Stefanie Hintermayr /pbp
Diakon
Seelsorger, Unterstützer und Brückenbauer: Ständige Diakone wirken aus der Mitte der Kirche hinaus in die Lebenswelt der Gläubigen.
Historie
Im Jahr 1967 wurde auf Beschluss des II. Vatikanischen Konzils der Diakonat als dauerhafter Lebensstand in der Tradition der frühen Kirche wieder eingeführt. Die Aufgabe des Ständigen Diakons besteht insbesondere darin, die Liebe Christi denjenigen zu bringen, die auf Hilfe angewiesen sind. Den spezifischen Dienst nimmt er kraft des Weihesakramentes in amtlicher Vollmacht wahr.
Der Dienst des Diakons
„Der Dienst der Diakone ist wertvoll für die Mission der Kirche. Sie sind dazu berufen, Diener Christi zu sein, in der Liturgie, in Wort und in der Liebe.“
(Benedikt XVI.)
Grundsätzlich gestaltet sich der Dienst nach den Grundvollzügen der Kirche:
Diakonie
Der Diakon sorgt sich vor allem um alte, einsame, kranke, behinderte und ausgegrenzte Menschen und solche, die in soziale Not geraten sind. Er versucht, insbesondere die Gemeinde für menschliche Not zu sensibilisieren und zur tätigen Mithilfe anzuregen (z.B. Trauernde besuchen).
Verkündigung
Der Diakon eröffnet Glaubenden und Suchenden den Zugang zum Wort Gottes durch seinen Dienst innerhalb der Gemeinde oder am Arbeitsplatz, in der Katechese, in der Predigt, im Glaubensgespräch und in der Begleitung von Gruppen verschiedenen Alters, z.B. der Jugendarbeit und Erwachsenenbildung.
Liturgie
In den liturgischen Feiern macht der Diakon deutlich, dass Gottesdienst, Dienst am Nächsten und Verkündigung eine Einheit sind (Verkündigung des Evangeliums, Predigt und liturgische Assistenz). In der Eucharistiefeier steht er zusammen mit dem Priester für die seiner Sorge anvertrauten Menschen vor Gott und spendet u.a. die Krankenkommunion. Bei Taufe, Trauung, Begräbnis und Wortgottesdiensten vertritt er aufgrund seines Amtes die Gemeinde.
Wie wird man Ständiger Diakon?
Für den Dienst des Diakons wird u.a. vorausgesetzt:
- Zugehörigkeit zur katholischen Kirche
- Tägliches Gebet und die Bereitschaft, sich immer tiefer mit Jesus Christus zu verbinden
- Engagiertes Leben aus dem Glauben und die Mitarbeit in einer Pfarrgemeinde
- Bereitschaft und Fähigkeit, auf Nöte von Mitmenschen einzugehen
- Bewährung in Ehe, Familie und Beruf
- Nachweis über die physische und psychische Gesundheit
- Übernahme von Verantwortung und selbständiges Arbeiten
- Teamfähigkeit und Lernbereitschaft
Für Diakone mit Zivilberuf (DZ) besteht in der Regel eine Altersgrenze von 55 Jahren zum Zeitpunkt der Weihe. Für hauptberufliche Diakone (DH) liegt die Altersgrenze bei 50 Jahren. Bewerber für den Diakonat können verheiratet sein (Mindestalter 35 Jahre zum Zeitpunkt der Weihe) oder sich zum Zölibat verpflichten (Mindestalter 25 Jahre zum Zeitpunkt der Weihe). Bei verheirateten Bewerbern wird die Zustimmung der Ehefrau vorausgesetzt.
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Ausbildung
Die Ausbildung zum Ständigen Diakon dient der Vertiefung des Glaubenswissens, dem Erwerb grundlegender theologischer und pastoraler Kompetenzen sowie der Entwicklung der eigenen Spiritualität und Persönlichkeit.
Bildungsvoraussetzungen für Diakone mit Zivilberuf:
Mittlere Reife und abgeschlossene Berufsausbildung. Der Weg zum Diakon mit Zivilberuf umfasst eine theologische Ausbildung, die mindestens dem zweijährigen Grund- und Aufbaukurs „Theologie im Fernkurs“ (ThiF, Würzburg) entspricht, und eine damit verbundene Berufseinführung. Die begleitende pastorale Ausbildung (ca. 3 Jahre) mit geistlicher Begleitung und Praktika erfolgt im sogenannten Diakonatskreis.
Zum Diakon im Hauptberuf gibt es drei Zugangswege:
- Eine erfolgreich abgeschlossene berufsbegleitende theologische Ausbildung, die zumindest einer Fachschulausbildung entspricht (z.B.: ThiF, Würzburg), ein berufspraktisches Jahr sowie zwei Jahre Berufseinführung.
ODER
- Eine abgeschlossene Berufsausbildung als Gemeindereferent beziehungsweise Pastoralreferent.
ODER
- Ein abgeschlossenes theologisches Studium an einer katholisch-theologischen Fakultät oder Hochschule bzw. an einer Fachschule im Fachbereich Theologie, Praktische Theologie, Religionspädagogik, ein berufspraktisches Jahr sowie zwei Jahre Berufseinführung.
Über eine Ausbildung und Anstellung als Diakon im Hauptberuf wird im Einzelfall entschieden.
Zusammen mit der theologischen Ausbildung erfolgt die pastorale Ausbildung, die in der Regel etwa drei Jahre dauert.
Sie umfasst monatliche Treffen, Studienwochenenden und ‑wochen und ist mit Praktika in Gemeinden und sozialen Einrichtungen verbunden.
Dauer und Struktur der Ausbildung können im Einzelfall variieren; für detaillierte Informationen wird die persönliche Kontaktaufnahme sehr empfohlen.
Am Ende der 3 – 4 jährigen Ausbildung steht die feierliche Diakonenweihe. Über die Zulassung zur Weihe entscheidet der Diözesanbischof.
In den ersten Jahren danach wird empfohlen sich persönlich (auch theologisch) weiterzubilden.
Interessiert? Für ein Erstgespräch wenden Sie sich gern an den Bischöflichen Beauftragten:
Dr.
Anton
Cuffari
Diakon - Bischöflicher Beauftragter und Fachbereichsleiter für den Ständigen Diakonat
Hier können Sie sich zu unserem Newsletter des Ständigen Diakonats anmelden:
Nikolaus
Pfeiffer
Diakon - Redaktion - Newsletter Diakonat



