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Bischof

"Dieses Fest ist die eigentliche Nahrung der Welt"

Stefanie Lindner am 03.06.2021

429 A9775 info-icon-20px Foto: Lindner / pbp
Bischof Stefan Oster am Fronleichnams-Altar auf dem Domplatz.

Zum zweiten Mal hat das Bistum Passau während der Corona-Pandemie Fronleichnam gefeiert. Für Bischof Stefan Oster ist das Hochfest "nicht nur eine folkloristische Eigenart der Katholiken, sondern die eigentliche Nahrung der Welt".

In die­sen Zei­ten ist auch das tra­di­tio­nel­le Hoch­fest eine Gele­gen­heit, sich die gro­ßen Fra­gen” zu stel­len: Wie ent­wi­ckelt sich unse­re Welt und Gesell­schaft? Für Bischof Ste­fan Oster, der an die­sem Fron­leich­nams­tag sei­nen 56. Geburts­tag fei­er­te, fußen nicht nur die Natur­wis­sen­schaf­ten auf objek­ti­ve Wahr­hei­ten — auch eine gemein­sa­me Wer­te­ba­sis aller Kul­tu­ren sei zu spü­ren. Es gibt das Wah­re, Schö­ne und Gute”, stell­te er in sei­ner Pre­digt im Pas­sau­er Dom fest, und zwar unab­hän­gig von unse­rer Bewer­tung. Sogar ein objek­ti­ver Begriff von Schön­heit sei nicht von der Hand zu wei­sen: Höchs­te Kunst wie die Pie­tà von Michel­an­ge­lo kön­ne man schließ­lich kaum mit einem Ganz nett” abtun. 

Wenn nun in unse­re Welt so etwas Schö­nes hin­ein­ge­zeich­net” ist, wie es der Bischof beschrieb, müs­se es eine Instanz geben, die es geschaf­fen hat. Die­se Instanz nen­nen die meis­ten Kul­tu­ren Gott.” Wir Chris­ten glau­ben, so Bischof Oster wei­ter, dass die­ser Gott in Jesus zu uns gekom­men ist. Die­se lade uns ein, immer wie­der das Wah­re, Schö­ne, Gute zu sehen”. 

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Zum zwei­ten Mal konn­te auf­grund der Coro­na-Schutz­maß­nah­men die Fron­leich­nams­pro­zes­si­on nicht wie gewohnt mit allen Got­tes­dienst­be­su­che­rin­nen und ‑Besu­chern durch die Alt­stadt füh­ren. Statt­des­sen zogen alle, die an der Lit­ur­gie betei­ligt waren, mit Bischof Oster, der die Mons­tranz trug, in einer klei­nen Pro­zes­si­on” zum auf­ge­bau­ten Altar am Dom­platz. Der Segen, den der Bischof dort spen­de­te, die Gebe­te, aber auch die Musik der Diö­ze­san­blech­blä­ser — und die Böl­ler­schüs­se sowie­so — waren im Dom zu hören. 

Bei einer nor­ma­len Fron­leich­nams­pro­zes­si­on tra­gen wie unse­re Mit­te vor uns her”, so der Bischof zuvor in der Pre­digt. Wenn die Bezug­nah­me zu die­ser Mit­te ver­lo­ren­ge­he, dre­he sich alles nur um die eige­ne Befind­lich­keit. Fron­leich­nam, sag­te er, mache dies sicht­bar, so wie das gan­ze Abend­land auf die­ser Mit­te auf­ge­baut sei. 

Neben Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern von Poli­tik und Gesell­schaft begrüß­te Bischof Ste­fan auch einen beson­de­ren Gast im Pas­sau­er Dom: sei­nen Vater, der sei­ne Lebens­ent­schei­dun­gen stets mit­ge­tra­gen habe.