Das glauben wir

Spende an Balu – Feichtner übernehmen Engagement

Pressemeldung am 11.01.2023

1 Foto: Christine Limmer
Im letzten Jahr gemeinsam stark für Balu: Susi Döbeling, Christian Zwirglmaier und Gerlinde Döbeling

Lange Zeit hat sich Christian Zwirglmaier für die Kinderkrebshilfe Balu engagiert und hat unermüdlich um jeden Cent gekämpft. Nach dem Tod des 33jährigen im Oktober 2022 lassen es sich viele Feichtner nicht nehmen und haben sich der Sache für den guten Zweck angenommen und führen das Engagement weiter.

Der katho­li­sche Frau­en­bund hat beim Advents­ba­sar Spen­den gesam­melt; die Abtei­lung Indoor­cy­cling“ ver­an­stal­tet im Janu­ar einen Cycling­ma­ra­thon zuguns­ten Balu. Schon vor zwei Jah­ren hat Georg Mai­er vom Huber­hof“ in Brunn­thal den krebs­kran­ken Chris­ti­an in sei­ner Sam­mel­ak­ti­on unter­stützt und die Sam­mel­büch­se wäh­rend der Advents­zeit auf sei­nem Hof, auf dem er Christ­bäu­me ver­kauft auf­ge­stellt. Täg­lich wur­de die Box auf­ge­stellt und über­wacht. Da haben auch mei­ne Mit­ar­bei­ter mit­ge­macht. Eini­ge Leu­te sind spon­tan vor­bei­ge­kom­men, damit die Box gefüllt wird. Es wur­de uns wäh­rend der Advents­zeit auch Geld so über­reicht, das wir in die Box gesteckt haben,“ so Georg Mai­er, der jetzt schon ankün­digt, dass er zum nächs­ten Christ­baum­ver­kauf die Spen­den­box wie­der auf­stel­len wird. 

Vor fünf Jah­ren ist Chris­ti­an Zwir­glmai­er an einem Hirn­tu­mor erkrankt und lan­ge gekämpft. Als ein Arbei­ten für den jun­gen Fami­li­en­va­ter nicht mehr mög­lich war, hat im Jahr 2020 und 2021 eigens für die Weih­nachts­ak­ti­on Vide­os gedreht, um die Box zu fül­len, damit Her­zens­wün­sche von erkrank­ten Kin­dern oder Eltern­tei­len von der Kin­der­krebs­hil­fe, die dem BRK Alt­öt­ting ange­glie­dert ist, umge­setzt wer­den kön­nen. Für die­ses Jahr waren die Pla­nun­gen für ein nächs­tes Video längst fer­tig, doch konn­te das Video nicht mehr gedreht wer­den, die Erkran­kung zu weit fortgeschritten. 

Ein Video zu dre­hen, dass hat nun Susi Döbe­ling, Lei­te­rin der BRK-Ret­tungs­hun­de­staf­fel über­nom­men. Sie war schon im letzt­jäh­ri­gen Video mit ihrer Mut­ter und dem Ret­tungs­hund dabei und viel Spaß dabei gehabt. Kurz vor Weih­nach­ten hat sie mit ihrer Mut­ter Ger­lin­de und dem Burg­kirch­ner Kaba­ret­tis­ten Chris­toph Wei­he­rer mit einem Video auf das Spen­den­häus­chen auf­merk­sam gemacht. Ver­öf­fent­licht wur­de es in den sozia­len Medi­en, wo es bes­tens ankam. Mit dem Ret­tungs­hund, dem Man­trai­ler“ mach­te sie sich auf die Suche nach dem Niko­laus, der abhan­den gekom­men war und sich schon längst auf den Weg zum Huber­hof“ gemacht hat, damit die Spen­den­box gefüllt wer­de. Das er bei der Akti­on mit­macht, war für Chris­toph Wei­he­rer selbst­ver­ständ­lich. Das bin ich mei­nem oidn Spetzl schul­dig“, so der Burg­kirch­ner, der den Feicht­ner an sei­nen letz­ten Lebens­ta­gen noch im Hos­piz in Vils­bi­burg besucht hat und eine Pri­vat­vor­stel­lung gege­ben hat. Für Susi und Ger­lin­de Döbe­ling war es selbst­ver­ständ­lich das Enga­ge­ment fort­zu­set­zen. Es ist in die­sem Jahr nicht nur Chris­ti­an an Krebs gestor­ben, son­dern auch mein Papa. Des­halb hat das Gan­ze eine beson­de­re Bedeu­tung“, so Susi Döbe­ling, die Chris­ti­an Zwir­glmai­er schon lan­ge kennt. 

Spendenkonto Kinderkrebshilfe BALU:

Spar­kas­se Altötting-Mühldorf

IBAN: DE84 7115 1020 0000 0031 29

DSC 3352 Foto: Christine Limmer

Mit Sil­va­na Mor­gen­stern, Lei­te­rin der Kin­der­krebs­hil­fe Balu wur­de die Spen­den­box geöff­net. Sprach­los blick­ten alle auf die rand­vol­le Box. Fast 3000 Euro kamen hier­bei zusam­men. Weil auch online gespen­det wer­den konn­te, ist die Sum­me noch höher. Es wer­den hier noch­ein­mal etwa 1000 Euro dazu kom­men, so dass die Gesamt­spen­den­sum­me bei etwa 4000 Euro liegt,“ rech­net Mor­gen­stern hoch. Dabei ist die Ver­wen­dung des Gel­des schon klar, berich­tet Mor­gen­stern. Weil sich Chris­ti­an gewünscht hat, dass vor allem die Fami­li­en von der Gemein­schaft von Balu pro­fi­tie­ren sol­len — wie wir es seit lan­gem prak­ti­zie­ren — wer­den wir einen Aus­flug mit allen etwa 70 betrof­fe­nen Fami­li­en unter­neh­men“, das hat sich Sil­va­na Mor­gen­stern schon über­legt. Das ist auch einer der Her­zens­wün­sche von Chris­ti­an, den wir post­hum ger­ne erfül­len,“ so Mor­gen­stern wei­ter. Eigent­lich soll­te ein sol­cher Aus­flug längst statt­fin­den, doch die Pan­de­mie mach­te dies zunich­te. Jetzt wur­den die Pla­nun­gen wie­der auf­ge­nom­men, damit die­ses Fami­li­en­wo­chen­en­de auch umge­setzt wer­den kann. Es sei schon ein gro­ßer logis­ti­scher Auf­wand, der betrie­ben wer­den müs­se. Hotels müs­sen gefun­den und gebucht wer­den, die Ver­pfle­gung gilt es zu orga­ni­sie­ren, ein Pro­gramm ist zu erstel­len. Wir wer­den auch mit dem Bus in unser Wochen­en­de fah­ren“, so Mor­gen­stern. Das Ziel wird noch nicht ver­ra­ten, liegt aber in Bayern.

Der enorm wich­ti­ge Aus­tausch von Betrof­fe­nen sei in der letz­ten Zeit viel zu kurz gekom­men, bedau­ert Mor­gen­stern. Es tut gut zu wis­sen, dass man in der Krank­heit nicht allein ist“, so Mor­gen­stern. Der Kin­der­krebs­hil­fe Balu ist es wich­tig, Fami­li­en mit Kin­dern, in denen ein Eltern­teil oder ein Kind an Krebs erkrankt ist zu unter­stüt­zen. Erfah­run­gen und wis­sen­schaft­li­che Unter­su­chun­gen zei­gen, dass Kin­der aller Alters­grup­pen bei der Krebs­er­kran­kung eines Eltern­teils einer beson­de­ren Unter­stüt­zung bedür­fen“, das machen wir in der psy­cho­so­zia­len Krebs­nach­sor­ge. Hier gel­te, neben dem betrof­fe­nen Eltern­teil oder dem Kind, für die gan­ze Fami­lie da zu sein, so Mor­gen­stern. Wir wol­len den gesun­den Kin­dern oder Geschwis­ter­kin­dern ein paar unbe­schwer­te und fröh­li­che Stun­den schen­ken“, so Mor­gen­stern. So wirkt Chris­ti­an Zwir­glmai­ers Enga­ge­ment weit über sei­nen Tod hin­aus nach und fin­det vie­le Nachahmer. 

Nach­ah­mer fan­den sich auch in Wald und Trost­berg. 1148 Euro haben die ehren­amt­li­chen Niko­läu­se Gün­ter und Micha­el Herbst bei ihren etwa 30 Besu­chen bei Fami­li­en zusam­men­be­kom­men. Sie haben für ihren Auf­tritt im Wohn­zim­mer kein Geld ver­langt, son­dern eine Spen­de erhal­ten, die sie ger­ne an Balu spen­den. Eben­so ver­hält es sich in Trost­berg (Land­kreis Trost­berg), wo sich Wolf­gang Mai­er seit 26 Jah­ren als diplo­mier­ter Niko­laus mit sei­nen Kram­perln zu Ver­ei­nen, Kin­der­gär­ten und Fami­li­en auf­macht. Sein Sam­mel­er­geb­nis sind stol­ze 1700 Euro. So kann Sil­va­na Mor­gen­stern auf ins­ge­samt knapp 7000 Euro freu­en. Aus­ser einem herz­li­chen Dan­ke“ fand sie kei­ne Wor­te und war sprachlos.

Text und Fotos: Chris­ti­ne Limmer

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