Foto: Susanne Simperl / pbp
Im Rahmen der Reise von Bischof Stefan Oster SDB ins ostafrikanische Bistum Karonga kam es am Donnerstag erneut zu mehreren Begegnungen mit engagierten Gläubigen und sozialen Einrichtungen der jungen Diözese. Gemeinsam mit einer kleinen Delegation des Bistums Passau ist der Passauer Bischof seit vergangenem Wochenende in Malawi unterwegs, um pastorale und soziale Projekte kennenzulernen und die internationale Verbundenheit der Kirche zu stärken.
Am Vormittag traf die Delegation mit dem Laity Council der Diözese Karonga zusammen. Das Gremium vertritt die Anliegen der Laien und übernimmt zahlreiche Aufgaben zur Unterstützung des kirchlichen Lebens. Im Gespräch berichteten die Mitglieder von ihrem Engagement für die Versorgung der Priester und die Unterstützung von Seminaristen. Außerdem helfen sie dabei, die Mobilität der Seelsorger sicherzustellen, etwa durch die Anschaffung von Motorrädern oder Fahrzeugen. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Ausbildung von Katechisten, die in den oft weitläufigen Gemeinden eine wichtige Rolle bei der Glaubensweitergabe übernehmen.
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Anschließend war der Bischof eingeladen, einen Vortrag über die Theologie Papst Benedikts XVI. zu halten, an dem per Livestream Zuhörer vom gesamten afrikanischen Kontinent teilnahmen.
Einen besonders eindrucksvollen Einblick erhielt die Delegation anschließend bei einem Besuch der St. Mary’s School for the Blind. Die Einrichtung mit angeschlossenem Internat betreut blinde Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 17 Jahren. Dort lernen die Schülerinnen und Schüler unter anderem die Brailleschrift und erhalten auch Schulunterricht.
Der Besuch machte zugleich auf die schwierigen Lebensbedingungen vieler Kinder aufmerksam. Die Schule steht vor großen Herausforderungen, insbesondere bei der Versorgung der Schülerinnen und Schüler. Wie die Verantwortlichen berichteten, fehlt es oft an ausreichend Nahrungsmitteln. In vielen Fällen springt die örtliche Pfarrei ein und versucht gemeinsam mit dem Priester, die Versorgung der Kinder sicherzustellen.
Den Abschluss des Tages bildete die Begegnung mit den Kolping-Mitgliedern der Pfarrei St. Thomas More. Im Mittelpunkt standen der Austausch über die Arbeit der Kolpingsfamilien in Deutschland und Malawi sowie die Feier der Heiligen Messe. Die Begegnung unterstrich einmal mehr die weltweite Verbundenheit der Kirche und die Bedeutung internationaler Partnerschaften.
Redaktion: Susanne Simperl, Armin Berger







