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Soziales

Sorgenbriefeträger pilgert nach Altötting

Redaktion am 12.07.2021

IMG 20210711 133102 info-icon-20px Bild: Thomas König / pbp

Sorgen, Klagen und Bitten, niedergeschrieben in Briefen, sind gerade auf dem Weg nach Altötting zur Gottesmutter. Dort werden sie gesegnet und kommen dann wieder zurück an die Empfänger. Die Idee für diese Möglichkeit, sich einmal alles von der Seele zu schreiben, hatte Sepp Ertl. Er ist dabei der „Sorgenbriefeträger“. Die Passauer Malteser haben ihn am Sonntag auf den Weg geschickt.

Jedes Jahr am drit­ten Sonn­tag im Juli fin­det die gro­ße Mal­te­ser Wall­fahrt aller baye­ri­schen Diö­ze­sen mit Senio­ren und beein­träch­tig­ten Mit­men­schen nach Alt­öt­ting statt. Nach­dem die Wall­fahrt im ver­gan­ge­nen Jahr coro­nabe­dingt aus­fal­len muss­te, kön­nen heu­er nur die Mal­te­ser im Rah­men einer Gebets­wall­fahrt nach Alt­öt­ting kom­men und die von ihnen betreu­ten Men­schen lei­der nicht. Die Pas­sau­er Mal­te­ser haben sich nun etwas ein­fal­len las­sen, damit die­se auf eine ande­re, ganz beson­de­re Wei­se trotz­dem an der Wall­fahrt teil­ha­ben können.

So haben sie die Teil­neh­mer an den Fahr­ten ange­schrie­ben und ihnen ange­bo­ten, ihre Sor­gen, Kla­gen und Bit­ten nie­der­zu­schrei­ben, wel­che im Gna­den­ort vor die Got­tes­mut­ter gebracht und geseg­net wer­den und dann wie­der zurück an die Emp­fän­ger gehen. Die­ses Ange­bot mach­ten sie auch den Bewoh­nern des Mal­te­ser­stift St. Niko­la. Die Idee für die­se Mög­lich­keit, sich ein­mal alles von der See­le zu schrei­ben, hat­te Sepp Ertl. Er ist dabei der Sor­gen­brie­fe­trä­ger.“

Eine Woche vor der Wall­fahrt tra­fen sich nun die Betei­lig­ten, dar­un­ter die Abho­ler der Brie­fe, an der Diö­ze­san­ge­schäfts­stel­le, von wo sie zu Maria im Wal­de in den nahe gele­ge­nen Hack­lber­ger Stadt­park gin­gen. Es ist dies ein wun­der­ba­rer Ort der Stil­le und Ein­kehr. Hier fei­er­ten sie zusam­men mit Diö­ze­san­ge­schäfts­füh­rer und Dia­kon Rai­ner F. Brein­bau­er eine Seg­nungs­an­dacht und über­ga­ben die Sor­gen­brie­fe an Sepp Ertl, der sie sage und schrei­be 120 Kilo­me­ter zu Fuß nach Alt­öt­ting tra­gen wird. Der VIA NOVA Pil­ger­weg­be­glei­ter hat­te auch Brie­fe von sei­ner Hei­mat­ge­mein­de Moosthen­ning im Land­kreis Din­gol­fing-Land­au dabei, die er eben­falls nach Alt­öt­ting trägt.

Hier der Radiobeitrag zum Thema:

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Grüß Gott zu einem sehr schö­nen Ereig­nis“, sag­te Rai­ner F. Brein­bau­er, bevor die klei­ne Grup­pe sich auf den Weg mach­te. Dies sei heute„von Maria zu Maria, von Maria im Wal­de zu Maria in Alt­öt­ting“, erklär­te er. Obwohl es natür­lich über­all die­sel­be Got­tes­mut­ter sei. Wir kön­nen als Hel­fer und Mal­te­ser für die, die daheim blei­ben müs­sen, die Sor­gen nach Alt­öt­ting tra­gen“, so Rai­ner F. Brein­bau­er bei der Andacht. Wir wol­len Rast bei Maria im Wal­de hal­ten, doch soll heu­te ein Tag des Auf­bruchs sein.“

Ungläu­big gestaunt“ habe er, als er erfah­ren habe, dass Sepp Ertl die Brie­fe zu Fuß nach Alt­öt­ting brin­gen wird. Auch Doro­thée von Man­teu­f­fel, die die Brie­fe aus dem Mal­te­ser­stift an Sepp Ertl über­gab, erklär­te, dass die Bewoh­ner sehr gerührt gewe­sen sei­en, dass da wirk­lich jemand so weit geht.“ Unter­wegs wer­den auch immer wie­der ande­re VIA NOVA-Pil­ger­weg­be­glei­ter ein Stück des Weges zusam­men mit Sepp Ertl gehen.

Schon mehr­mals hat er Sor­gen­brie­fe getra­gen, doch noch nie­mals vor­her hat er dafür einen so wei­ten Weg auf sich genom­men. Er führt ihn auf öster­rei­chi­scher Sei­te den Inn ent­lang auf der Via Nova. Wenn er los­geht, dann tut er das, ohne irgend­et­was vor­her zu pla­nen. Ich lebe dabei von einem Tag in den ande­ren hin­ein. Ein­fal­len las­sen in den Tag. Das ist für mich die Erfül­lung. Jeder Tag ist anders. Das ist eine gro­ße Frei­heit für mich. Ich habe immer wie­der die Erfah­rung gemacht: Du bist nie allein auf der Welt. Irgend­wo kommt immer ein Licht­lein her“, erklärt Sepp Ertl. Für den ers­ten Tag hat er sich die Etap­pe von Pas­sau nach Schär­ding vor­ge­nom­men. Es kann aber leicht sein, dass alles anders kommt, wenn es ihm unter­wegs irgend­wo beson­ders gut gefällt und er dort län­ger ver­wei­len möch­te. Auf jeden Fall will er am Sonn­tag recht­zei­tig zur Seg­nung der Sor­gen­brie­fe in Alt­öt­ting sein.

Text: Ros­ma­rie Krenn / Mal­te­ser Hilfs­dienst e. V. Diö­ze­san­ge­schäfts­stel­le Passau

Hier können Sie ein Filmportrait über Sepp Ertl ansehen:

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