Kirche vor Ort

Zukunftswerkstatt zum Thema Ehrenamt und Kirche

Redaktion am 29.02.2024

P1100849 Foto: Wenninger
Gruppenbild der Anwesenden Delegierten und Gäste im Innenhof des Haus der Begegnung Burghausen.

Rund 85 Delegierte und Gäste trafen sich kürzlich im Haus der Begegnung Burghausen zur jährlichen Diözesanversammlung des Kolping Diözesanverbandes Passau.

Der Fokus lag in die­sem Jahr auf dem Aus­tausch unter­ein­an­der zu zwei The­men, die vie­le Mit­glie­der des Ver­bands umtrei­ben – die Gewin­nung von Ehren­amt­li­chen und die Zukunft der Kir­che. Im Rah­men einer Zukunfts­werk­statt ging es im ers­ten Block um die Fra­ge: Aus Nein mach Ja zum Ehren­amt! Wie kön­nen wir die Gewin­nung von Ehren­amt­li­chen ziel­füh­rend gestal­ten?“. Dabei wur­den ver­schie­de­ne Unter­grup­pen gebil­det, die sich dann inten­siv mit The­men wie Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gien, Mög­lich­kei­ten zur Attrak­ti­vi­täts­stei­ge­rung von Ämtern, Bei­spie­len von geglück­ter Akqui­se neu­er Ehren­amt­li­cher und dem On-Boar­ding von frisch Gewähl­ten beschäf­tig­ten. Glück­li­cher­wei­se ist die Mit­glie­der­zahl unse­res Ver­bands sta­bil, den­noch wol­len wir ein­fach vor­be­rei­tet sein und die Gewin­nung von Ehren­amt­li­chen vor­an­brin­gen“, so der Diö­ze­san­vor­sit­zen­de Ste­phan Kro­ne­der auf die Fra­ge war­um die­ser The­men­schwer­punkt gewählt wur­de. Der zwei­te Teil der Zukunfts­werk­statt beschäf­tig­te sich mit dem The­ma Wie kön­nen wir die Kir­che im Sin­ne Adolph Kol­pings mit­ge­stal­ten?“. Dazu wur­den aus­ge­wähl­te Zita­te von Adolph Kol­ping als Impuls­ge­ber für die Dis­kus­si­on an die Grup­pen ver­teilt. Die Gesprä­che und Debat­ten dazu waren lei­den­schaft­lich und inten­siv, was deut­lich macht wie emo­tio­nal die­se Fra­ge­stel­lung ist. Dabei wur­de deut­lich, dass es an jedem Ein­zel­nen liegt, Vor­bild des christ­li­chen Glau­bens durch Wor­te aber auch Taten zu sein. So kann der Ver­band zum Vor­bild und zur Inspi­ra­ti­on wer­den, beson­ders für Men­schen, die auf der Suche sind. Adolph Kol­ping selbst ist dafür das bes­te Beispiel. 

Die Kol­ping­ju­gend hat im Rah­men der Diö­ze­san­ver­samm­lung mit Manu­el Sprü­de­rer (Marktl) und Ste­fan Wen­nin­ger (Landau/​Isar) zwei ehe­ma­li­ge, lang­jäh­ri­ge, hoch­ver­dien­te Diö­ze­san­lei­ter mit dem Ehren­zei­chen der Kol­ping­ju­gend geehrt. Bei­de waren sicht­lich über­rascht und erfreut über die Aus­zeich­nung, die sie nach berüh­ren­den Lau­da­tio­nen erhielten. 

P1110023 Foto: Wenninger
Freu­de über Ehrun­gen (v.l.): Lan­des­vor­sit­zen­der Erwin Fath, Elmar Wib­mer (Alt­öt­ting), Diö­ze­san­prä­ses Pfar­rer Sebas­ti­an Wild (Alders­bach), Ste­fan Wen­nin­ger (Landau/​Isar), Diö­ze­san­lei­ter Sebas­ti­an Hartl (Hei­lig­kreuz), Manu­el Sprü­de­rer (Marktl), Diö­ze­san­lei­ter Fabi­an Leis (Landau/​Isar), Diö­ze­san­lei­te­rin Mari­na Schnier­le (Regen) und Diö­ze­san­vor­sit­zen­der Ste­phan Kro­ne­der (Vils­ho­fen).

Sicht­lich gerührt und über­rascht war auch Elmar Wib­mer (Alt­öt­ting). Er wur­de vom Diö­ze­san­ver­band für sein lang­jäh­ri­ges Enga­ge­ment sowohl in der Kol­pings­fa­mi­lie Alt­öt­ting, als auch für sei­ne seit 1987 aus­ge­üb­te Tätig­keit als Rech­nungs­prü­fer auf Diö­ze­sa­ne­be­ne mit der diö­ze­sa­nen Ehren­na­del in Gold aus­ge­zeich­net.

Die Kol­pings­fa­mi­lie Zwie­sel erhielt für ihren Mit­mach-Zir­kus“ den
Adolph-Kol­ping-Preis. Bei der Akti­ons­wo­che in den Som­mer­fe­ri­en 2023 wur­den Kin­der zwi­schen sechs und 12 Jah­ren spie­le­risch an Akro­ba­tik, Spiel­zir­kus und Clow­ne­rie her­an­ge­führt. Zum Abschluss der Woche konn­ten sie ihre neu erlern­ten Fähig­kei­ten und Fer­tig­kei­ten bei einer Abschluss­prä­sen­ta­ti­on vor Publi­kum zeigen.

Ehren-Diö­ze­san­vor­sit­zen­der parl. Staats­se­kre­tär a. D. Dr. Klaus Rose (Vils­ho­fen) erin­ner­te in sei­nem Gruß­wort an die Wich­tig­keit zeit­ak­tu­el­le The­men sach­lich und infor­miert zu dis­ku­tie­ren, anstatt sich popu­lis­ti­schen Strö­mun­gen anzuschließen. 

Bun­des­vor­stands­mit­glied Kath­rin Zell­ner (Röhrn­bach) hob in ihrem Gruß­wort die gute pra­xis­ori­en­tier­te Arbeit vor Ort her­vor. Lan­des­vor­sit­zen­der Erwin Fath infor­mier­te über ver­schie­de­ne Anlie­gen und Ange­bo­te des Lan­des­ver­ban­des wie z. B. die für 03.10.2026 geplan­te Lan­des­wall­fahrt nach Frei­sing. Stv. Land­rä­tin des Land­krei­ses Alt­öt­ting, Ingrid Heck­ner ging in Bezug auf die His­to­rie Adolph Kol­pings dar­auf ein, die Nöte der Zeit zu erken­nen. So sind nach wie vor mas­si­ve Nach­wir­kun­gen auf die psy­chi­sche Gesund­heit von Jugend­li­chen durch die Ein­schrän­kun­gen wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie fest­zu­stel­len, die es als Gemein­schaft auf­zu­fan­gen gilt. Die Gefah­ren für die Gesell­schaft durch extre­mis­ti­sche Strö­mun­gen sind nicht zu unter­schät­zen. Uni­so­no wur­den die Bedeu­tung des ehren­amt­li­chen Enga­ge­ments und der Dank an die Anwe­sen­den hervorgehoben.

Text: Kol­ping

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