Bistum

Fasten fürs Klima - Abschlussveranstaltung

Thomas König am 08.05.2019

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Zeigten sich zufrieden mit der Abschlussveranstaltung: v.l.n.r. Peter Oberleitner (Diözesanrat Passau), Josef Holzbauer (Umweltbeauftragter Bistum Passau), AnnaLu, Karl Haberzettl (Bund Naturschutz Passau), Johannes Schmidt (BürgerEnergieStammtisch und KLB Passau), Friedrich Hirschl und Shavez

Zum Abschluss der diesjährigen Fastenaktion: „Fasten fürs Klima – so viel du brauchst – mach was draus: Sei Zukunft“ fand am Montag, den 6. Mai ein Abschlussfest im Gasthaus „Zum Fliegerbauer“ im Öko-Zentrum Passau Stelzlhof statt. Der BürgerEnergieStammtisch Sittenberg und die ARGE Klimafasten von Landkreis und Bistum Passau hatten eingeladen.

Johan­nes Schmidt vom Bür­ger­En­er­gie­Stamm­tisch Sit­ten­berg und Peter Ober­leit­ner vom Diö­ze­san­rat Pas­sau begrüß­ten die Gäs­te und beton­ten, dass Ver­än­de­rung nur gelingt, wenn All­tags­ste­reo­ty­pen über­wun­den, das eige­ne Leben bewusst umge­stal­tet und dar­über nach­ge­dacht wird, was im Leben wirk­lich wich­tig ist. 

Nach einem lecke­ren Büf­fet, zube­rei­tet vom Stelz­l­hof­team, aus abge­lau­fe­nen und geret­te­ten Lebens­mit­teln“ stand Lyrik und Musik über Schöp­fung, Frei­heit und Frie­den auf dem Pro­gramm. Und so ver­zau­ber­ten der Lyri­ker Fried­rich Hirschl und die perua­ni­sche Musik­grup­pe AnnaLu & Shavez die Gäs­te mit ihren inspi­rie­ren­den Tex­ten und Lie­dern. Hirschl ver­stand es mit Gedich­ten aus sei­nem neu­en Buch Stil­les Thea­ter“ die eige­nen Gedan­ken zum Spre­chen zu brin­gen und neue Wel­ten zu eröff­nen. Er sprach z.B. vom Inn, außer sich vor Regen“. AnnaLu & Shavez wuss­ten mit ihren ein­fühl­sa­men, aus­drucks­star­ken und tem­pe­ra­ment­vol­len Lie­dern zu unter­hal­ten aber auch kri­ti­sche Töne mit ein­flie­ßen zu las­sen: Schau dir mal die Welt an, ist das nicht selt­sam, es kommt so viel auf das Geld an” hieß es da unter ande­rem, oder ein ande­rer Titel wid­me­te sich z.B. der Frei­heit von Saatgut.

Bar­ba­ra J. Th. Schmidt, die Lei­te­rin von MISE­RE­OR Bay­ern, run­de­te die Ver­an­stal­tung mit einem über­mit­tel­ten Gruß­wort ab. Sie betont dar­in: Die Idee der Fas­ten­zeit ist einer­seits, Ver­zicht zu üben, um wie­der bewuss­ter zu leben. Ande­rer­seits dien­ten die sie­ben Wochen neben der Vor­be­rei­tung auf das Fest der Auf­er­ste­hung dazu, das neue, befrei­te­re Leben ein­zu­üben. Frei sein von Kon­sum­zwän­gen, von alten Mobi­li­täts­kon­zep­ten, vom kli­ma­be­las­ten­den Lebens­wan­del und ande­re Gewohn­hei­ten.“ Und Sie for­dert auf: Es liegt an uns. Wir sind die Genera­ti­on, die mit ihrem Lebens­stil und ihren poli­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Ent­schei­dun­gen zwi­schen einer enkel­taug­li­chen oder enkel­feind­li­chen Zukunft ent­schei­den. Schaf­fen wir einen Bewusst­seins­wan­del und eine glo­ba­le Umkehr? Denn auf Dich und mich, unse­re gro­ßen und klei­nen Poten­zia­le, auf Euch und Sie alle kommt es an.“

Erst­mals hat­ten sich die Ver­an­stal­ter der Fas­ten­ak­ti­on heu­er an einem bun­des­wei­ten Bünd­nis von 12 evan­ge­lisch-luthe­ri­schen Lan­des­kir­chen und 3 Bis­tü­mern beteiligt.

7 Wochen lang galt es über Ver­än­de­run­gen im Lebens- und Kon­sum­ver­hal­ten nach­zu­den­ken und Ver­än­de­run­gen im All­tags­le­ben zu ver­an­kern. Umgang mit Ener­gie, fai­rer Kon­sum, Mobi­li­tät und plas­tik­frei­es Leben waren unter ande­rem die The­men. Auch für 2020 pla­nen die Orga­ni­sa­to­ren wie­der eine Fas­ten­ak­ti­on für Kli­ma­schutz und Gerechtigkeit.

Text: Sepp Holz­bau­er; Pho­tos: The­re­sia Wildfeuer