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Bistum

Jahresabschlüsse 2019

Pressemeldung am 15.09.2020

Passauer Dom SH info-icon-20px Foto: Hintermayr/pbp

Das Bistum Passau veröffentlicht die Jahresabschlüsse nach HGB-Standard für das Jahr 2019 und weist demnach einen Jahresüberschuss von 2,4 Millionen Euro aus. Im Interview erklärt Finanzdirektor Dr. Josef Sonnleitner Details und wie sich die Coronapandemie auf den laufenden Haushalt 2020 auswirkt.

Das Bis­tum Pas­sau ver­öf­fent­licht zum fünf­ten Mal seit 2015 die Jah­res­ab­schlüs­se der maß­geb­li­chen Rechts­trä­ger Diö­ze­se, Bischöf­li­cher Stuhl, Eme­ri­ten­an­stalt sowie Dom­ka­pi­tel. Dabei weist die Diö­ze­se für das Jahr 2019 einen Jah­res­über­schuss von gut 2,4 Mil­lio­nen Euro aus. Die Grün­de dafür sind zum einen, dass die Erträ­ge aus der Kir­chen­steu­er gegen­über dem Vor­jahr um rund 1,8 Mil­li­on Euro höher aus­ge­fal­len sind“, erklärt Finanz­di­rek­tor Dr. Josef Sonn­leit­ner. Ins­ge­samt lie­gen die Erträ­ge durch die Kir­chen­steu­er im Jahr 2019 bei 113,3 Mil­lio­nen Euro (im Vor­jahr: 111,5 Mil­lio­nen Euro). Zum ande­ren konn­ten 2019 erneut nicht alle geplan­ten Bau­maß­nah­men im Bis­tum abge­ar­bei­tet wer­den, so Sonn­leit­ner wei­ter. Das liegt unter ande­rem an der nach wie vor guten Bau­kon­junk­tur. Wir haben sowohl bei den Bau­fir­men als auch bei den benö­tig­ten Fach­pla­nern mit Eng­päs­sen zu kämp­fen, die letzt­end­lich dazu führ­ten, dass wir den Bau­maß­nah­men nicht wie geplant nach­ge­kom­men sind.“ Ange­sichts der Coro­na-Pan­de­mie sei man jedoch der­zeit froh dar­über, dass grö­ße­re Pro­jek­te nicht ange­packt wur­den“, so Sonn­leit­ner weiter.

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Haushalt 2021 wird geprägt sein von der Corona-Pandemie

Im Rechts­trä­ger der Diö­ze­se wird auch die jähr­li­che Gewinn- und Ver­lust­rech­nung der Diö­ze­se abge­bil­det (Die aktu­el­le Mel­dung fin­den Sie hier). Der kom­men­de Haus­halt 2021 wird unter dem Vor­zei­chen der welt­wei­ten Coro­na-Pan­de­mie ste­hen“, betont Sonn­leit­ner schon jetzt. Wir gehen auf­grund der anhal­ten­den Kurz­ar­beit in vie­len Tei­len der Wirt­schaft von deut­li­chen Ein­bu­ßen bei der Kir­chen­steu­er aus.“ Auch wenn bis dato kein Haus­halts­stopp ver­hängt wur­de, wer­den sämt­li­che Haus­halts­stel­len einer genau­en Prü­fung unter­zo­gen, um kom­men­de Ein­bu­ßen abfan­gen zu kön­nen. Wei­te­re Ein­nah­me­aus­fäl­le, auch in Bezug auf Ver­mie­tun­gen etc., kön­nen bis dato noch nicht bezif­fert wer­den. Sor­ge berei­tet uns vor allem die Situa­ti­on der Pfarr­kir­chen­stif­tun­gen vor Ort.“ Der wochen­lan­ge Aus­fall von Got­tes­diens­ten und damit auch von Kol­lek­ten sowie der Aus­fall von Ver­an­stal­tun­gen auf Pfar­re­be­ne, die von vie­len Ehren­amt­li­chen getra­gen wer­den, wer­de sich in den Finan­zen der Kir­chen­stif­tun­gen niederschlagen.

Grö­ße­re Ein­spar­maß­nah­men haben wir bereits bei Bau­maß­nah­men auf diö­ze­saner Ebe­ne in die Wege gelei­tet“, erklärt Sonn­leit­ner, bis man die Situa­ti­on bes­ser ein­schät­zen kön­ne. Betrof­fen sind z.B. die wei­te­re Gene­ral­sa­nie­rung der Gise­la-Schu­len, die mit rund 600tausend Euro zu Buche schlägt oder eine räum­li­che Aus­wei­tung des diö­ze­sa­nen IT-Rechen­zen­trums, die mit rund 200tausend Euro ver­an­schlagt war. Der Jah­res­ab­schluss der Diö­ze­se weist zudem deut­lich gestie­ge­ne Bau- und Reno­vie­rungs­zu­schüs­se für Kir­chen, Pfarr­hö­fe, Jugend­hei­me und sons­ti­ge pfarr­li­che Bau­ten aus. Die­se sind um rund 3,3 Mil­lio­nen Euro gestiegen.

Die Diözese

Die Diö­ze­se“ Pas­sau ist eine Kör­per­schaft des öffent­li­chen Rechts, sie umfasst eine Gesamt­flä­che von 5442 Qua­drat­ki­lo­me­tern und zähl­te im Jahr 2019 ins­ge­samt 457096 Gläu­bi­ge. Das Ver­mö­gen der ein­zel­nen Pfar­rei­en ist den jewei­li­gen Kir­chen­stif­tun­gen zuge­ord­net und das Bischöf­li­che Ordi­na­ri­at übt die Stif­tungs­auf­sicht über die vor­ge­nann­ten juris­ti­schen Per­so­nen aus.

Bischöflicher Stuhl

Das Ver­mö­gen des Bischöf­li­chen Stuhls wird im Bis­tum Pas­sau vom Diö­ze­san­ver­mö­gens­rat (DVR) als Organ des Bischöf­li­chen Stuhls ver­wal­tet. Das Ver­mö­gen umfasst im Wesent­li­chen Finanz­an­la­gen. Das Finanz­ergeb­nis des Stuhls fällt in die­sem Jahr deut­lich bes­ser aus als noch 2018, wo wir einen aus­ge­wie­se­nen Jah­res­fehl­be­trag von 9,56 Mil­lio­nen Euro aus­glei­chen muss­ten“, erklärt Dr. Sonn­leit­ner. Eine posi­ti­ve­re Lage auf den Kapi­tal­märk­ten im Jahr 2019 führ­te dazu, dass wir ein Jah­res­er­geb­nis von knapp 5,2 Mil­lio­nen aus­wei­sen konn­ten, die wir zur Gän­ze in die Rück­la­gen ein­ge­stellt haben“, so Sonn­leit­ner. In den Leit­sät­zen des Bischöf­li­chen Stuhls ist fest­ge­schrie­ben, dass der Stuhl nicht in ers­ter Linie eigen­wirt­schaft­li­che Zwe­cke ver­folgt, son­dern mit den Erträ­gen kirch­li­che und sozia­le Pro­jek­te im Bis­tum unter­stützt, die nicht durch ande­re Haus­hal­te abge­bil­det wer­den kön­nen. Die Zuwei­sun­gen und Zuschüs­se sind leicht gestie­gen auf 3,7 Mil­lio­nen (3,5 im Jahr 2018)“, so Sonn­leit­ner und flie­ßen in ver­schie­de­ne Pro­jek­te, die zum Teil lang­jäh­rig aus dem Stuhl unter­stützt wer­den. Im Mit­tel­punkt ste­hen beson­ders bei der Ver­ga­be grö­ße­rer Sum­men Inves­ti­ti­ons­zu­schüs­se, deren Nach­hal­tig­keit wei­test­ge­hend sicher­ge­stellt ist. Es sol­len bei­spiel­haf­te Pro­jek­te sein, wie es sich z.B. gera­de im ehe­ma­li­gen Pindl-Haus in der Pas­sau­er Alt­stadt voll­zieht. Das Haus wird saniert und nach Wunsch von Bischof Ste­fan ein Begeg­nungs­ort für Gläu­bi­ge und Suchen­de“, so Sonnleitner.

Emeritenanstalt

Die Eme­ri­ten­an­stalt ist für die Ver­sor­gung der Geist­li­chen ver­ant­wort­lich. Die Diö­ze­se stellt sicher, dass die Pen­si­ons­an­sprü­che der Pries­ter voll aus­fi­nan­ziert sind. Dies führt dazu, dass die Rück­stel­lun­gen für Pen­sio­nen wie­der nach oben ange­passt wur­den, und zwar von 134 Mil­lio­nen auf 147 Mil­lio­nen. Auf Basis eines aktua­li­sier­ten ver­si­che­rungs­ma­the­ma­ti­schen Gut­ach­tens der Ver­si­che­rungs­kam­mer Bay­ern wur­de ein zweck­ge­bun­de­nes Ver­mö­gen von 147 Mil­lio­nen Euro gebil­det. Dem liegt ein wie­der­um abge­senk­ter Zins­satz für die Berech­nung zu Grun­de. Die nega­ti­ve Zins­ent­wick­lung belas­tet die Diö­ze­se, da die­se die wei­te­re Aus­fi­nan­zie­rung über­nom­men hat. Die Ver­sor­gung ist – anders als beim Staat – kapi­tal­ge­deckt. Der­zeit sind 248 Mit­glie­der in der Emeritenanstalt.

Domkapitel

Das Dom­ka­pi­tel zum Hei­li­gen Ste­phan in Pas­sau ist ein Kol­le­gi­um von acht Dom­ka­pi­tu­la­ren und zwei Digni­tä­ren, dem Dom­propst und dem Dom­de­kan. Das Dom­ka­pi­tel ver­fügt über ein Eigen­ka­pi­tal in Höhe von knapp 260.000 Euro.

Gewerblich tätige Einheiten

Im Bis­tum Pas­sau gibt es zwei gewerb­lich täti­ge Ein­hei­ten, die im Wett­be­werb ste­hen. Die Braue­rei Hack­lberg und das Katho­li­sche Wohn­bau­werk, die bei­de ihre Zah­len nach gesetz­li­chen Vor­ga­ben veröffentlichen.

Allgemeine Informationen zur Veröffentlichung gemäß HGB-Standard

Alle vier Rechts­trä­ger Diö­ze­se, Bischöf­li­cher Stuhl, Eme­ri­ten­an­stalt sowie Dom­ka­pi­tel sind Kör­per­schaf­ten des öffent­li­chen Rechts, deren Abschlüs­se gemäß den Rech­nungs­le­gungs­vor­schrif­ten des Han­dels­ge­setz­bu­ches (HGB) auf­ge­stellt wur­den. Die auf­ge­führ­ten Jah­res­ab­schlüs­se der ein­zel­nen Rechts­trä­ger sind von unab­hän­gi­gen Wirt­schafts­prü­fern geprüft und mit einem unein­ge­schränk­ten Prü­fungs­tes­tat versehen. 

Auch im Bereich der ein­zel­nen Kir­chen­stif­tun­gen arbei­tet die Diö­ze­se an einer umfas­sen­den Trans­pa­renz nach HGB-Stan­dard. Die­se wird suk­zes­si­ve in den nächs­ten Jah­ren erfolgen. 

Die Bilan­zen sowie Gewinn- und Ver­lust­rech­nun­gen von Diö­ze­se, Bischöf­li­chem Stuhl, Eme­ri­ten­an­stalt sowie Dom­ka­pi­tel sind hier einsehbar:

Finanzen und Bau

Dem Bistum Passau ist es wichtig, Dinge beim Namen zu nennen – das gilt insbesondere auch für die Finanzen, sowie alle Bau- und Renovierungsarbeiten. Die Gestaltung einer soliden, vernunftbetonten Fiskalpolitik ist unser Anspruch und unser Versprechen an alle Gläubigen in unserem Bistum.