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Bischof

Nach Hause kommen – Muttertag 2020

Stefanie Hintermayr am 11.05.2020

200510 Livestreamgottesdienst Muttertag Thumb1 ntv info-icon-20px Foto: Niederbayern TV

Eine österliche Erfahrung des Nach-Hause-Kommens wünschte Bischof Stefan Oster SDB den Gläubigen am Muttertag. Den Gottesdienst hat er am 10. Mai in der Andreaskapelle zelebriert – Er wurde wieder via Livestream in TV und Web übertragen.

Am 10. Mai, dem 5. Sonn­tag der Oster­zeit, wur­de Mut­ter­tag gefei­ert. In Pas­sau hat Bischof Ste­fan Oster SDB die­sen Tag zu Ehren aller Müt­ter, Groß- und Urgroß­müt­ter in der Andre­as­ka­pel­le neben dem Ste­phans­dom zele­briert – mit einem Pon­ti­fi­k­al­got­tes­dienst. Die Gläu­bi­gen konn­ten, wie auch schon die Sonn­ta­ge zuvor seit Ostern, via Live­stream in TV und Web mit­fei­ern. In sei­ner Pre­digt ging es zen­tral um die öster­li­che Erfah­rung des Nach-Hause-Kommens:

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Predigt von Bischof Oster

Auf drei zen­tra­le Punk­te des Evan­ge­li­ums ging Bischof Ste­fan Oster SDB in sei­ner Pre­digt ein. Ers­tens: Ich bin der Weg und die Wahr­heit und das Leben. Zwei­tens: Wer mich sieht, sieht den Vater. Und drit­tens: Ich gehe zum Vater, um eine Woh­nung für euch vorzubereiten.

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben

Anstö­ßig, anma­ßend, her­aus­for­dernd, pro­vo­ka­tiv sei die­ser Satz von Jesus aus dem Evan­ge­li­um. Hier sei ein dra­ma­ti­scher Unter­schied zu ande­ren Welt­re­li­gio­nen. Denn in kei­ner ande­ren sei es zuerst Gott, der han­delt und uns ent­ge­gen­geht, in Jesus. Noch pro­vo­ka­ti­ver wer­de es durch die Aus­sa­ge Jesu Nie­mand kommt zum Vater, außer durch mich.“ Er (Jesus) sei der exklu­si­ve Weg zum Vater, so Bischof Oster.

Wer mich sieht, hat den Vater gesehen

Zur Erklä­rung die­ser Bot­schaft von Jesus zog der Bischof einen Ver­gleich zu einer all­täg­li­chen Situa­ti­on. In einer noch fri­schen Part­ner­schaft wür­de man man­che Sei­ten des ande­ren manch­mal bes­ser ver­ste­hen, wenn man des­sen Eltern ken­nen­ge­lernt habe, so Bischof Ste­fan Oster. Eltern präg­ten einen Men­schen in sei­ner Per­sön­lich­keit zwangs­läu­fig, ganz nach dem bekann­ten Sprich­wort: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. So wer­de Jesu Aus­sa­ge Wer mich sieht, hat den Vater gese­hen“ ver­ständ­lich. Das sei wie­der eine radi­ka­le Aus­sa­ge, denn Jesus lebe aus der Bezie­hung zum Vater und sei mit ihm eins, erläu­ter­te der Bischof. Durch ihn ist Gott in die Welt gekommen.“

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Ich gehe zum Vater, um eine Wohnung für euch vorzubereiten

Der Bischof erklär­te dies wie­der mit einem Ver­gleich. Nach altem, jüdi­schen Brauch habe der Bräu­ti­gam vor der Hoch­zeit in sei­ner Fami­lie bei sei­nem Vater eine Woh­nung für sei­ne Braut vor­be­rei­tet. Nach Wochen oder gar Mona­ten habe der Bräu­ti­gam sei­ne Braut abge­holt und zu sich nach Hau­se gebracht. Die Kir­che wer­de oft als die Braut von Jesus bezeich­net, so der Bischof. Die­ses Bild ist so tief und so schön, weil es ein­mal mehr deut­lich macht, wie sehr es um Bezie­hung geht.“ Und wei­ter: Wenn wir den inner­lich erken­nen, der von sich sagt, dass er Weg, Wahr­heit und Leben ist, dass er Abbild des Vaters ist, wenn wir dort inner­lich ankom­men, dann dür­fen wir die Erfah­rung machen, dass wir schon in die­ser Welt nach Hau­se kom­men und auf die end­gül­ti­ge Hei­mat hof­fen dür­fen.“ Die­ses Ankom­men aber schen­ke Frie­den und Freude.

Dann ver­ste­hen wir auch, wenn Jesus sagt: Ich gebe euch einen Frie­den, den die Welt nicht geben kann. Weil wir durch ihn nach Hau­se kommen.”

Bischof Stefan Oster

Der Gottesdienst zum Muttertag in der Mediathek