Aufarbeitung
Die Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch im Bistum Passau braucht auch nach der historischen Aufarbeitung des Geschehens sexualisierter Gewalt zwischen 1945 und 2022 Weiterarbeit und Verstetigung. Darüber verständigten sich der unabhängige Betroffenenbeirat (UBB), die unabhängige Aufarbeitungskommission (UAK) und die Bistumsleitung mit Bischof Dr. Stefan Oster einmütig.
Betroffenenbeteiligung
Auch nach der Beendigung der Tätigkeit des Unabhängigen Betroffenenbeirats bleibt es ein wichtiges Anliegen im Bistum Passau, Betroffenen eine Stimme zu geben und sie auch in Zukunft in allen Belangen der Aufarbeitung im Bistum Passau miteinzubeziehen.
Es haben sich dazu Betroffene bereit erklärt, in dem neu gegründeten ständigen Beraterstab für Fragen von sexualisierter und körperlicher Gewalt, sowie im Gesamtberaterstab im Bistum Passau mitzuwirken und sich als Stimme der Betroffenen einzubringen. Darüber hinaus werden Sie in Zukunft als Betroffenenvertreter im Bistum Passau auch direkt für Betroffene als Anlaufstelle zur Verfügung stehen und diese auf Wunsch unterstützen und begleiten.
Sr. Elisabeth
Freund CJ
Vertreterin der Betroffenen
Gesamtberaterstab
In der neuen Struktur der Aufarbeitung, nimmt der Gesamtberaterstab im Bistum Passau eine zentrale Rolle ein. Der Gesamtberaterstab ist nicht weisungsgebunden und in seiner Tätigkeit unabhängig.
Er verantwortet künftig die Qualitätssicherung und das Monitoring der Stabsabteilung PINA im Bistum Passau und ist das zentrale Beratungsorgan für Bischof und Generalvikar in diesem Bereich.
Vertreter der Betroffenen:
Siegfried Lang, Betroffenenvertreter
Sr. Elisabeth Freund, Betroffenenvertreterin
Unabhängige Ansprechpersonen:
Rosemarie Weber, Rechtsanwältin
Dr. Burkhard Wolff, Kinder- und Jugendpsychiater
Dr. Agathe Schiebelsberger, Psychologin
Rainer Weißl, Theologe, psychologischer Berater, Pastoralreferent i.R.
Unabhängig qualifizierte Personen:
Ann-Christin Schoibl, Sozialpädagogin, Kindheits- und Sozialwissenschaftlerin
Stefanie Kastl, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und ‑psychotherapie
Interne Personen:
Antonia Murr, Leitung Stabsstelle PINA
Diakon Christoph Kochmann, Beauftragter für Angelegenheiten Missbrauch geistlicher Autorität
Offizial Claus Bittner, Bischöflicher Beauftragter für die Nachsorge
Bettina Sturm, Präventionsbeauftragte
Der Gesamtberaterstab übernimmt damit auf Ortsebene unmittelbar Aufgaben, die auf Ebene der Deutschen Bischofskonferenz dem Sachverständigenrat zum Schutz vor sexuellem Missbrauch und Gewalterfahrungen übertragen worden sind.
Gedenk- und Erinnerungskultur
Gebetstag für Betroffene sexuellen Missbrauchs
Papst Franziskus hat angeregt, jährlich einen Gebetstag für Betroffene sexuellen Missbrauchs zu begehen. Für Deutschland haben die Bischöfe festgelegt, dass dieser von den Kirchengemeinden rund um den 18. November begangen werden sollte, an dem zugleich der„Europäische Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch“ ist.
Mahnmal sexueller gewalttätiger geistlicher Missbrauch
Im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes wurde am 8. März 2026 das „Mahnmal sexueller gewalttätiger geistlicher Missbrauch“ im Passauer Stephansdom enthüllt.
Aufarbeitungsstudie
Am 8. Dezember 2025 wurde eine geschichtswissenschaftliche Untersuchung zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs und körperlicher Gewalt im Bistum Passau veröffentlicht. Die vollständige Studie können Sie auf den Seiten der Universität Passau einsehen. Hier finden Sie Informationen zur Veröffentlichung der Studie: Veröffentlichung Aufarbeitungsstudie | Bistum Passau
Hier geht es zu PINA:
Sie haben Fragen zum Thema?
Wir helfen Ihnen gerne.
Antonia
Murr
Leitung der Stabsabteilung PINA








