Weltkirche

Deutsche Bischöfe vor Weltsynode

Redaktion am 28.09.2023

PK DBK Copyright © Deutsche Bischofskonferenz / Marko Orlovic

Am 4. Oktober 2023 beginnt in Rom die Weltsynode, zu der Papst Franziskus eingeladen hat. Bei der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Wiesbaden-Naurod wurden am Mittwoch in einem Pressegespräch die Vorbereitungen der DBK zur Weltsynode vorgestellt.

Beim Pres­se­ge­spräch teil­ge­nom­men haben die Bischö­fe, die bei der Syn­ode in Rom anwe­send sind: Bischof Dr. Georg Bät­zing, Vor­sit­zen­der der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz, Bischof Dr. Felix Genn (Müns­ter), Bischof Dr. Bert­ram Mei­er (Augs­burg), Bischof Dr. Ste­fan Oster SDB (Pas­sau) und Bischof Dr. Franz-Josef Over­beck (Essen).

Die Welt­syn­ode steht unter dem Leit­wort: Für eine syn­oda­le Kir­che: Gemein­schaft, Teil­ha­be und Sen­dung“. Für mich wird die Welt­syn­ode in Rom die ers­te syn­oda­le Erfah­rung auf der welt­kirch­li­chen Ebe­ne sein. Auch wenn vier Wochen eine lan­ge Zeit sind, freue ich mich auf die Begeg­nun­gen,“ sag­te der Vor­sit­zen­de der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz in sei­nem Ein­gangs­state­ment. Man sei mit einer star­ken Grup­pe ver­tre­ten, die eine Spann­brei­te ein­brin­gen kön­ne aus den Erfah­run­gen in den Bis­tü­mern, als Bischof und natür­lich beson­ders aus dem Weg her­aus, den man in den ver­gan­ge­nen Jah­ren als Kir­che in Deutsch­land gegan­gen sei. Er wün­sche sich mehr Ver­bind­lich­keit, was die Ergeb­nis­se ange­he. Letzt­end­lich kön­ne der Papst frei ent­schei­den, was umge­setzt wer­de und was nicht, so Bätzing.

Unter den fünf teil­neh­men­den Bischö­fen in Rom ist auch Pas­saus Bischof Ste­fan Oster. Er ver­wies beim Pres­se­ge­spräch auf sei­ne Erfah­run­gen, die er bei der Jugend­syn­ode im Jahr 2018 in Rom und dem Weg dort­hin gesam­melt hat. Das war für mich bis­lang die wich­tigs­te Erfah­rung mit jenem Ver­ständ­nis von Syn­oda­li­tät, wie es Papst Fran­zis­kus der Kir­che vor­schlägt. Sei­ne Beto­nung der geist­li­chen Dimen­si­on, des Schwei­gens, Hörens und Spre­chens im geschütz­ten Raum habe ich als wesent­li­che Aspek­te davon ver­stan­den – wenn auch nicht als die ein­zi­gen“, so Oster.

Der deut­sche Syn­oda­le Weg kön­ne aller­dings nicht als Vor­bild die­nen, so der Pas­sau­er Bischof. Hier sei mehr Gegen­ein­an­der anstan­den, auch durch zu viel Öffent­lich­keit. Die Welt­syn­ode sol­le nicht von poli­ti­schen Pro­zes­sen, stra­te­gi­schem Vor­ge­hen und dem deut­li­chen Ein­satz von öffent­li­chem Druck” geprägt sein, so Oster auf die Jour­na­lis­ten­fra­ge, ob die Ver­öf­fent­li­chung von Abstim­mungs­er­geb­nis­sen und State­ments beim deut­schen syn­oda­len Weg rich­tig war.

Im Nach­hin­ein über­wiegt bei mir der kri­ti­sche Blick, weil ich erlebt habe, dass nach mei­ner Wahr­neh­mung die Pola­ri­sie­run­gen stär­ker wur­den: zwi­schen der Kir­che in Deutsch­land und Rom, unter uns Bischö­fen und inner­halb des Vol­kes Gottes.”

Bischof Dr. Stefan Oster SDB, Passau

Ein aus­führ­li­ches Inter­view mit Pas­saus Bischof zur bevor­ste­hen­den Welt­syn­ode in Rom fin­den Sie im hier im Pas­sau­er Bistumsblatt:

2023 09 25 pb alb weltsynode bischof gebet1
Bistumsblatt
28.09.2023

Auf dem Weg zur Weltsynode

Die seit zwei Jahren laufende Weltsynode geht vom 4. bis 29. Oktober 2023 in eine entscheidende...

Gebetsaufruf von Bischof Stefan Oster SDB

Lie­be Gläu­bi­ge unse­res Bis­tums Passau,

Papst Fran­zis­kus ver­steht den Weg zu einer syn­oda­le­ren Kir­che in ers­ter Linie als einen geist­li­chen Pro­zess. Der Hl. Geist ist der, der die Kir­che leitet. 

Daher möch­te ich alle Gläu­bi­gen herz­lich ein­la­den, in den kom­men­den Wochen des Okto­ber inten­siv für das Tref­fen in Rom zu beten, das vom 4. bis zum 29. Okto­ber dau­ern wird. 

Der Okto­ber ist tra­di­tio­nell der Monat, in dem beson­ders der Rosen­kranz gebe­tet wird. Daher bit­te ich dar­um, die­ses Gebet an der Sei­te Mari­ens immer wie­der auch für die Syn­ode zu beten.

Ich lade Sie gemein­sam mit dem Diö­ze­san­rat und dem Refe­rat für Neue­van­ge­li­sie­rung ein, täg­lich mit der Pfingst­se­quenz beson­ders um den Hl. Geist zu beten, dass er die Syn­ode lei­ten und füh­ren möchte. 

Ich bit­te die Gläu­bi­gen über­all dort, wo die eucha­ris­ti­sche Anbe­tung gepflegt wird, in die­sem Anlie­gen beson­ders zu beten. 

Ich bit­te auch dass unter den jun­gen Men­schen, in den Fami­li­en und unter den älte­ren Men­schen für die Syn­ode gebe­tet wird. 

In den Pfar­rei­en bit­te ich, beson­de­re Für­bit­ten in den Hl. Mes­sen für die Syn­ode zu beten. 

Auch die Klös­ter und geist­li­chen Gemein­schaf­ten mögen sich die­ses Anlie­gen zu eigen machen. 

Schließ­lich möch­te ich auch unse­re Geschwis­ter aus den ande­ren christ­li­chen Kir­chen und Gemein­schaf­ten ein­la­den, immer wie­der für uns zu beten, denn ich bin über­zeugt, dass eine katho­li­sche Kir­che, die syn­oda­ler wird wie von selbst auch öku­me­ni­scher wird. 

Von Her­zen dan­ke ich allen, die sich die­ses Anlie­gen zu Her­zen gehen las­sen und erbit­te für Sie alle Got­tes rei­chen Segen 

Ihr Bischof Ste­fan Oster SDB

Auch der Diö­ze­san­rat und das Refe­rat für Neue­van­ge­li­sie­rung rufen im Bis­tum Pas­sau gemein­sam zum täg­li­chen Gebet für die Welt­syn­ode auf.

Synode bild
Bistum
23.09.2023

Einladung zum Gebet für die Weltsynode

Von 4. bis 29. Oktober 2023 findet in Rom die Bischofssynode unter dem Leitwort „Für eine synodale Kirche:…

Am 4. Okto­ber beginnt in Rom die drit­te Etap­pe der Welt­syn­ode (XVI. Ordent­li­che Gene­ral­ver­samm­lung der Bischofs­syn­ode), zu der Papst Fran­zis­kus ein­ge­la­den hat. Sie steht unter dem Leit­wort: Für eine syn­oda­le Kir­che: Gemein­schaft, Teil­ha­be und Sen­dung. Das Tref­fen in Rom dau­ert bis zum 29. Okto­ber. 450 Syn­oden­teil­neh­men­de bera­ten über den wei­te­ren Weg der Kirche. 

Hier fin­den Sie das State­ment von Pas­saus Bischof Ste­fan Oster beim Pres­se­ge­spräch zum Nachlesen:

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