Das glauben wir

Exerzitien im Alltag - 3. Woche

Redaktion am 04.03.2021

20200510 162254 Foto: Gudrun Weigl

Gelobt seist du mein Herr durch Mutter Erde, die uns ernährt und lenkt und vielfältige Früchte hervorbringt und bunte Blumen und Kräuter.

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1. Impuls: Wahrnehmung als Gebet

• Ich lege mich bewusst auf den Boden , auf die Erde.
• Ich neh­me wahr, wie sie mich trägt und wie ich mich los­las­sen kann.
• Ich neh­me mich vom gesam­ten Kör­per her wahr, von den Füßen bis zum Schei­tel und spü­re über­all den Kon­takt zum Boden hin.
• Ich neh­me bewusst das Ein- und Aus­at­men wahr und atme hin zu den Berei­chen, die zum Boden Kon­takt haben. Ich über­las­se mich ganz der Erde, die mich trägt.

Dann spre­che ich:
Gott, ich dan­ke dir für die Erde, auf der ich lebe.
Ich spü­re, dass sie mich trägt und erhält.
Sie ist mir anver­traut.
Ich ver­traue mich ihr an als mei­nen Lebens­grund.
Lass mich im Ein­klang sein mit ihr.

Übun­gen für die Woche
• Ich neh­me immer wie­der bewusst den Boden, die Erde unter mir wahr,
wenn ich ste­he oder gehe.
• Ich gehe so oft wie mög­lich in die Natur und neh­me alles mit mei­nen
Sin­nen bewusst wahr, so als wür­de ich es zum ers­ten mal sehen, hören,
rie­chen….

2. Impuls: Wort Gottes – Gen 2,15

Gott, der Herr, nahm den Men­schen und gab ihm sei­nen Wohn­sitz im Gar­ten Eden, damit er ihn bear­bei­te und hüte.

Gedan­ken dazu:
Allein die Erde wird im Son­nen­ge­sang Mut­ter‘ genannt. Ihr weist der Hl. Fran­zis­kus eine beson­de­re Stel­lung zu. Sie ist nicht wie alle ande­ren Geschöp­fe nur geschwis­ter­lich mit uns ver­bun­den, sie ist unse­re Mut­ter‘! Das macht deut­lich, wie erd­ver­bun­den der Hl. Fran­zis­kus denkt und emp­fin­det. Die Erde ist in sei­nem Blick ent­ge­gen dem dama­li­gen Zeit­geist nicht das Jam­mer­tal“, das wir mög­lichst schnell wie­der ver­las­sen wol­len, son­dern der wun­der­ba­re Wohn­sitz unse­res Lebens“.
So sol­len wir gut mit ihr umge­hen und sie als Gabe Got­tes erkennen.

• Wie zei­ge ich im All­tag, dass ich die Erde als Gabe Got­tes ach­te und gut mit ihr umge­he?
• Vie­le Men­schen schaf­fen sich Orte, die sie für sich para­die­sisch gestal­ten, z. B. Gär­ten, Fried­hö­fe, Parks usw. Im Men­schen steckt die Sehn­sucht nach der Ver­bun­den­heit mit der Schöp­fung. Wo ver­wirk­li­che ich die­se Sehn­sucht im Klei­nen? Wo bin schöpferisch?

Gebet
Gott, ich dan­ke dir
für die Erde, unser aller zu Hau­se.
Lass mich bei­tra­gen,
dass wir mit­ein­an­der Wege gehen,
die sie schüt­zen und nicht aus­beu­ten;
die ihre Schön­heit erken­nen
und nicht acht­los mit ihr umge­hen.
Lass uns im Ein­klang sein mit
dei­ner Schöp­fung,
damit auch wei­te­re Genera­tio­nen
auf ihr leben können.

3. Impuls: Gebet von Petrus Chrysologus (380–451 Bischof von Ravenna/Kirchenlehrer)

Du Mensch, war­um giltst du dir so wenig, da du doch für Gott so kost­bar bist? Gott ehrt dich so hoch; war­um ent­ehrst du dich so sehr? War­um suchst du nach dem, wor­aus du geschaff en bist und nicht nach dem, wofür du gemacht wur­dest?

Siehst du nicht, dass die­ses gan­ze Haus der Welt für dich gemacht ist?
Für dein Wohl wur­de die Nacht ein­ge­führt, für dich der Tag abge­mes­sen.
Für dich wur­de der Him­mel mit den viel­fäl­ti­gen Strah­len von Son­ne,
Mond und Ster­nen erhellt, für dich die Erde mit Blu­men, Baum­pfl anzun­gen und Früch­ten aus­ge­malt. Für dich wur­de in der Luft, auf dem Feld und im Was­ser lücken­los die wun­der­ba­re Men­ge der Lebe­we­sen geschaf­fen,
damit kei­ne trau­ri­ge Ein­sam­keit die Freu­de an der neu­ge­schaff enen Welt zer­stör­te.

Noch etwas denkt sich der Schöp­fer zusätz­lich zu dei­ner Ehre aus:
Er macht dich zum Trä­ger sei­ner Gestalt. Das sicht­ba­re Eben­bild soll­te auf der Erde den unsicht­ba­ren Schöp­fer gegen­wär­tig machen.

Gedan­ken dazu:
Im Gebet vom Bischof Chry­so­lo­gus (Ehrentitel=Goldredner) klin­gen sehr mah­nen­de Wor­te an. Es geht ihm um die Ach­tung und Wert­schät­zung der Schöp­fung und um ein Bewusst­wer­den, dass alles Geschenk ist.
Die­ses Gebet aus dem 4./5.Jh hat heu­te für uns alle eine gro­ße Aktualität.

• Wel­che Wor­te berüh­ren mich beson­ders?
• Ich set­ze vor jedem Zuspruch mei­nen Vor­na­men und las­se mich damit anspre­chen.
• Die Aus­sa­ge, die mich am meis­ten bewegt hat, schrei­be ich hier auf.
Sie soll mich begleiten.

4. Impuls: Gebet von Papst Franziskus (vatican news – pr 24.05.2020)

Lie­be­vol­ler Gott, Schöp­fer des Him­mels, der Erde,
Schöp­fer von allem, was es gibt:
Öff­ne unse­ren Geist und berüh­re unse­re Her­zen,
damit wir Teil der Schöp­fung sein kön­nen,
die Du uns geschenkt hast.
Ste­he den Bedürf­ti­gen in die­sen schwie­ri­gen Tagen bei,
vor allem den Ärms­ten und Ver­wund­bars­ten.
Hilf uns dabei, krea­ti­ve Soli­da­ri­tät zu zei­gen
beim Umgang mit den Fol­gen die­ser glo­ba­len Pan­de­mie.
Lass uns mutig die Ver­än­de­run­gen ange­hen,
die die Suche nach dem Gemein­wohl von uns ver­langt.
So dass wir heu­te – mehr denn je – füh­len können,

dass wir mit­ein­an­der ver­bun­den und von­ein­an­der abhän­gig sind.

Lass uns den Schrei der Erde und der Armen hören
und dar­auf ant­wor­ten.
Mögen die heu­ti­gen Lei­den Geburts­we­hen sein,
Geburts­we­hen einer geschwis­ter­li­chen und nach­hal­ti­ge­ren Welt.
Dar­um bit­ten wir unter dem lie­ben­den Blick Mari­ens, der Hil­fe der Chris­ten,
durch Chris­tus, unsern Herrn.
Amen.

Gebet
In den fol­gen­den Tagen beglei­tet mich die­ses Gebet von Papst Franziskus!

5. Impuls: Wort Gottes - Joh 15, 5- 11

Ich bin der Wein­stock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich blei­be, der bringt rei­che Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts voll­brin­gen. Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weg­ge­wor­fen und er ver­dorrt. Man sam­melt die Reben, wirft sie ins Feu­er und sie ver­bren­nen. Wenn ihr in mir bleibt und mei­ne Wor­te in euch blei­ben, dann bit­tet um alles, was ihr wollt: Ihr wer­det es erhal­ten. Mein Vater wird dadurch ver­herr­licht, dass ihr rei­che Frucht bringt und mei­ne Jün­ger wer­det. Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in mei­ner Lie­be! Wenn ihr mei­ne Gebo­te hal­tet, wer­det ihr in mei­ner Lie­be blei­ben, so wie ich die Gebo­te mei­nes Vaters gehal­ten habe und in sei­ner Lie­be blei­be. Dies habe ich euch gesagt, damit mei­ne Freu­de in euch ist und damit eure Freu­de voll­kom­men wird.

Gedan­ken dazu:
Jesus hat immer wie­der Ver­glei­che aus der Natur genom­men, um den Men­schen sei­ne Bot­schaft ver­ständ­lich zu machen. Das Bild vom Wein­stock will uns sagen, wie lebens-not-wen­dig die Ver­bin­dung zu Jesus ist. Nur in die­ser Ver­bin­dung wird unser Leben frucht­bar.
• Was erle­be ich in Jesus als näh­rend? (sei­ne Wor­te? sei­ne Taten? sei­ne Hal­tung?) Und wie wirkt sich dies in mei­nem All­tag aus?
• Ich ken­ne auch die­se Erfah­rung, wo ich mich aus die­ser Bezie­hung zu IHM ent­fer­ne und sie kaum spü­re. Wie geht es mir dabei?
• Was hilft mir wie­der in die Bezie­hung zu Jesus zu kom­men und zu bleiben?

Gebet
Jesus, lass mich in dir und
mit dir ver­bun­den blei­ben.
Schen­ke mir dei­nen Geist,
den Geist der Treue
und des Blei­bens.
Lass mich dar­aus
Frucht brin­gen.

Rückschau auf die 3. Woche:

Ich wer­de ruhig und bete wie­der­ho­lend:
Komm Schöp­fer Geist erfül­le mich mit dei­ner Gegenwart!“

Ich schaue noch ein­mal auf die­se Woche der Exer­zi­ti­en im All­tag zurück.
Wel­cher Impuls, wel­cher Gedan­ke, wel­ches Gebet
hat mich beson­ders bewegt?
Was hat mir gehol­fen, Ruhe und Ver­trau­en zu fi nden?
Wie gelang es mir, die Schöp­fung neu zu sehen
und den Schöp­fer dar­in wahr­zu­neh­men?
Wie habe ich IHN erfah­ren?
Ich las­se die ver­gan­ge­ne Exer­zi­ti­en­wo­che noch­mals in mir da sein.

Per­sön­li­che Noti­zen:
Was ist mir in die­ser Woche beson­ders wich­tig geworden?

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