­bringst.
Du bist der Star­ke. Du bist der Gro­ße. Du bist der Erha­bens­te.
Du bist mäch­tig, du Hei­li­ger Vater, König des Him­mels und der Erde.
Du bist der drei­fal­ti­ge und der eine Herr, Du bist das Gute, jeg­li­ches Gut, das
höchs­te Gut, der Herr, der leben­di­ge und wah­re Gott
Du bist die Lie­be, die Min­ne.
Du bist die Weis­heit. Du bist die Demut. Du bist die Geduld.
Du bist die Schön­heit. Du bist die Mil­de. Du bist die Sicher­heit.
Du bist die Ruhe. Du bist unse­re Hoff­nung.
Du bist die Freu­de und die Fröh­lich­keit.
Du bist die Gerech­tig­keit. Du bist das Maß­hal­ten.
Du bist all unser Reich­tum zur Genü­ge.
Du bist die Schön­heit. Du bist die Mil­de. Du bist unser Beschüt­zer.
Du bist der Wäch­ter und Ver­tei­di­ger. Du bist die Stär­ke, Du bist die Zuflucht.
Du bist unse­re Hoff nung. Du bist unser Glau­be. Du bist unse­re Lie­be.
Du bist unse­re gan­ze Won­ne. Du bist unser ewi­ges Leben:
Gro­ßer und wun­der­ba­rer Herr, all­mäch­ti­ger Gott, barm­her­zi­ger Retter.

Gedan­ken dazu
Für Fran­zis­kus war Gott, das gro­ße Du‘. Zu ihm konn­te er in Bezie­hung tre­ten mit all dem, was sein Herz erfüll­te. Er fühl­te sich ganz eins mit Ihm und mit all dem was er geschaff en hat­te. Alles Geschaf­fe­ne war für ihn Bru­der, Schwes­ter und Mut­ter. Er erkann­te Gott als Gott an, dem er Anbe­tung, Ver­eh­rung und Lob­preis ent­ge­gen­brach­te. In all sei­nen Gebe­ten schwingt ein gro­ßer Gleich­klang von Schöp­fer und Geschöpf, von Gott und Mensch.

• Ich wäh­le 3 Aus­sa­gen aus dem Lob­preis­ge­bet und las­se sie in ihrer Bedeu­tung und Tie­fe auf mich wir­ken!
• Ich fin­de eine eige­ne Aus­sa­ge über Gott und schrei­be sie hier auf. Sie beglei­tet mich den Tag über.

3. Impuls: Sonnengesang

Gelobt seist du mein Herr,
mit allen dei­nen Geschöp­fen,
zumal der *Bru­der Son­ne,
sie ist der Tag,
und du spen­dest uns das Licht durch sie,
und schön ist sie und strah­lend in gro­ßem Glanz,
dein Sinn­bild, o Höchster.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch *Schwes­ter Mond und die Ster­ne
am Him­mel hast du sie gebil­det,
hell leuch­tend und kost­bar und schön.
(* vom ita­lie­ni­schen übersetzt!)

Ich freue mich über die Son­ne,
sie wärmt und erhellt stärkt Leib und See­le,
ihr Licht schenkt Ori­en­tie­rung und
ermög­licht viel­fäl­ti­ges Wach­sen
und Rei­fen.

Ohne die Son­ne gäbe es kein Leben.
Wie wun­der­bar, o Gott,
dass du die Son­ne geschaf­fen hast.
Wie schön sind Mond und Ster­ne
in dunk­ler Nacht.
Sie leuch­ten und zei­gen mir den Weg.
Nichts ist wirk­lich dun­kel, du Gott schenkst
Licht in dun­kels­ter Nacht.

Übun­gen im Lau­fe der Woche
Ich neh­me mir immer wie­der mal bewusst 10 Minu­ten Zeit,
die Son­nen­strah­len zu genie­ßen, das Licht, die Wär­me in mich auf­zu­neh­men oder am Abend die Ster­ne und den Mond zu bestaunen.

4. Impuls: Wort Gottes - Gen 1, 15 – 19

Dann sprach Gott: Lich­ter sol­len am Him­mels­ge­wöl­be sein, um Tag und Nacht zu schei­den. Sie sol­len als Zei­chen für Fest­zei­ten, für Tage und Jah­re die­nen. Sie sol­len Lich­ter am Him­mels­ge­wöl­be sein, um über die Erde hin zu leuch­ten. Und so geschah es.
Gott mach­te die bei­den gro­ßen Lich­ter, das gro­ße zur Herr­schaft über den Tag, das klei­ne zur Herr­schaft über die Nacht, und die Ster­ne. Gott setz­te sie an das Him­mels­ge­wöl­be, damit sie über die Erde leuch­ten, über Tag und Nacht herr­schen und das Licht von der Fins­ter­nis schei­den. Gott sah, dass es gut war.

Gedan­ken dazu

Die Lich­ter des Him­mels­ge­wöl­bes die­nen als Zei­chen; durch sie bemes­sen wir bis heu­te die Zeit. Fest­ta­ge wie Ostern wer­den danach fest­ge­setzt. Unser Tun ori­en­tiert sich an der Tages- und Jahreszeit.

Betrach­ten wir den Text näher, so fal­len die Wor­te leuch­ten“ – herr­schen“ – schei­den“ ins Auge. Die­se Wor­te des Schöp­fungs­be­richts zei­gen uns, dass das Werk Got­tes eine Bestim­mung von Gott erhal­ten hat.

Die Eigen­heit der Him­mels­kör­per ist es zu leuch­ten. Jeweils zu ihrer Zeit zu herr­schen. Das Licht von der Fins­ter­nis zu schei­den ist ihre Bestim­mung.
Gott gibt dem­nach seit jeher allem sei­ne Eigen­heit und zugleich sei­ne Auf­ga­be. So über­le­ge ich:

• Wel­che Eigen­heit erken­ne ich in mei­nem Leben?
• Sehe ich dar­in Auf­ga­ben in mei­nem Leben?
• Kann ich ja sagen zu die­sem Auf­trag, den Gott, der Schöp­fer allen Lebens mir gege­ben hat?

Gebet
Gott, du Schöp­fer allen Lebens,
du hast mich mit mei­nen Eigen­hei­ten
in die­se Welt gestellt.
Hilf mir,
dass ich mei­ne Lebens­auf­ga­be erken­ne
und im Ver­trau­en auf dich,
so gut es mir mög­lich ist umsetze.

5. Impuls: aus dem Hymnus im Stundenbuch der Kirche

Chris­tus, du bist der hel­le Tag,
das Licht, dem unser Licht ent­springt,
Gott, der mit sei­ner All­macht Kraft
Die tote Welt zum Leben bringt.

Erlö­ser, der ins Licht uns führt
Und aller Fins­ter­nis ent­reißt,
dich prei­sen wir im Mor­gen­lied
mit Gott dem Vater und dem Geist. Amen

Gedan­ken dazu
Jeden Tag darf ich mich freu­en, wenn das Licht des Tages die Dun­kel­heit der Nacht ablöst. Das äuße­re Licht oder die auf­ge­hen­de Son­ne schenkt mir Hoff­nung
und Zuver­sicht! Es ist wie eine Ver­hei­ßung, dass auch ich immer wie­der neu anfan­gen kann. Beson­ders wenn es in mir dun­kel ist, kann mir die­se Erfah­rung hel­fen.
Jesus Chris­tus ist als Licht in die­se Welt gekom­men. Er hat alle Dun­kel­heit durch­bro­chen und mir, wenn ich Ihm fol­ge, das Licht des Lebens ver­hei­ßen.
In der Tau­fe wur­de mir sein Licht geschenkt. Durch Ihn und mit ihm kann ich sel­ber Licht in das Leben ande­rer brin­gen. Damit dies gelingt, muss es in mir
sel­ber licht sein.

• Ich spü­re nach, wann es Ereig­nis­se und Erfah­run­gen gab, in denen es in mir wie­der licht‘ gewor­den ist?

Gebet
Jesus, du bist das Licht, das in mir leuch­tet,
du bist die Son­ne, die mich wärmt,
durch­strö­me mich mit dei­nem Licht,
damit ich sel­ber zum Licht für ande­re werde.

Rückschau auf die 1. Woche:

Ich wer­de ruhig und bete wie­der­ho­lend:
Komm Schöp­fer Geist erfül­le mich mit dei­ner Gegenwart!“

Ich schaue noch ein­mal auf die­se Woche der Exer­zi­ti­en im All­tag zurück.
Wel­cher Impuls, wel­cher Gedan­ke, wel­ches Gebet
hat mich beson­ders bewegt?
Was hat mir gehol­fen, Ruhe und Ver­trau­en zu fin­den?
Wie gelang es mir, die Schöp­fung neu zu sehen und den Schöp­fer dar­in wahr­zu­neh­men?
Wie habe ich IHN erfah­ren?
Ich las­se die ver­gan­ge­ne Exer­zi­ti­en­wo­che noch­mals in mir da sein.

Per­sön­li­che Noti­zen:
Was ist mir in die­ser Woche beson­ders wich­tig gewor­den?
Ich been­de die Zeit mit einem per­sön­li­chen Gebet oder dem Vater unser.