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Bischof

Bruder Konrad, groß im Kleinen

Susanne Schmidt am 26.04.2022

BR9 A8898 Foto: Susanne Schmidt

Am Dienstagmorgen zelebrierte Bischof Stefan Oster SDB zu Ehren des heiligen Bruder Konrad einen Gottesdienst im Passauer St. Stephansdom. Konrad von Parzham wird neben dem heiligen Valentin und dem heiligen Maximilian als Bistumspatron verehrt.

Im April jeden Jah­res fei­ert das Bis­tum Pas­sau sei­nen drit­ten Bis­tums­pa­tron, Bru­der Kon­rad von Par­zham. Auch heu­er fand ein Pon­ti­fi­kal­amt zu Ehren des Hei­li­gen statt. Gemein­sam mit den Gläu­bi­gen des Bis­tums und dem Dom­ka­pi­tel gedach­te Bischof Ste­fan des Hei­li­gen am Diens­tag­mor­gen im Hohen Dom zu Pas­sau. Oster wür­dig­te das Leben und Wir­ken von Bru­der Kon­rad zu Beginn mit dem Text des Ein­gangs­lie­des: Bru­der Kon­rad, groß im Klei­nen – im klei­nen Dienst, in der Treue im Klei­nen – töricht vor dem Blick der Welt, lass auch uns mehr sein als schei­nen, leben, wie es Gott gefällt“ Hier zei­ge sich in sehr dich­ter und schö­ner Wei­se, wie Bru­der Kon­rad war, so der Bischof. 

Bru­der Kon­rad war in der stän­di­gen inne­ren Nähe des Herrn und im Her­zen der Kir­che, der Gegen­wart der Mut­ter Got­tes und der Gemein­schaft der Hei­li­gen. Es war der inne­re Auf­ent­halts­ort, von dem aus er gehan­delt, gedient, gespro­chen und geliebt hat.”

Bischof Stefan

Das äuße­re und inne­re Leben von Bru­der Kon­rad – zu die­sen Punk­ten lud Bischof Ste­fan Oster zum Nach­den­ken ein. Die äuße­ren Daten sei­en schnell zusam­men­ge­fasst, da sein Leben nach außen betrach­tet sehr ein­fach wir­ke. Doch sein inne­res Leben, so stell­te der Bischof fest, sei sehr reich und spek­ta­ku­lär gewe­sen. Daher stell­te er die Fra­ge: Was hat Bru­der Kon­rad eigent­lich von innen her aus­ge­macht? Und wo hat Bru­der Kon­rad inner­lich stän­dig gelebt? Ich bin sicher, er war in der stän­di­gen inne­ren Nähe des Herrn und im Her­zen der Kir­che, der Gegen­wart der Mut­ter Got­tes und der Gemein­schaft der Hei­li­gen“, so Oster, es war der inne­re Auf­ent­halts­ort, von dem aus er gehan­delt, gedient, gespro­chen und geliebt hat.“ Er sei inner­lich beim Herrn geblie­ben. Hät­te man im Gespräch Bru­der Kon­rad die Fra­ge gestellt, wer oder was Jesus für ihn ist, dann hät­te man eine tie­fe Erfah­rung gemacht, da er aus der inne­ren Ver­bun­den­heit leb­te, sodass man in einem tie­fen Sinn sagen kann: Er kennt Ihn.“ Der Bischof stell­te fest, dass auch, wenn das äuße­re Leben von Bru­der Kon­rad vol­ler Las­ten und Mühen gewe­sen sei, sein inne­res Leben und sei­ne Nähe zu Jesus es wohl zu einer Selbst­ver­ständ­lich­keit gemacht habe. Denn: Wem soll­te er sonst die­nen, außer sei­nem Herrn und sei­nem Herrn in den ande­ren Men­schen, die ihm begeg­ne­ten“, so Oster. Und er schloss mit der Bit­te: Bru­der Kon­rad, bit­te für uns.“

BR9 A8883 Foto: Susanne Schmidt

Der Heilige Bruder Konrad - Leben und Wirken

Bru­der Kon­rad wur­de am 22. Dezem­ber 1818 unter dem Namen Johann Evan­ge­list Birn­dor­fer als elf­tes Kind einer Bau­ern­fa­mi­lie in Par­zham im Rot­tal gebo­ren. In sei­ner Jugend wirk­te er am elter­li­chen Hof mit, nutz­te jedoch jede Gele­gen­heit, um sich dem Gebet und dem Besuch vie­ler Kir­chen zu wid­men. So ent­stand schon bald der Wunsch, Kapu­zi­ner zu wer­den, sodass er mit 31 Jah­ren auf sein Erbe ver­zich­te­te und in den Kapu­zi­ner­or­den ein­trat. Dort war er 43 Jah­re als Pfört­ner im Klos­ter St. Anna in Alt­öt­ting tätig. Er wirk­te im Stil­len, im uner­müd­li­chen Gebet, aber auch im ste­ten Dienst an den Armen, Wall­fah­rern und Nicht-Sess­haf­ten. Am Ende sei­nes Lebens war er durch Alter und Krank­heit schwer gezeich­net. Nach einer kur­zen Zeit auf dem Kran­ken­la­ger ver­starb Bru­der Kon­rad am 21. April 1894 in Alt­öt­ting. 36 Jah­re spä­ter wur­de er selig­ge­spro­chen. Im Jahr 1934 erfolg­te die Hei­lig­spre­chung in Rom. Der hei­li­ge Kon­rad von Par­zham ist seit 1984 neben St. Valen­tin und St. Maxi­mi­li­an ein wei­te­rer Diö­ze­san­pa­tron Passaus.

Bru­der Kon­rad, groß im Klei­nen, töricht vor dem Blick der Welt, lass auch uns mehr sein als schei­nen, leben, wie es Gott gefällt.”

Aus dem Gotteslob

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