Bischof

Mariä Lichtmess in Passau

Stefanie Hintermayr am 02.02.2024

432 A4050 2 Foto: Stefanie Hintermayr/pbp

40 Tage nach Weihnachten hat Bischof Stefan Oster SDB mit den Gläubigen im Passauer Stephansdom das „Fest der Darstellung des Herrn“, auch bekannt als „Mariä Lichtmess“ gefeiert, das auch heuer wieder mit der Spende des Blasiussegens abschloss. Zuvor haben Ordensleute mit Ordensreferent Franz Haringer in der Votivkirche eine Vesper zu ihrem Ehrentag, dem „Tag des geweihten Lebens“ gefeiert.

Mit Mariä Licht­mess“, dem Fest der Dar­stel­lung des Herrn“ hat Bischof Ste­fan Oster mit den Gläu­bi­gen im Pas­sau­er Ste­phans­dom die Weih­nachts­zeit genau 40 Tage nach Hei­lig­abend beschlos­sen. Wie es heu­te noch vie­ler­orts Brauch ist, hat auch er die Ker­zen der Gläu­bi­gen zu Beginn des Got­tes­diens­tes am Dom­por­tal geseg­net. Dabei beton­te er, wie eng Mariä Licht­mess mit dem Weih­nachts­fest ver­wo­ben sei. Jesus Chris­tus sei das Licht, das die Hei­den erleuch­tet“. Nach der Ker­zen­seg­nung zog die Gemein­schaft der Gläu­bi­gen gemein­sam mit dem Bischof und den Kon­ze­le­bran­ten in einer Lich­ter­pro­zes­si­on in den Dom ein.

Über den Teufel und das Licht, das die Heiden erleuchtet – Predigt

In sei­ner Pre­digt ging der Bischof auf das The­ma Herr­lich­keit und Hei­lig­keit“ ein. Jesus ist der, der hei­ligt und er will uns hei­li­gen“, so Bischof Ste­fan. Der Mensch habe aller­dings, so sei es auch im Evan­ge­li­um zu lesen, die­se Hei­lig­keit ver­lo­ren. Gott wol­le dem Men­schen immer wie­der die­se Hei­lig­keit schen­ken. Jesus sei gekom­men, um durch sei­nen Tod den zu ent­mach­ten, der die Gewalt hat über den Tod, näm­lich den Teu­fel, und um die zu befrei­en, die durch die Furcht vor dem Tod ein Leben lang der Knecht­schaft ver­fal­len waren.“ Wenn wir Men­schen inner­lich nicht mit Licht und Leben ver­bun­den sei­en, kom­me die­se Bedro­hung wie eine Kata­stro­phe, die zum Sturz in die Dun­kel­heit füh­re. Daher nei­ge der Mensch dazu, sich an Din­gen in der Welt fest­zu­hal­ten, die schein­bar Halt geben im Leben wie bei­spiels­wei­se Lust­erfah­rung und Reich­tum, Klas­si­ker der Selbst­be­stä­ti­gung“. Die sind ganz schlecht, wenn sie zu mei­nem Gott wer­den.“ Genau dadurch wür­den wir uns, so der Bischof wei­ter, in die Knecht­schaft und Skla­ve­rei bege­ben. Der Satan, der Teu­fel tut alles, um genau das zu beför­dern. War­um? Weil, wenn das Licht kommt, hat er aus­ge­spielt.“ Schon Sime­on, wie es im zuvor ver­le­se­nen Lukas­evan­ge­li­um heißt, der Jesus im Tem­pel in sei­nen Hän­den gehal­ten habe, habe – mit Blick auf das Jesus­kind – auf die Fra­ge, wer denn der Erlö­ser sei, geant­wor­tet: Der, der das Licht der Welt ist und ein Leben bringt, das nicht mehr tot­zu­krie­gen ist, (…) ein Licht, das die Hei­den erleuch­tet.“ Jesus sei das Licht, das jede Macht des Bösen ent­mach­te und besie­ge, beton­te der Bischof. Er wür­de uns Men­schen von Maria als die Mut­ter der Kir­che regel­recht ans Herz gelegt, damit auch wir von innen anfan­gen kön­nen zu leuch­ten,“ so der Bischof, und ver­bun­den sind mit dem Licht des Lebens, und erfah­ren dür­fen: Ich bin von Gott geweiht!“ Wenn wir ler­nen wür­den, bei Jesus zu blei­ben und immer wie­der zu ihm zurück­keh­ren wür­den, wür­den wir immer gewin­nen. War­um? Weil er der Sie­ger, das Licht, das die Hei­den erleuch­tet und Herr­lich­keit für dein Volk Isra­el. Amen.“

Die Predigt als Podcast zum Nachhören

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Nach dem Schluss­se­gen hat­ten die Gläu­bi­gen noch die Mög­lich­keit, vom Bischof oder einem der Pries­ter den Bla­si­us­segen zu emp­fan­gen, der vor Hals­krank­hei­ten und ande­ren Erkran­kun­gen schüt­zen soll. Auch das hat Tra­di­ti­on, da jedes Jahr am Tag nach Mariä Licht­mess, am 3. Febru­ar, der Gedenk­tag des hei­li­gen Bischofs Bla­si­us gefei­ert wird. Der Pries­ter hält dazu in einer Hand zwei bren­nen­de Ker­zen über­kreuz und seg­net damit die Menschen.

Musi­ka­lisch gestal­tet wur­de der Got­tes­dienst von Dom­or­ga­nist Lud­wig Ruck­de­schel sowie dem Dom­chor und den Dom­blä­sern unter der Lei­tung von Dom­ka­pell­meis­ter Andre­as Unterguggenberger.

„Tag des geweihten Lebens“

Seit 1997 ist der 2. Febru­ar auch der Tag des geweih­ten Lebens, der Ehren­tag für Ordens­leu­te und Geist­li­che, die in einer Gemein­schaft leben, aus­ge­ru­fen vom dama­li­gen Papst Johan­nes Paul II. als Wert­schät­zung von Orden und ande­ren Gemein­schaf­ten geist­li­chen Lebens. Etli­che Ordens­schwes­tern und –brü­der aus dem Bis­tum Pas­sau haben die­sen Ehren­tag gemein­sam mit Ordens­re­fe­rent Franz Harin­ger im Rah­men einer nach­mit­täg­li­chen Ves­per in der Votiv­kir­che Pas­sau gefei­ert. Auch wir sind vom Hei­li­gen Geist geführt zusam­men­ge­kom­men“, so wie Got­tes Volk damals am Tag der Dar­stel­lung Jesu durch Maria im Tem­pel, begrüß­te Harin­ger ein­gangs die Mit­fei­ern­den, bevor er der Tra­di­ti­on getreu die Ker­zen seg­ne­te. In sei­ner Pre­digt ging er auf das The­ma wah­re Freu­de“ ein und wie Ordens­le­ben und Freu­de zusam­men­hän­gen. Er stell­te die Fra­ge, ob es im Ordens­le­ben ein gelös­tes Lachen oder Hei­ter­keit geben darf?“ und beton­te sogleich: Das geweih­te Leben will aus­drü­cken: Wir haben uns ganz und gar der Wirk­lich­keit ver­schrie­ben.“ Jesus sei die Wirk­lich­keit in Per­son. Wer sich ihm weiht, legt ein star­kes Zeug­nis ab“, so Harin­ger, ein Zeug­nis für die Lie­be Got­tes zu den Men­schen. Wer sich Got­tes Plan hin­ge­be, wür­de immer mehr zu wah­rer Frei­heit und wah­rer Freu­de fin­den. Schließ­lich, beton­te Harin­ger: Die ent­schei­den­de Freu­de kann ich mir nicht selbst schen­ken.“ Sie kom­me allein durch Jesus, von Gott. Die Ordens­leu­te wis­sen das und rich­ten ihr Leben danach aus“, beton­te der Ordens­re­fe­rent, ein Leben, das von den drei Prin­zi­pi­en Armut, Gehor­sam und Ehe­lo­sig­keit geprägt sei. Und so dür­fen wir uns von Her­zen mit­freu­en, wo auch immer in die­ser Welt wah­re Freu­de anzu­tref­fen ist“, mein­te Harin­ger und schloss mit der Bot­schaft: Wah­re, tie­fe Freu­de kom­me von Gott allein und Chris­tus als das Licht der Welt wei­se uns den Weg!

"Mariä Lichtmess", "Tag des geweihten Lebens" und Blasiussegen

Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen, ein Video mit Dom­de­kan Hans Bau­ern­feind und Ordens­schwes­ter Mari­ka Wip­pen­beck sowie einem Inter­view mit Braucht­ums­exper­tin Doro­thea Stein­ba­cher und mehr zu Mariä Licht­mess”, dem Tag des geweih­ten Lebens” und dem Bla­si­us­segen fin­den Sie auf fol­gen­der Seite:

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29.01.2024

Mariä Lichtmess, Tag des geweihten Lebens und Blasiussegen

Herzliche Einladung zum Gottesdienst mit Bischof Stefan Oster SDB im Dom in Passau.

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