Bistum

Wunderbar einzig und einzig wunderbar

Tamina Friedl am 30.11.2022

DSC08353 Foto: Tamina Friedl / pbp

Die KünstlerSeelsorge des Bistums Passau lädt auch dieses Jahr wieder zur traditionellen Weihnachtsausstellung in Spectrum Kirche. Unter dem Titel „angeli e pastori – Engel und Hirten“ zeigt Künstler Michael Lauss Holzskulpturen und weitere Werke in weihnachtlichem Rahmen. Noch bis Lichtmess am 2. Februar 2023 kann die Ausstellung besucht werden.

Mit einer fei­er­li­chen Ver­nis­sa­ge mit musi­ka­li­scher Gestal­tung von Sopra­nis­tin Eli­sa­beth Jeh­le ist die Aus­stel­lung eröff­net wor­den. Dr. Bern­hard Kirch­gess­ner, Direk­tor von Spec­trum Kir­che, begrüß­te zu Beginn eine Rei­he von Ehren­gäs­ten aus dem Bis­tum, der Stadt­po­li­tik und der Kunst, sowie Weg­ge­fähr­ten von Micha­el Lauss. Kirch­gess­ner freu­te sich, dass Lauss trotz der künst­le­ri­schen Ein­ge­schränkt­heit des weih­nacht­li­chen The­mas sofort zuge­sagt hat, sei­ne Wer­ke zur Ver­fü­gung zu stel­len. Das Ergeb­nis beschrieb er schließ­lich für sich mit den Wor­ten von Bern­hard von Clairvaux: mira­bi­li­ter sin­gu­la­ria et sin­gu­la­ri­ter mira­bi­lia“ – wun­der­bar ein­zig und ein­zig wunderbar“.

Die Lau­da­tio hielt schließ­lich Kunst­his­to­ri­ker Dr. Mar­tin Ort­mei­er. Dar­in ging er sowohl auf ein­zel­ne, für ihn per­sön­lich prä­gen­de Wer­ke des Künst­lers ein als auch auf des­sen per­sön­li­chen Zugang zur Kunst. Beein­dru­ckend sei für ihn ins­be­son­de­re, wie Micha­el Lauss aus einem Werk­stoff ein Gebil­de mache, das dann zu einem Bild, nicht nur zu einem Abbild, wer­de. Micha­el Lauss hat immer wie­der Wer­ke geschaf­fen, die sich ein­prä­gen“, so Ort­mei­er. Eines davon sei die Madon­na in Pink, die auch in der Weih­nachts­aus­stel­lung einen beson­de­ren Platz erhal­ten hat. Die Mari­en­fi­gur wecke in ihm Erin­ne­run­gen an sei­ne eige­ne Groß­mutter, habe aber trotz­dem auch eine all­ge­mein­gül­ti­ge Wir­kung: Das ist das Bild der Mut­ter­got­tes mei­ner Zeit.“ Das Werk, das auch für Lauss selbst ein Schlüs­sel­werk sei, wün­sche er sich in einer Kapel­le, wo er eine Ker­ze für sich und sei­ne Fami­li­en anzün­den könn­te. Wei­ter nann­te er das Rote Tri­pty­chon das mit Span­nung, Rhyth­mus und Erzäh­lung bild­ge­wor­de­ne Nar­ra­tio“ sei. Die Engel, die im Foy­er die Besu­che­rin­nen und Besu­cher begrü­ßen, wün­sche er sich als Schutz­en­gel vor sei­ner Haus­tür. Einer davon habe nur einen Flü­gel, denn: Schutz­en­gel ist ein auf­rei­ben­der Beruf.“ Und auch in der Regi­on habe Lauss mit sei­nen Wer­ken wie etwa mit einer Bru­der-Kon­rad-Figur oder der Bava­ria-Figur anläss­lich der Aus­stel­lung Bier in Bay­ern“ Ein­druck hinterlassen.

Dr. Mar­tin Ort­mei­er mache es gro­ße Freu­de, einen Künst­ler bei sei­ner Wei­ter­ent­wick­lung zu beglei­ten. Beson­ders bei Micha­el Lauss sei es schön zu beob­ach­ten, wie er sich auf sei­ne Aus­stel­lungs­räu­me ein­stel­le und the­ma­ti­sche Schwer­punk­te set­ze – so auch jetzt in Spec­trum Kir­che. Micha­el Lauss selbst beschrieb die Aus­stel­lung als rie­si­ge Her­aus­for­de­rung“. So sei das Weih­nachts­the­ma und dar­in auch der Johan­ne­spro­log, der einen Teil­schwer­punkt dar­stellt, zunächst kom­pli­ziert und eine leich­te Über­for­de­rung“ gewe­sen. Das End­ergeb­nis kann sich dafür nun aber sehen las­sen. Mit einer Mischung aus alten Wer­ken und extra für die Aus­stel­lung geschaf­fe­nen Skulp­tu­ren ist dem Künst­ler ein per­sön­li­cher Blick auf die Weih­nachts­ge­schich­te gelungen. 

Bis zum 2. Febru­ar kann die Aus­stel­lung von Mon­tag bis Frei­tag (916 Uhr) in Spec­trum Kir­che besucht wer­den. Zwi­schen 16. Dezem­ber und 8. Janu­ar wird um tele­fo­ni­sche Vor­anmel­dung unter der Tele­fon­num­mer 0851 93144 103 gebeten.

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