Soziales

3.400 Euro für die Ukrainehilfe

Pressemeldung am 03.11.2022

Info Icon Foto: Caritasverband für die Diözese Passau e. V.
Andreas Raitner, Sparda-Bank Ostbayern eG, Diözesan-Caritasdirektorin Andrea Anderlik und Diakon Konrad Niederländer, Bischöflich Beauftragter, freuen sich über das großartige Votum der Sparda-Bank-Kunden zur Ukraine-Hilfe.

Die zunehmenden militärischen Angriffe auf zivile Ziele in der Ukraine erschweren die humanitäre Hilfe der Caritas massiv. Die Direktorin der Caritas Ukraine, Tetiana Stawnychy, ist wegen des stetig größer werdenden Risikos für die Caritas-Mitarbeiter*innen äußerst besorgt: „Soweit es uns möglich ist, halten wir die Hilfe im ganzen Land aufrecht. Aber so wie alle anderen Ukrainer müssen auch wir als Caritas-Helfer immer öfter über längere Zeiträume in Luftschutzbunkern Zuflucht suchen. Zudem werden für uns die Wege zu den Hilfesuchenden immer gefährlicher.“ Zuletzt hatte es Anschläge auf Verteilstellen und Hilfskonvois humanitärer Hilfsorganisationen gegeben.

Die Ver­sor­gungs­an­la­ge in der Ukrai­ne ist, wie Cari­tas inter­na­tio­nal berich­tet, im ach­ten Kriegs­mo­nat aktu­ell sehr ange­spannt: Strom‑, Was­ser- und Tele­fon­ver­bin­dun­gen sowie die Wär­me­ver­sor­gung sind in vie­len Regio­nen der Ukrai­ne über län­ge­re Zeit­räu­me immer wie­der unter­bro­chen. Gro­ße Sor­ge berei­tet den Cari­tas-Hel­fern der nahen­de Win­ter. Lan­des­weit sind rund 1.000 Cari­tas-Mit­ar­bei­ten­de und vie­le Frei­wil­li­ge in zahl­rei­chen Cari­tas-Zen­tren im Ein­satz und leis­ten Tag und Nacht Über­le­bens­hil­fe für Kriegs­be­trof­fe­ne und ver­sor­gen vor allem Men­schen, die inner­halb der Ukrai­ne vor den Kriegs­hand­lun­gen flie­hen. Zu den Hil­fen gehö­ren Essens­pa­ke­te, Not­un­ter­künf­te, medi­zi­ni­sche Hil­fe und Bera­tung von Kriegstraumatisierten.

Gleich­zei­tig sind vie­le Men­schen in die Nach­bar­län­der oder nach Deutsch­land geflüch­tet; auch in das Bis­tum Pas­sau. Die Diö­ze­se und die Cari­tas hel­fen bei der Unter­brin­gung der Geflüch­te­ten, der Bereit­stel­lung von Hilfs­gü­tern, mit Bera­tung und psy­cho­so­zia­ler Betreu­ung. In den Nach­bar­län­dern der Ukrai­ne, in die bereits Hun­dert­tau­sen­de Men­schen geflüch­tet sind, sind die loka­len Cari­tas­ver­bän­de wie im rumä­ni­schen Satu Mare im Ein­satz. Ihr Bedarf an Hilfs­mit­teln, Lebens­mit­teln, Was­ser und Medi­ka­men­ten wird durch die Spen­den aus Deutsch­land mitfinanziert.

In die­ser Situa­ti­on hat die Cari­tas Pas­sau erneut wich­ti­ge Unter­stüt­zung erfah­ren. 3.400 Euro aus der dies­jäh­ri­gen Treue­ak­ti­on der Spar­da-Bank Ost­bay­ern eG gehen an den Diö­ze­san-Cari­tas­ver­band. Andre­as Rait­ner, Lei­ter der Spar­da-Bank-Filia­le Pas­sau, über­gab den Spendenscheck.

Andrea Ander­lik, Diö­ze­san-Cari­tas­di­rek­to­rin, und Dia­kon Kon­rad Nie­der­län­der, Bischöf­lich Beauf­trag­ter für die Cari­tas, haben die Spen­de dan­kend ent­ge­gen­ge­nom­men. Die bei­den Pas­sau­er Cari­tas­vor­stän­de erklär­ten den Ver­wen­dungs­zweck: zum einen wird direkt an der ukrai­nisch-rumä­ni­schen Gren­ze zusam­men mit Part­nern der Cari­tas Satu Mare gehol­fen, die seit Ende Febru­ar Men­schen auf der Flucht Unter­stüt­zung geben. Zum ande­ren wird in der Diö­ze­se Pas­sau mit ganz unter­schied­li­chen Hilfs­leis­tun­gen ver­sucht, den Ankom­men­den unter die Arme zu greifen. 

Auch in die­sem Jahr wur­den im Rah­men der Spar­da-Akti­on ins­ge­samt 100.000 Euro an 20 Ver­ei­ne und Ein­rich­tun­gen aus ganz Ost­bay­ern gespen­det. Dabei konn­ten bereits zum zehn­ten Mal 10.000 Mit­glie­der der Spar­da-Bank jeweils eine Stim­me für eine Spen­de in Höhe von 10,- Euro an einen von 20 Emp­fän­gern der Regi­on ver­ge­ben. Die ins­ge­samt 100.000 Euro stell­te der Gewinn­spar­ver­ein der Spar­da-Bank Ost­bay­ern e.V. zur Ver­fü­gung. Wir woll­ten unse­rer Hei­mat ein Lächeln schen­ken. Aus vie­len Gesprä­chen mit unse­ren Kun­den weiß ich: Mit unse­rer regel­mä­ßi­gen Unter­stüt­zung von sozia­len, wohl­tä­ti­gen und vie­len ande­ren gemein­nüt­zi­gen Initia­ti­ven durch Spen­den aus unse­rem Gewinn­spar­ver­ein gelingt uns das“, so Raitner.

In die Aus­wahl der Ver­ei­ne und Ein­rich­tun­gen für die Treue­ak­ti­on wur­den wir als Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter in den Filia­len eng ein­be­zo­gen. Eben­so wur­de dar­auf geach­tet, dass die Initia­ti­ven aus ganz Ost­bay­ern stam­men und ver­schie­de­ne gemein­nüt­zi­ge Berei­che geför­dert wer­den. Wir sind dank­bar, dass es eine Viel­zahl von enga­gier­ten Men­schen in Ost­bay­ern gibt, die sich für ande­re ein­set­zen“, erklär­te Raitner.

Wir füh­ren die Treue­ak­ti­on seit 2013 durch und bekom­men über­aus vie­le posi­ti­ve Rück­mel­dun­gen von unse­ren Mit­glie­dern dafür. Die Akti­on ver­eint in bei­spiel­haf­ter Wei­se die Aspek­te Mit­be­stim­mung, För­de­rung von ehren­amt­li­chem und gemein­nüt­zi­gem Enga­ge­ment und regio­na­ler Ver­bun­den­heit mit unse­rer Hei­mat“, so Rait­ner. Es ist immer wie­der toll zu sehen, mit wel­cher Kraft und Hin­ga­be sich die Men­schen in Ost­bay­ern enga­gie­ren. Des­halb ist es uns wich­tig, die Spen­de per­sön­lich zu über­ge­ben. Denn Wert­schät­zung ist fast genau­so wich­tig wie die mone­tä­re Unter­stüt­zung“, so Raitner.

Text: Cari­tas­ver­band für die Diö­ze­se Pas­sau e. V.

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