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Passauer Betroffenenbeirat nimmt Stellung

Pressemeldung am 26.01.2022

Conference pixabay bearb Bild: geralt on pixabay / Kommunikationsdesign Wolfgang Bayer

Der Passauer Betroffenenbeirat hat zur Veröffentlichung des Münchener Gutachtens der Anwaltskanzlei Westpfahl, Spilker und Wastl (WSW) und den darin geschilderten Vorkommnissen im Umgang mit Missbrauchstätern in den Diözesen München- Freising und Essen Stellung genommen. Der Passauer Betroffenenbeirat ist völlig unabhängig, das Schreiben wurde über die Pressestelle des Bistums Passau an die Redaktionen verschickt.

Hier der Inhalt der Pressemitteilung:

Stel­lung­nah­me des Pas­sau­er Betrof­fe­nen­bei­ra­tes gegen sexua­li­sier­te Gewalt in der katho­li­schen Kirche

In der öffent­lich ange­heiz­ten Situa­ti­on nach der Ver­öf­fent­li­chung kom­men nach Ansicht des Pas­sau­er Bei­ra­tes wie­der die Betrof­fe­nen von sexua­li­sier­ter Gewalt in der katho­li­schen Kir­che zu kurz. Kaum wird die Beschrei­bung der Vor­gän­ge im Bis­tum Mün­chen und Frei­sing und Essen öffent­lich, spricht ganz Deutsch­land über das Ver­sa­gen der katho­li­schen Kir­che, über Ver­tu­schung, feh­ler­haf­ter und ver­schwun­de­ne Per­so­nal­ak­ten und über Rück­tritt von pro­mi­nen­ten Bischö­fen und Kar­di­nä­len.

Aber kaum jemand nimmt das gren­zen­lo­se Leid der von Miss­brauch Betrof­fe­nen, die schon als Kin­der zu Opfer wur­den und unter mas­si­ven lebens­lan­gen Fol­gen lei­den, zur Kennt­nis, wenn ja, dann nur als Rand­no­tiz.
Wir set­zen als völ­lig unab­hän­gi­ger Betrof­fe­nen­bei­rat unse­ren Fokus auf die Beglei­tung und Unter­stüt­zung von Betrof­fe­nen auf dem Weg zur Aner­ken­nung des Leids und zur Bewäl­ti­gung des erschwer­ten Lebens­we­ges. Die sys­te­ma­ti­sche Auf­ar­bei­tung der Vor­gän­ge im Bis­tum Pas­sau obliegt der Auf­ar­bei­tungs­kom­mis­si­on, die von Ver­tre­tern des Betrof­fe­nen­bei­ra­tes aktiv unter­stützt wird. 

Im Bis­tum Pas­sau gibt es zwi­schen allen Betei­lig­ten eine enge und gute Zusam­men­ar­beit und das gemein­sa­me Bemü­hen den Betrof­fe­nen zu hel­fen und zumin­dest einen Teil des erlit­te­nen Leids aufzufangen.

Wir bit­ten alle Betrof­fe­nen, die in der katho­li­schen Kir­che im Bis­tum Pas­sau sexua­li­sier­ter Gewalt erfah­ren muss­ten, unab­hän­gig davon ob sie ein Ver­fah­ren im Bis­tum ein­lei­ten möch­ten oder nicht, sich bei uns zu mel­den und mit uns Kon­takt auf­zu­neh­men.

Daten­schutz und Anony­mi­tät ist von unse­rer Sei­te zugesichert.

Pas­sau, den 25.01.2022

Rolf Fah­nen­bruck
Spre­cher Betrof­fe­nen­bei­rat Bis­tum Pas­sau
Email: Betroffenenbeirat@​bistum-​passau.​de

Hin­ter­grund:
Im Okto­ber 2021 konn­te ein wei­te­rer wesent­li­cher Schritt in Rich­tung Auf­ar­bei­tung“ im Bis­tum Pas­sau unter­nom­men wer­den: Die Grün­dung eines unab­hän­gi­gen Betrof­fe­nen­bei­rats. Hier erfah­ren Sie mehr:

Betroffenenbeirat

Im Frühjahr 2021 wurde eine unabhängige Aufarbeitungskommission für sexuellen Missbrauch im Bistum Passau eingerichtet. Im Oktober 2021 konnte ein weiterer wesentlicher Schritt in Richtung „Aufarbeitung“ unternommen werden: Die Gründung eines unabhängigen Betroffenenbeirats.