Bistum

Krippen: Schnitzerei, Malkunst, Krippenbau

Stefanie Hintermayr am 02.12.2019

Krippe info-icon-20px Foto: Stefanie Hintermayr

Viele Gläubige stellen in der Advents- und Weihnachtszeit Zuhause Krippen auf. Vielerorts gibt es Krippenausstellungen. Schnitzerei, Malkunst und Krippenbau sind Facetten des jahrhundertealten Kulturguts.

Die Advents- und Weih­nachts­zeit ist auch die Zeit der Krip­pen. Vie­ler­orts gibt es Krip­pen­aus­stel­lun­gen zu sehen. Aktu­ell lau­fen bei­spiels­wei­se die Jubi­lä­ums-Krip­pen­aus­stel­lung in Alt­öt­ting oder die Aus­stel­lung im Klos­ter Alders­bach. Aber nicht nur im öffent­li­chen Leben ist das jahr­hun­der­te­al­te Kul­tur­gut prä­sent. Vie­le Gläu­bi­ge haben ihre eige­ne Krip­pe, und wol­len sich die Sze­ne der Geburt Jesu Chris­ti nach Hau­se holen. Vie­le sind lei­den­schaft­li­che Samm­ler. Eini­ge bau­en ihre eige­ne Krip­pe in mühe­vol­ler Eigen­ar­beit selbst. Das Figu­ren­schnit­zen und Bema­len zählt als gro­ße Kunst. Einer, der dem Kunst­hand­werk der Figu­ren­schnit­ze­rei seit mehr als 50 Jah­ren mit gro­ßer Lei­den­schaft, Geduld und Lie­be zum Detail nach­geht, ist Lud­wig Stöck­bau­er aus Hohen­au nahe Frey­ung im Baye­ri­schen Wald. Er ist Holz­bild­hau­er nach alter Tra­di­ti­on. Jedes Stück ist ein Uni­kat und wird aus einem gan­zen Stück Holz von Hand geschnitzt.

Mit dem Figu­ren­schnit­zen ist es aber nicht getan. Der nächs­te Arbeits­schritt ist das Bema­len der klei­nen Kunst­wer­ke, eine sehr fili­gra­ne und fei­ne Arbeit. Maler­künst­ler Rudi Ranz­in­ger aus Kum­reuth im Baye­ri­schen Wald geht die­ser schon seit vie­len Jah­ren nach und erweckt die hand­ge­schnitz­ten Figu­ren mit sei­ner Far­be zum Leben.

Und schließ­lich braucht es noch ein Zuhau­se” für die Krip­pen­fi­gu­ren: die Krip­pe. Einer, der die­sem Hand­werk des Krip­pen­baus schon seit Jahr­zehn­ten nach­geht, ist Her­bert Peter­lik aus Höhen­brunn im Baye­ri­schen Wald. Als Kind hat er Vie­les von sei­nem Groß­va­ter über das Arbei­ten mit Holz und Natur­ma­te­ria­li­en gelernt. Es ist ein auf­wän­di­ges Hand­werk, das viel Zeit und Geduld in Anspruch nimmt. Es kann durch­aus eini­ge Wochen dau­ern, bis eine Krip­pe fer­tig ist. Dafür aber stimmt jedes Detail.

Vor der Weih­nachts­krip­pe ent­de­cken wir, wie wich­tig es für unser so oft hek­ti­sches Leben ist, Momen­te der Stil­le und des Gebets zu fin­den. Stil­le, um die Schön­heit des Gesichts von Jesus, dem Kind, dem Sohn Got­tes, zu betrach­ten, der in der Armut eines Stalls gebo­ren wur­de. Gebet, um das Dan­ke­schön´ aus­zu­drü­cken, das über die­ses gro­ße Geschenk der Lie­be, das uns gege­ben wird, erstaunt ist.”