Das glauben wir

Die Liebe siegt!

Redaktion am 08.04.2022

Info Icon Foto: Wolfgang Bayer/pbp

Jesus kommt nicht in einem kriegerischen Streitwagen - Er kommt auf einer Eselin geritten und zieht so in Jerusalem ein. Und er will nicht mit Macht und Gewalt erobern, sondern friedlich in unsere Herzen einziehen. Die Liebe ist seine Waffe und siegt letztendlich, sogar über den Tod. Gedanken dazu von Dompropst Dr. Michael Bär in seiner Predigt zum Palmsonntag am 10. April 2022.

Das krie­ge­ri­sche Macht­sym­bol der Anti­ke war der Streit­wa­gen. Zwei oder gar vier Pfer­de zogen einen leich­ten, ein­ach­si­gen Wagen mit einem Len­ker und einem Krie­ger. Die­se Pan­zer des Alter­tums“ dien­ten den Herr­schern auch als Sta­tus­sym­bol bei Para­den durch die Städ­te. Ihre unein­ge­schränk­te Macht soll­te dadurch zum Aus­druck kommen.

Bringt mir eine Ese­lin“, for­dert hin­ge­gen Jesus sei­ne Jün­ger auf. Sie soll ihm als Reit­tier die­nen beim Ein­zug in die Stadt Jeru­sa­lem. Was für ein Gegen­ent­wurf zur Macht­ent­fal­tung der Herr­scher damals in der Anti­ke und heu­te in den Haupt­städ­ten der Erde.

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Hier kommt einer, dem es nicht um krie­ge­ri­sche Macht­ent­fal­tung geht. Sein Sym­bol ist aus der fried­li­chen Welt des All­tags genom­men. Ein Esel, der die Las­ten der Men­schen trägt. Wer auf die­se Wei­se eine Stadt erobert, vor dem braucht nie­mand sich zu fürch­ten. Des­halb jubeln die Men­schen und win­ken ihm zu. Vor den Streit­ros­sen wären sie ängst­lich und ehr­fürch­tig zurück­ge­schreckt, die Ese­lin ken­nen sie, hier kön­nen sie furcht­los auf Tuch­füh­lung gehen mit ihrem König. Die­ses Bild soll die Men­schen anlo­cken, eine Wer­bung für Chris­tus den König, einen sanft­mü­ti­gen, einen demü­ti­gen, einen fried­fer­ti­gen Herrscher.

Mir fällt eine Krit­ze­lei aus dem anti­ken Rom ein, das den Gekreu­zig­ten in Gestalt eines Esels abbil­det. Der Spott der Ungläu­bi­gen zeigt sich in die­ser Zeich­nung. Was muss das für ein Esel sein, der sich als Gott für die Men­schen kreu­zi­gen lässt. Doch das Hohn­bild birgt Wahr­heit. Wie ein Esel hat er die Last unse­rer Sün­den auf sich genom­men und bis zum bit­te­ren Ende getra­gen. Nicht stör­risch, son­dern bereit­wil­lig, ein Die­ner. Alle Gewalt, alle krie­ge­ri­sche Macht soll­te mit die­ser Tat ein Ende fin­den. Doch soweit sind wir lei­der noch nicht, selbst nach 2000 Jah­ren. Der unse­li­ge Krieg tobt in der Ukrai­ne. Und auch wir kom­men nicht umhin, dort­hin schwe­re Waf­fen zu liefern. 

An Palm­sonn­tag neh­men wir einen neu­er­li­chen Anlauf zum Frie­den. Unser König kommt auf einer Ese­lin gerit­ten. Wer ihm zuju­belt, der ver­steht die Bot­schaft. Nicht mit Macht will er uns erobern, son­dern fried­lich in unse­re Her­zen ein­zie­hen. Die Lie­be ist sei­ne Waffe. 

Übri­gens. Papst Fran­zis­kus steigt bei Staats­be­su­chen ger­ne in einen klei­nen Fiat anstel­le einer gro­ßen Limou­si­ne. Ich habe den Ein­druck, er hat Jesus verstanden.

Dr. Micha­el Bär
Dom­propst

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