Das glauben wir

Guter Hirte - Sonntagspredigt zum Muttertag am 12. Mai 2019

Stefanie Hintermayr am 10.05.2019

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Jetzt, im Mai, wo es wärmer wird sind in der Natur auf Wiesen auch wieder Schafherden zu sehen. Vielleicht denkt dann der ein oder andere an das Bild aus dem Evangelium: Jesus Christus als der gute Hirte von uns Christen. Das ist das Thema der Predigt zum 4. Sonntag der Osterzeit, gleichzeitig Muttertag, am 12. Mai von Domkapitular und Personalverantwortlichem Josef Ederer.

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Vor ein paar Tagen ist mir nach län­ge­rer Zeit wie­der eine Schaf­her­de begeg­net, die neben der Stra­ße, auf der ich unter­wegs war, gewei­det hat. Ein wun­der­ba­res Bild. Ich habe beim Vor­bei­fah­ren kurz geschaut, wo der Hirt ist, habe ihn aber nicht gese­hen. Ich bin mir aber den­noch sicher: Er war da, bei oder inmit­ten sei­ner Her­de. Der Hir­te und sei­ne Her­de, der Gute Hir­te”, die­ses Bild prägt den heu­ti­gen Sonntag.

Wir hören wie Jesus im Evan­ge­li­um sagt: Mei­ne Scha­fe hören auf mei­ne Stim­me, ich ken­ne sie und sie fol­gen mir. Ich gebe ihnen ewi­ges Leben. Sie wer­den nie­mals zugrun­de gehen und nie­mand wird sie mei­ner Hand entreißen.”

Er ist der Gute Hir­te”, der jede und jeden Ein­zel­nen in sei­ner Men­schen­her­de kennt und liebt, der Leben und Heil für uns will, der ruft, damit wir ihm ver­trau­ens­voll fol­gen, auf saf­ti­ge Wei­den in ein gelin­gen­des Leben — in Gemein­schaft mit ihm. Und was immer auch pas­siert nie­mand kann uns sei­ner Hand ent­rei­ßen. Für uns hat der Gute Hirt” alles ein­ge­setzt, sogar sein Leben, das er am Kreuz — aus Lie­be zu uns — hin­ge­ge­ben hat.

Damit die Hir­ten­lie­be und Hir­ten­sor­ge Got­tes für uns kon­kret erfahr­bar und spür­bar wird, beruft er Men­schen in die Mit-Sor­ge. Wir fei­ern heu­te den Welt­ge­bets­tag für Geist­li­che Beru­fe und bit­ten um Men­schen, die den Hir­ten­dienst kon­kret leben. Wir tun das nicht naiv und unbe­las­tet, son­dern in dem Bewusst­sein, dass sich man­che, die das Gewand von Hir­ten ange­zo­gen haben sich als Wöl­fe im Schafs­pelz” ent­puppt haben. Sie haben Ver­trau­en miss­braucht und ihnen anver­trau­te Men­schen schwer ver­letzt oder gar zer­ris­sen. Umso wich­ti­ger ist es genau hin­zu­hö­ren. Ist es die Stim­me Got­tes, die Stim­me des Guten Hir­ten Jesus Chris­tus, die da durch Men­schen hör­bar wird, oder sind es fal­sche Hir­ten, die ganz ande­re eige­ne Zie­le verfolgen

Die Stim­me, die der Stim­me des gött­li­chen Guten Hir­ten” wohl am nächs­ten kommt, ist wohl bei den meis­ten die Stim­me der Mut­ter, deren Ehren­tag wir heu­te fei­ern. Müt­ter leben mit am inten­sivs­ten, was Gute Hir­ten” aus­macht: Lie­be­vol­le Zuwen­dung, das Schen­ken von Gebor­gen­heit, Ver­trau­en und Schutz, gutes Zure­den, Ermu­ti­gen und Trös­ten, die Sor­ge um Nah­rung und Unter­kunft, das Nach­ge­hen und Sich-küm­mern, wenn jemand sich ent­fernt hat oder ver­letzt ist, das Unter­stüt­zen und Ver­tei­di­gen in den Wid­rig­kei­ten des Lebens, die Freu­de, wenn es dem ande­ren gut geht und das Leben gelingt. Dafür geben Müt­ter, als Gute Hir­tin­nen” viel an Zeit, eige­nen Inter­es­sen und Lebens­en­er­gie hin, und dafür opfern sie aus Lie­be oft viel von ihrem eige­nen Leben. Da sind sie nah dran an Jesus.

Ich wün­sche Ihnen, dass Ihre Her­de“ das sieht und ihnen heu­te — aber hof­fent­lich nicht nur heu­te — dafür dankt. Im Namen des Guten Hir­ten, Jesus Chris­tus, dan­ke ich allen Müt­tern für ihren lie­ben­den und hin­ge­bungs­vol­len Hir­ten­dienst und wün­sche Ihnen einen fro­hen, dank­er­füll­ten und schö­nen Muttertag.

Josef Ede­rer

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