2016_10_Berufe der Kirche_Portrait Diakon Mario Unterhuber 041016 Foto2

Ständiger Diakon

Seelsorger, Unterstützer und Brückenbauer: Ständige Diakone wirken aus der Mitte der Kirche hinaus in die Lebenswelt der Gläubigen.

Historie

Im Jahr 1967 wur­de auf Beschluss des II. Vati­ka­ni­schen Kon­zils der Dia­ko­nat als dau­er­haf­ter Lebens­stand in der Tra­di­ti­on der frü­hen Kir­che wie­der ein­ge­führt. Die Auf­ga­be des Stän­di­gen Dia­kons besteht ins­be­son­de­re dar­in, die Lie­be Chris­ti den­je­ni­gen zu brin­gen, die auf Hil­fe ange­wie­sen sind. Den spe­zi­fi­schen Dienst nimmt er kraft des Wei­he­sa­kra­men­tes in amt­li­cher Voll­macht wahr.

Der Dienst des Diakons

Grund­sätz­lich gestal­tet sich der Dienst nach den drei Grund­voll­zü­gen der Kirche:

Diakonie

Der Dia­kon sorgt sich vor allem um alte, ein­sa­me, kran­ke und behin­der­te Men­schen und sol­che, die in sozia­le Not gera­ten sind. Er ver­sucht, ins­be­son­de­re die Gemein­de für mensch­li­che Not zu sen­si­bi­li­sie­ren und zur täti­gen Mit­hil­fe anzuregen.

Verkündigung

Der Dia­kon eröff­net Glau­ben­den und Suchen­den den Zugang zum Wort Got­tes durch sei­nen Dienst inner­halb der Gemein­de oder am Arbeits­platz, in der Kate­che­se, in der Pre­digt, im Glau­bens­ge­spräch und in der Beglei­tung von Grup­pen ver­schie­de­nen Alters, z.B. der Jugend­ar­beit und Erwachsenenbildung.

Liturgie

In den lit­ur­gi­schen Fei­ern macht der Dia­kon deut­lich, dass Got­tes­dienst, Dienst am Nächs­ten und Ver­kün­di­gung eine Ein­heit sind (Ver­kün­di­gung des Evan­ge­li­ums, Pre­digt und lit­ur­gi­sche Assis­tenz). In der Eucha­ris­tie­fei­er steht er zusam­men mit dem Pries­ter für die sei­ner Sor­ge anver­trau­ten Men­schen vor Gott und spen­det u.a. die Kran­ken­kom­mu­ni­on. Bei Tau­fe, Trau­ung, Begräb­nis und Wort­got­tes­diens­ten ver­tritt er auf­grund sei­nes Amtes die Gemeinde.

Wie wird man Ständiger Diakon?

Für den Dienst des Dia­kons wird u.a. vorausgesetzt:

  • Zuge­hö­rig­keit zur katho­li­schen Kirche
  • Täg­li­ches Gebet und die Bereit­schaft, sich immer tie­fer mit Jesus Chris­tus zu verbinden
  • Enga­gier­tes Leben aus dem Glau­ben und die Mit­ar­beit in einer Pfarrgemeinde
  • Bereit­schaft und Fähig­keit, auf Nöte von Mit­men­schen einzugehen
  • Bewäh­rung in Ehe, Fami­lie und Beruf
  • Nach­weis über die phy­si­sche und psy­chi­sche Gesundheit
  • Über­nah­me von Ver­ant­wor­tung und selb­stän­di­ges Arbeiten
  • Team­fä­hig­keit und Lernbereitschaft

Für Dia­ko­ne mit Zivil­be­ruf (DZ) besteht in der Regel eine Alters­gren­ze von 55 Jah­ren zum Zeit­punkt der Wei­he. Für haupt­be­ruf­li­che Dia­ko­ne (DH) liegt die Alters­gren­ze bei 50 Jah­ren. Bewer­ber für den Dia­ko­nat kön­nen ver­hei­ra­tet sein (Min­dest­al­ter 35 Jah­re zum Zeit­punkt der Wei­he) oder sich zum Zöli­bat ver­pflich­ten (Min­dest­al­ter 25 Jah­re zum Zeit­punkt der Wei­he). Bei ver­hei­ra­te­ten Bewer­bern wird die Zustim­mung der Ehe­frau vorausgesetzt.

1. Theologische Ausbildung

Bil­dungs­vor­aus­set­zun­gen für Dia­ko­ne mit Zivil­be­ruf: Mitt­le­re Rei­fe und abge­schlos­se­ne Berufs­aus­bil­dung. Der Weg zum Dia­kon mit Zivil­be­ruf umfasst eine theo­lo­gi­sche Aus­bil­dung, die min­des­tens dem zwei­jäh­ri­gen Grund- und Auf­bau­kurs Theo­lo­gie im Fern­kurs“ (ThiF, Würz­burg) ent­spricht, und eine damit ver­bun­de­ne Berufs­ein­füh­rung. Die beglei­ten­de pas­to­ra­le Aus­bil­dung (ca. 3 Jah­re) mit Prak­ti­ka und geist­li­cher Beglei­tung erfolgt im soge­nann­ten Dia­ko­nats­kreis.

Zum Dia­kon im Haupt­be­ruf gibt es drei Zugangs­we­ge:
Eine erfolg­reich abge­schlos­se­ne berufs­be­glei­ten­de theo­lo­gi­sche Aus­bil­dung, die zumin­dest einer Fach­schul­aus­bil­dung ent­spricht (z.B.: ThiF, Würz­burg); eine abge­schlos­se­ne Berufs­aus­bil­dung als Gemeindereferent/​in bezie­hungs­wei­se Pastoralreferent/​in; ein abge­schlos­se­nes theo­lo­gi­sches Stu­di­um an einer katho­lisch-theo­lo­gi­schen Fakul­tät oder Hochschule

Oder: Ein abge­schlos­se­nes Stu­di­um an einer Fach­schu­le im Fach­be­reich Theo­lo­gie, Prak­ti­sche Theo­lo­gie, Reli­gi­ons­päd­ago­gik.

Über eine Aus­bil­dung und Anstel­lung als Dia­kon im Haupt­be­ruf (DH) wird im Ein­zel­fall entschieden.

2. Praktische Ausbildung

Nach oder auch wäh­rend der theo­lo­gi­schen Aus­bil­dung erfolgt die pas­to­ra­le Aus­bil­dung, die in der Regel etwa drei Jah­re dau­ert. Sie umfasst monat­li­che Tref­fen, Stu­di­en­wo­chen­en­den und -wochen und ist mit Prak­ti­ka verbunden.

Am Ende der Aus­bil­dung steht die fei­er­li­che Dia­ko­nen­wei­he. In den ers­ten Jah­ren danach gibt es ver­pflich­ten­de Weiterbildungsangebote.

Der Weg zum Dia­kon mit Zivil­be­ruf umfasst eine theo­lo­gi­sche Aus­bil­dung, die min­des­tens dem Grund- Auf­bau- und Pas­to­ral­kurs von Theo­lo­gie im Fern­kurs” ent­spricht, ein­schließ­lich meh­re­rer Stu­di­en­wo­chen­den bzw. Stu­di­en­wo­chen. Die beglei­ten­de pas­to­ra­le Aus­bil­dung (ca. 3 Jah­re) mit Prak­ti­ka und geist­li­cher Beglei­tung erfolgt im soge­nann­ten Diakonatskreis.

Am Ende der ca. 4-jäh­ri­gen Aus­bil­dung steht die Dia­ko­nen­wei­he. Über die Zulas­sung zur Wei­he ent­schei­det der Diözesanbischof.

Interessiert? Für ein Erstgespräch wenden Sie sich bitte an den Bischöflichen Beauftragten oder den Fachbereichsleiter!

Gerhard Auer

Gerhard Auer

Domkapitular

Dr. Anton Cuffari

Dr. Anton Cuffari

Leiter Fortbildung und berufliche Begleitung

Dr. Andrea Pichlmeier

Dr. Andrea Pichlmeier

Studienleiterin

Nähere Informationen zum Fernkursstudium finden Sie auf dem Blog der Studienleiterin:

Weitere Informationen zum Ständigen Diakonat unter: