Weltkirche

Kirche in Not taucht Dom in Blutrot

Stefanie Schreder am 27.11.2023

Info Icon Foto: Schreder/pbp

Der Red Wed­nes­day“ („roter Mitt­woch“) fin­det welt­weit rund um den Buß- und Bet­tag am ver­gan­ge­nen Mitt­woch statt. Kir­chen und öffent­li­che Gebäu­de wer­den dabei von innen und teils auch außen rot ange­strahlt. Deutsch­land­weit nah­men rund 130 Pfar­rei­en teil. Dom­propst Dr. Micha­el Bär, der den Pas­sau­er Abend der Zeu­gen“ mit den Gläu­bi­gen fei­er­te, sprach von Blut­rot“, das an die Opfer, die Mär­ty­re­rin­nen und Mär­ty­rer, die welt­weit unter Chris­ten­ver­fol­gung lei­den, erin­nert. Heu­te hät­te man den Mut, neben dem berech­tig­ten Blick auf die Lage von Juden und Mus­li­men, auch ein­mal auf die Chris­ten zu schauen.

Die pas­to­ra­le Hil­fe ste­he im Zen­trum des Enga­ge­ments der päpst­li­chen Stif­tung, wie André Stie­fen­ho­fer, Spre­cher von Kir­che in Not, ein­gangs erklär­te. Das Rot sei ein äuße­res Zei­chen, aber auch ein inne­res für den Raum für Gebet, der durch die Akti­on entstehe.

Wir sind weit aus­ein­an­der, aber eng ver­bun­den im Gebet.”

Erzbischof Sebastian Shaw

Bedrü­ckend, aber auch vol­ler Zuver­sicht war das Zeug­nis, das Erz­bi­schof Sebas­ti­an Shaw im Dom, über­setzt von einem Mit­ar­bei­ter der Orga­ni­sa­ti­on, ableg­te. Er berich­te­te von der jün­ge­ren Geschich­te Paki­stans, das sich vom Ide­al der Reli­gi­ons­frei­heit hin zu einem Staat ent­wi­ckel­te, in dem neben der Scha­ria auch rigi­de Blas­phe­mie-Geset­ze gel­ten. Anti­mus­li­mi­sche Pro­tes­te im Wes­ten wür­den regel­mä­ßig zu Rache­re­ak­tio­nen an den zwei Pro­zent der Bevöl­ke­rung des Lan­des füh­ren, die christ­li­chen Glau­bens sind. Immer wie­der kom­me es auch zu grau­sa­men Tötun­gen und Todes­ur­tei­len gegen Chris­ten. Doch die Kir­che in Paki­stan ent­schied sich, so Shaw, den­noch zum Dia­log mit den Mus­li­men, mit dem gemein­sa­men Ziel, für Frie­den und bes­se­re Bil­dungs­mög­lich­kei­ten zu sor­gen. Er dank­te Kir­che in Not“ für die tat­kräf­ti­ge Unter­stüt­zung und Prä­senz in sei­nem Land: Wir sind weit aus­ein­an­der, aber eng ver­bun­den im Gebet.“

Infor­ma­tio­nen zur Arbeit von Kir­che in Not” und zu Spen­den­mög­lich­kei­ten fin­den sich hier.

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