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Das glauben wir

Das ungeteilte Herz!

Redaktion am 29.10.2021

211031 Predigt Riel Title TV Foto: Hintermayr / pbp

"Wem das Herz voll ist, dem geht der Mund über." Diese Redensart, die wie so viele ursprünglich aus der Bibel stammt, ist fast jedem geläufig und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Verliebte ständig von ihrem geliebten Schatz erzählen wollen. Mehr dazu von der Referentin für Neuevangelisierung, Daniela Riel in ihrer Predigt zum 31. Sonntag im kirchlichen Jahreskreis am 31. Oktober 2021.

Ver­lieb­te kön­nen gar nicht anders: Unent­wegt flie­gen ihre Gedan­ken zum Gelieb­ten. Sie tun nichts lie­ber als Zeit mit dem Gelieb­ten zu ver­brin­gen oder in Gegen­wart ande­rer über den Gelieb­ten zu schwär­men. Ihr Den­ken, ihr Spre­chen, ihr Tun, ja ihr Herz gehört ein­fach ganz dem Geliebten.

Das Wört­chen ganz“ spielt auch im heu­ti­gen Evan­ge­li­um eine Schlüs­sel­rol­le. In nur sie­ben Ver­sen kommt es ins­ge­samt sie­ben­mal vor. Jesus wird nach dem ers­ten Gebot von allen gefragt und er ant­wor­tet: Du sollst den Herrn dei­nen Gott lie­ben mit gan­zem Her­zen und gan­zer See­le, mit dei­nem gan­zen Den­ken und mit dei­ner gan­zen Kraft.“ Und: Du sollst dei­nen Nächs­ten lie­ben wie dich selbst. Kein ande­res Gebot ist grö­ßer als die­se beiden.“

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Die Text­stel­le macht deut­lich: Kom­pro­mis­se sind nicht erwünscht. Gott ist der ein­zi­ge Herr, er allein ist Herr, heißt es, der uns ganz will und dar­in liegt zusam­men mit der Nächs­ten­lie­be das größ­te Gebot. Letzt­lich wünscht sich Gott also unser unge­teil­tes Herz, so wie Ver­lieb­te ein­an­der ganz das Herz schen­ken. Und wer Gott ganz zuge­tan ist, der wird auch zuneh­mend lie­ben kön­nen, wen Gott liebt: sich selbst und den Nächsten.

Viel­leicht denkt der ein oder ande­re nun: wel­che Über­for­de­rung, wie soll das gehen? Nur all­zu gern blei­ben wir erst ein­mal unver­bind­lich. Wie oft geben wir eine vor­läu­fi­ge Zusa­ge, wenn wir um etwas gebe­ten wer­den oder wir holen uns ein unver­bind­li­ches Ange­bot ein, um kei­ne Kon­se­quen­zen befürch­ten zu müs­sen. Wir haben Hem­mun­gen, uns fest­na­geln zu las­sen, weil wir spü­ren, es kos­tet uns etwas, und zwar nicht nur einen mate­ri­el­len Preis, son­dern letzt­lich kos­tet es uns selbst: unse­re Treue, unse­re Ver­läss­lich­keit, unse­ren Einsatz.

Bei Gott brau­chen wir kei­ne Angst zu haben, uns fest­na­geln zu las­sen – war­um? Weil er sich in Jesus Chris­tus bereits ein für alle Mal für uns fest­na­geln ließ, und zwar am Kreuz. Gott gibt alles – unwi­der­ruf­lich –, weil er uns gren­zen­los liebt. Das zeigt er uns Woche für Woche, wenn wir Eucha­ris­tie fei­ern und immer wie­der aufs Neue hören dür­fen: Das ist mein Leib, der für euch hin­ge­ge­ben wird. Gott sehnt sich danach, dass wir sei­ne Hin­ga­be ver­trau­ens­voll erwidern.

Schen­ken daher auch wir uns ganz Gott. Wir haben nichts zu befürch­ten. Und schen­ken wir uns auch unse­ren Mit­men­schen, indem wir ver­su­chen, sie zu lie­ben wie uns selbst.
Gott weiß, dass wir dazu fähig sind, uns ganz zu geben – mehr noch: dass wir erst dann, wenn unser Herz Gott unge­teilt gehört, zu unse­rer wah­ren Grö­ße fin­den und wirk­li­ches Glück in unse­ren Bezie­hun­gen erfah­ren. Ich möch­te Sie ermu­ti­gen: Pro­bie­ren Sie’s aus!

Dr. Danie­la Riel
Refe­ren­tin für Neuevangelisierung