Das glauben wir

Exerzitien im Alltag 2024 - 3. Woche

Redaktion am 26.02.2024

3 Woche Weg steinig

In den Exerzitien im Alltag nehmen Sie sich bewusst Zeit für Ihre Beziehung zu Gott, um immer offener zu werden für ihn in Ihrem ganz konkreten, persönlichen Leben. Exerzitien im Alltag sind eine besondere Zeit, die gestaltet sein will. Machen Sie Erfahrungen, was zu Ihnen und Ihrem Alltag passt, finden Sie eine Balance zwischen Selbstdisziplin und Gelassenheit.

Grenzen erkennen – Schritte wagen

3 Woche Weg steinig

Inne­hal­ten
Gren­zen spü­ren
dich erfah­ren

Los­las­sen
auf­bre­chen
neue Schrit­te wagen

Du gehst mit

1. Impuls: Mit Gott über Mauern springen

Ich neh­me mei­nen Platz ein. Ich wer­de ruhig.
Gott, Hei­mat und Wei­te – in allem bist du.

Ich stel­le mir eine alte Mau­er vor: Ihre Stei­ne sind fest­ge­fügt und schei­nen undurch­dring­lich.
Wir alle brau­chen inne­re, wie äuße­re Mau­ern, die uns schüt­zen,
uns Sicher­heit und Gebor­gen­heit geben, und uns glei­cher­ma­ßen vor Gefah­ren
und Ver­let­zun­gen bewah­ren. Aber: Eine Mau­er lässt nichts durch. Sie ver­stellt
den Blick, sie ver­baut einen Weg, nimmt die Aus­sicht und manch­mal die
Ein­sicht, kei­ne Ver­än­de­rung und kei­ne Ent­wick­lung. Sie stellt eine regel­rech­te
Gren­ze dar. Gott schützt sei­ne Men­schen, damit sie gebor­gen leben kön­nen. Mit
Gott als Mau­er“ im Rücken kön­nen wir getrost und sicher leben, unse­rem All­tag
gegen­über­tre­ten und sei­ne Her­aus­for­de­run­gen anneh­men. Manch­mal ist eine
Mau­er im Weg. Sie macht bequem und eng. Wir trau­en uns nicht her­aus, pro­bie­ren
nichts Neu­es, scheu­en uns davor, die Gott gege­be­nen Gaben zu entfalten.

Mit mei­nem Gott über­sprin­ge ich Mau­ern.“ (Ps 18, 30)
Gott ist für mich bei­des: Ort der Zuflucht und der Gebor­gen­heit, zugleich ein
Ort, an dem mir gesagt wird: Ent­wick­le dich, lebe, traue dir all das zu, zu dem
ich dich geschaf­fen habe, über­schrei­te dei­ne Gren­zen. Auch Jesus hat in sei­nem
Leben Mau­ern ein­ge­ris­sen und Neu­es ermög­licht: Lie­be, Gemein­schaft, Leben
mit Gott. Vor und hin­ter der Mau­er ist Gott da. Gott schützt und birgt uns wie
eine Mau­er. Er hilft uns dabei, die Mau­ern zu über­sprin­gen, die unser Leben
ein­gren­zen. Mit mei­nem Gott kann ich über Mau­ern sprin­gen und über mich
hin­aus­wach­sen. Wel­che Mau­ern“ geben mir Schutz? Wel­che hin­dern mich und
engen mich ein?

Für den Tag

Die­sen Spruch neh­me ich mit in den Tag: Mit mei­nem Gott kann ich über Mau­ern
sprin­gen und über mich hinauswachsen.

Gebet

Guter Gott,

mach mich bereit, mit dir die Mauern zu überspringen,

die meinem Leben Grenzen setzen und es behindern.

Amen

2. Impuls: Gott ist größer als alle Grenzen

Ich neh­me mei­nen Platz ein. Ich wer­de ruhig.
Gott, Hei­mat und Wei­te – in allem bist du.

Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Die­ses
war im Anfang bei Gott. Alles ist durch das Wort gewor­den und ohne es wur­de
nichts, was gewor­den ist. Und das Wort ist Fleisch gewor­den und hat unter uns
gewohnt und wir haben sei­ne Herr­lich­keit geschaut, die Herr­lich­keit des ein­zi­gen
Soh­nes vom Vater, voll Gna­de und Wahr­heit.

Joh 1, 13.14

Gott spricht von Anfang an. Sein Wort ist kraft­voll, wirk­sam und schöp­fe­risch.
Durch Got­tes Wort ist die Welt, das gan­ze Uni­ver­sum geschaf­fen.
Gott über­schrei­tet sich durch sein Wort selbst, in dem er Mensch wird. In Jesus
ord­net sich Gott den Bedin­gun­gen des irdi­schen Lebens unter und begibt sich in
unser begrenz­tes Dasein. All das tut Gott, weil er die Lie­be ist. Lie­be kann nicht
anders, als aus sich selbst her­aus­zu­ge­hen. Auf die­se Wei­se will Gott mit mir in
Bezie­hung treten.

Gott spricht auch zu mir. Sein Wort will viel bewir­ken. Es kann mir neue Gren­zen
set­zen, bestehen­de Gren­zen erwei­tern oder gar aufheben.

Ich schaue auf mei­ne inne­ren und äuße­ren Gren­zen. Wie gehe ich mit ihnen um?
Auf wel­che behar­re ich, auf wel­che bin ich bereit zu ver­zich­ten?
Was engt mich ein?
Was führt mich zu mehr Lie­be und Freiheit?

Für den Tag

Ich ach­te heu­te auf mei­ne Gren­zen und neh­me bewusst wahr, wie ich mit mei­nen
Gren­zen umgehe.

Gebet

Gott, verwandle

meine engen Grenzen in Weite,

meine Ohnmacht in Stärke,

meine Angst in Mut,

meine tiefe Sehnsucht nach Geborgenheit in ein Zuhause bei dir.

Amen

3. Impuls: Abgeben

Ich neh­me mei­nen Platz ein.
Ich wer­de ruhig.
Gott, Hei­mat und Wei­te – in allem bist du.

Der argen­ti­ni­sche Fuß­ball­na­tio­nal­trai­ner Cesar Luis Menot­ti hat Mara­dona mal
aus einer Mann­schafts­be­spre­chung raus­ge­schickt. Damit er nicht hört, was ich
euch fra­gen wer­de“, sag­te Menot­ti: Wie vie­le Bäl­le glaubt ihr, muss man Mara­dona
im Lau­fe eines Spiels geben? Ihr braucht nicht zu ant­wor­ten. Ich sag‘s euch:
Alle! So, und jetzt sagt Mara­dona, dass er wie­der rein­kom­men kann.“
Auf unser Leben über­tra­gen: Auch wir haben als Glau­ben­de in Jesus einen über­ra­gen­den
Gefähr­ten und Spiel­ma­cher in unse­rem Leben dabei. Und wenn Sie fra­gen,
in wie vie­le Bezü­ge unse­res Lebens wir ihn hin­ein­neh­men sol­len, dann ist die
Ant­wort die­sel­be: in alle.

Bischof Ste­fan Oster SDB

Ich schaue auf Situa­tio­nen und Berei­che mei­nes Lebens:
Wo wün­sche ich mir, an Jesus abge­ben zu kön­nen, an mei­nen Gefähr­ten und
Spiel­ma­cher“ mei­nes Lebens?
Wo fällt es mir schwer, abzu­ge­ben?
Ich hal­te Jesus bei­de Mög­lich­kei­ten hin.

Für den Tag

Heu­te gebe ich immer wie­der bewusst den Ball“ an Jesus ab.

Gebet

Jesus,

mit dir im Team wird mein Leben gut.

Lass mich dir vertrauen!

4. Impuls: Grenzen überwinden

Ich neh­me mei­nen Platz ein.
Ich wer­de ruhig.
Gott, Hei­mat und Wei­te – in allem bist du.

Ich aber sage euch: Liebt eure Fein­de und betet für die, dich euch ver­fol­gen, damit
ihr Kin­der eures Vaters im Him­mel wer­det. Wenn ihr nur eure Brü­der grüßt, was
tut ihr damit Beson­de­res? Tun das nicht auch die Hei­den? Wer dich bit­tet, dem gib,
und wer von dir bor­gen will, den wei­se nicht ab!
Mt 5, 44 – 45a. 47.42

Wir alle ken­nen die­se Wor­te Jesu.
Heu­te lese ich sie bewusst lang­sam und las­se sie auf mich wir­ken.
Was regt sich im mir?
Ver­langt Jesus Unmögliches?

Ich stel­le mir vor, dass ich Jesu Wor­te in mei­nem All­tag wirk­lich lebe, mei­ne inne­ren
Gren­zen aus­wei­te, über­schrei­te. Es wird nicht immer gelin­gen.
Aber dann kann Uner­war­te­tes, Über­ra­schen­des gesche­hen, kann sich eine ganz
neue Frei­heit auftun.

Für den Tag

Ich neh­me einen die­ser Ver­se mit in den Tag und lebe ihn heute.

Gebet

Gott, hilf mir, Schritte zu wagen und

über meine Grenzen hinaus zu gehen.

Du schenkst mir Weite und Freiheit.

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