Bischof

Neuer Leiter im Papstgeburtshaus

Thomas König am 03.05.2019

190502_Bildquelle-Hofmeister

Dr. Franz Haringer löst nach 13 Jahren Ludwig Raischl als Theologischer Leiter im Geburtshaus von Papst Benedikt ab. Bischof Dr. Stefan Oster SDB würdigte das Engagement des Vorgängers und begrüßte beim Ortstermin den neuen Leiter in seinem Amt.

Das Geburts­haus von Papst Bene­dikt XVI. in Marktl am Inn hat einen neu­en Theo­lo­gi­schen Lei­ter. Am Don­ners­tag begrüß­te Bischof Dr. Ste­fan Oster SDB Dr. Franz Harin­ger, Pfar­rer im Pfarr­ver­band Sim­bach am Inn, im neu­en Amt. Das Haus als einen wür­di­gen Ort der Erin­ne­rung an Werk und Wir­ken Bene­dikts XVI. zu bewah­ren und dar­in die Schön­heit des Glau­bens spür­bar zu machen, sei mit hoher Ver­ant­wor­tung ver­bun­den, sag­te er. Gleich­zei­tig wür­dig­te er den lang­jäh­ri­gen Lei­ter des Hau­ses, Pas­to­ral­re­fe­rent Lud­wig Raischl, der mehr als 13 Jah­re die Ein­rich­tung und Begeg­nungs­stät­te mit viel Sach­ver­stand und Lei­den­schaft auf­ge­baut, ent­wi­ckelt und mit Leben gefüllt hat. Dabei war Lud­wig Raischl immer krea­tiv und offen für neue Ide­en, um das Haus attrak­tiv und ein­la­dend zu gestal­ten. (im Bild oben v.l.: Dr. Franz Harin­ger, Bischof Ste­fan Oster SDB, Lud­wig Raischl)

Seit sei­ner voll­stän­di­gen Eröff­nung im April 2007 haben das Haus rund 189.000 Men­schen besucht. Extra aus­ge­bil­de­te, ehren­amt­li­che Frem­den­füh­rer beglei­te­ten sie dabei. Zahl­rei­che Künst­ler zeig­ten ihre Wer­ke in den Gän­gen und Zim­mern des Gebäu­des, in dem der Lebens­lauf Joseph Ratz­in­gers leben­dig nach­emp­fun­den wer­den kann. In Work­shops setz­ten sich auch jugend­li­che Besu­cher spie­le­risch und künst­le­risch mit der Theo­lo­gie des inzwi­schen eme­ri­tier­ten Paps­tes aus­ein­an­der. Regel­mä­ßi­ge Gebets- und Medi­ta­ti­ons­aben­de luden zu gemein­schaft­li­chen Glau­bens­er­leb­nis­sen ein. Im 14. Jahr gebe ich nun den Auf­trag Bene­dikts für Marktl, eine wür­di­ge Begeg­nung mit Fra­gen unse­res Glau­bens zu ermög­li­chen‘, zurück und hof­fe, ein bestell­tes Feld zu über­ge­ben, auf dem die Glau­bens­saat wei­ter wach­sen und gedei­hen kann“, sag­te Raischl und bedank­te sich für das ihm ent­ge­gen­ge­brach­te Ver­trau­en. In der kom­men­den Zeit, wird er Pfar­rer Franz Harin­ger einarbeiten.

Es ist für mich eine gro­ße Freu­de und Ehre, die­ses Amt antre­ten zu dür­fen und in die gro­ßen Fuß­stap­fen von Lud­wig Raischl tre­ten zu kön­nen“, sag­te Harin­ger. Er habe schon im Stu­di­um die Theo­lo­gie Ratz­in­gers für sich ent­deckt. An Bene­dikt XVI. fas­zi­niert mich, dass er die Din­ge mit der gan­zen Gelehrt­heit eines Pro­fes­sors anpackt, gleich­zei­tig sei­nen Kin­der­glau­ben aber nicht ver­lo­ren hat.“ Die Vor­aus­set­zun­gen hät­ten sich mit den Jah­ren geän­dert, der Abstand zum akti­ven Wir­ken Bene­dikts wer­de grö­ßer, sag­te Harin­ger: Daher kommt es jetzt dar­auf an, was das Blei­ben­de, was das Erbe ist. Das ist mir wichtig.“

Der gebür­ti­ge Alt­öt­tin­ger hat in Pas­sau, Frei­burg und Rom Theo­lo­gie stu­diert. Nach sei­ner Pries­ter­wei­he betä­tig­te er sich in der Pries­ter­aus­bil­dung, war Regens des Pries­ter­se­mi­nars St. Ste­phan und wur­de schließ­lich Pfar­rer in Sim­bach am Inn. Seit 2016 ist er außer­dem Lehr­be­auf­trag­ter an der Uni­ver­si­tät Passau.

Text und Pho­tos: Anna Hofmeister