PINA

Mit der Einrichtung der neuen Stabsabteilung „PINA“ folgt das Bistum sowohl der Empfehlung der Unabhängigen Aufarbeitungskommission und des Unabhängigen Betroffenenbeirates als auch den Erkenntnissen der im Dezember 2025 veröffentlichten Aufarbeitungsstudie. 

Das Bis­tum sieht es als dau­er­haf­te Ver­pflich­tung an, Struk­tu­ren zu eta­blie­ren, die jeg­li­che Form von Miss­brauch und Gewalt ver­hin­dern hel­fen. Sie sol­len eine effek­ti­ve und ziel­füh­ren­de Inter­ven­ti­on gewähr­leis­ten und eine indi­vi­du­el­le wie insti­tu­tio­nel­le Auf­ar­bei­tung und Nach­sor­ge ermöglichen.

Aus die­sem Grund wur­de eine neue Stabs­ab­tei­lung des Gene­ral­vi­kars ein­ge­rich­tet, in der die Fach­be­rei­che der Präven­ti­on, der Inter­ven­ti­on, der Nach­sor­ge und der Aufar­bei­tung ver­or­tet sind.

Im Gesetz zur Orga­ni­sa­ti­on der Stabs­ab­tei­lung Prä­ven­ti­on, Inter­ven­ti­on, Nach­sor­ge und Auf­ar­bei­tung (PINA) im Bis­tum Pas­sau ist die gesetz­li­che Grund­la­ge für die­se neue Struk­tur der Auf­ar­bei­tung im Bis­tum Pas­sau geschaffen.

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Gesetz zur Organisation Stabsabteilung PINA

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Prävention

Augen auf – hin­se­hen & han­deln!” — So lau­ten die Leit­prin­zi­pi­en für die Prä­ven­ti­on von sexua­li­sier­ter Gewalt an Kin­dern, Jugend­li­chen und schutz- oder hil­fe­be­dürf­ti­gen Erwach­se­nen im Bis­tum Passau.

Hier fin­den Sie wei­te­re Infor­ma­tio­nen:
https://​www​.bis​tum​-pas​sau​.de/​b​e​r​a​t​u​n​g​-​s​e​e​l​s​o​r​g​e​/​p​r​a​e​v​e​ntion 

Intervention

Unter einer Inter­ven­ti­on im Zusam­men­hang mit Miss­brauch ver­steht man das sofor­ti­ge Ein­grei­fen und Han­deln, um Betrof­fe­ne zu schüt­zen, Taten zu stop­pen und Hil­fe zu leis­ten. Es umfasst alle Schrit­te von der ers­ten Wahr­neh­mung von Warn­si­gna­len über das pro­fes­sio­nel­le Gespräch bis hin zur Ein­lei­tung recht­li­cher und the­ra­peu­ti­scher Maßnahmen.

Hier fin­den Sie wei­te­re Infor­ma­tio­nen bei Ver­dachts­fäl­len sexua­li­sier­ter und kör­per­li­cher Gewalt: 
https://​www​.bis​tum​-pas​sau​.de/​s​e​x​u​a​l​i​s​i​e​r​t​e​-​g​e​w​a​l​t​/​u​m​g​a​n​g​-​m​i​t​-​s​e​x​u​a​l​i​s​i​e​r​t​e​r​-​g​ewalt 

Hier fin­den Sie Infor­ma­tio­nen bei Miss­brauch geist­li­cher Auto­ri­tät:
https://​www​.bis​tum​-pas​sau​.de/​g​e​i​s​t​l​i​c​h​e​r​-​m​i​s​s​b​rauch 

Nachsorge

Die Nach­sor­ge dient der Kon­trol­le der Ein­hal­tung der Auf­la­gen, die ein Kle­ri­ker durch vor­aus­ge­hen­de bischöfliche/​römische Dekre­te erhal­ten hat. 

Hier fin­den Sie wei­te­re Infor­ma­tio­nen:
https://​www​.bis​tum​-pas​sau​.de/​n​a​c​h​sorge 

Aufarbeitung

Die Auf­ar­bei­tung von sexu­el­lem Miss­brauch im Bis­tum Pas­sau braucht auch nach der his­to­ri­schen Auf­ar­bei­tung des Gesche­hens sexua­li­sier­ter Gewalt zwi­schen 1945 und 2022 Wei­ter­ar­beit und Ver­ste­ti­gung. Dar­über ver­stän­dig­ten sich der unab­hän­gi­ge Betrof­fe­nen­bei­rat (UBB), die unab­hän­gi­ge Auf­ar­bei­tungs­kom­mis­si­on (UAK) und die Bis­tums­lei­tung mit Bischof Ste­fan Dr. Oster ein­mü­tig. 

Hier fin­den Sie wei­te­re Infor­ma­tio­nen:
https://​www​.bis​tum​-pas​sau​.de/​a​u​f​a​r​b​e​itung 

Hintergrund zur Entstehung von PINA:

Nach gut 5 Jah­ren hat die Unab­hän­gi­ge Auf­ar­bei­tungs­kom­mis­si­on im Bis­tum Pas­sau ihre Arbeit abge­schlos­sen. Die Mit­glie­der haben mit gro­ßer Fach­kennt­nis die his­to­risch-wis­sen­schaft­li­che Auf­ar­bei­tung ange­sto­ßen und beglei­tet. Sie haben wich­ti­ge Impul­se gege­ben, wie die kri­ti­sche Beglei­tung des Bis­tums im Bereich Prä­ven­ti­on, Inter­ven­ti­on, Nach­sor­ge und Auf­ar­bei­tung ver­ste­tigt wer­den kann. Dar­aus ist die Stabs­ab­tei­lung PINA und sind die Bera­ter­stä­be und der Gesamt­be­ra­ter­stab entstanden. 

Hier kön­nen Sie die Abschluss­be­rich­te einsehen:

Bistum
15.05.2026

UAK und UBB beenden Tätigkeit

Am Montag, 11. Mai 2026 beendeten die Unabhängige Kommission (UAK) zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs und…

Am 08.12.2025 ver­öf­fent­lich­te die Uni­ver­si­tät Pas­sau die von der Auf­ar­bei­tungs­kom­mis­si­on in Auf­trag gege­be­ne und vom Bis­tum finan­zier­te wis­sen­schaft­li­che Stu­die mit dem Titel Sexu­el­ler Miss­brauch und kör­per­li­che Gewalt. Über­grif­fe auf Min­der­jäh­ri­ge durch katho­li­sche Geist­li­che im Bis­tum Pas­sau 1945 bis 2022“. Durch­ge­führt wur­de das Pro­jekt zwi­schen Herbst 2022 und Herbst 2025 unter der Lei­tung von Prof. Dr. Marc von Knor­ring. Unter­stützt wur­de er bis zum Febru­ar 2024 durch ein wis­sen­schaft­li­ches Team, bestehend aus zwei His­to­ri­kern in Teil­zeit und der Kir­chen­his­to­ri­ke­rin Anna Mat­schl M.A. Anna Mat­schl wur­de auch Co-Autorin der Studie.

Bistum
08.12.2025

Aufarbeitungsstudie veröffentlicht

Nach Veröffentlichung der Aufarbeitungsstudie mit dem Titel „Sexueller Missbrauch und körperliche Gewalt.…

Der Unab­hän­gi­ge Betrof­fe­nen­bei­rat, der in den Jah­ren 20212026 die Inter­es­sen der Betrof­fe­nen in den lau­fen­den Auf­ar­bei­tungs­pro­zess ein­ge­bracht hat, hat sei­ne Tätig­keit gleich­zei­tig mit dem Ende der Tätig­keit der Unab­hän­gi­gen Auf­ar­bei­tungs­kom­mis­si­on been­det. Für die Mit­glie­der war es in beson­de­rer Wei­se schwer und her­aus­for­dernd, das Bis­tum zu unter­stüt­zen, die gesche­he­ne sexua­li­sier­te Gewalt offen­zu­le­gen und sich damit aus­ein­an­der­zu­set­zen. Sie haben ein­mal mehr deut­lich gemacht, dass Betrof­fe­ne unum­gäng­lich not­wen­dig sind für die wei­te­re kri­ti­sche Beglei­tung der Diö­ze­se Pas­sau in ihrer Arbeit in der Stabs­ab­tei­lung PINA

Unabhängigkeit - Transparenz - Betroffenenbeteiligung

Unab­hän­gi­ge Auf­ar­bei­tung braucht den exter­nen Blick und kann nicht allein aus der Insti­tu­ti­on her­aus selbst geleis­tet wer­den. Gleich­zei­tig funk­tio­niert struk­tu­rel­le Auf­ar­bei­tung nicht ohne die Ver­ant­wor­tungs­über­nah­me und Mit­wir­kung der betrof­fe­nen Insti­tu­ti­on. Vor die­sem Hin­ter­grund erar­bei­te­te die AG Auf­ar­bei­tung Kir­chen“ drei wesent­li­che Eck­punk­te für eine erfolg­rei­che Auf­ar­bei­tung im kirch­li­chen Kon­text: Unab­hän­gig­keit, Trans­pa­renz und Betroffenenbeteiligung.”

Arbeitsstab Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen

Auch nach Been­di­gung der Arbeit des Betrof­fe­nen­bei­rats und der Auf­ar­bei­tungs­kom­mis­si­on wird das Bis­tum wei­ter­hin unab­hän­gi­ge Fach­ex­per­ti­se und die Sicht der Betrof­fe­nen in die Struk­tu­ren ein­bin­den, um eine gute Ent­wick­lung von PINA zu gewährleisten.

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Wir helfen Ihnen gerne.

Antonia
Murr

Leitung der Stabsabteilung PINA