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Reutern


Die Pfarrei

"St. Valentin"

in Reutern

 

mit Informationen aus dem "Handbuch des Bistums Passau 2010"

 

Die Pfarrei gehört zum Pfarrverband Bad Griesbach im Dekanat Pocking der Diözese Passau. Zum Gebiet der Pfarrgemeinde gehören heute 580 Katholiken. Die Gründung der Pfarrei liegt 1000 Jahre zurück. Zwischen 1094 und 1097 wurde der Ort erstmals erwähnt. Eine bischöfliche Pfarrei wurde der Ort ca. im 12. Jahrhundert, das heißt ca. 1170 wurde ein Pleban erstmals genannt. Bei der Pfarrkirche handelt es sich um eine frühmittelalterliche bischöfliche Kirche.

Etwa 250 Meter von der Kirche entfernt wurde 1898 auf einer nördlichen Erhebung der Friedhof errichtet und 1965 erweitert.

Verschiedene Gruppen bieten vielfältige Möglichkeiten, sich am Leben der Pfarrgemeinde zu beteiligen. Ein zentraler Treffpunkt nicht nur des Pfarr-, sondern des gesamten Dorflebens ist das Pfarrheim, das unmittelbar neben der Kirche liegt.

 

Kirchliche Vereinigungen:

KAB Reutern seit 1966, zur Zeit 42 Mitglieder (Stand: 2016)

 

KDFB Reutern von 1967 bis 2011, zur Zeit ruht die Vereinsarbeit

Singkreis Reutern, zur Zeit 20 Mitglieder

Kinderchor seit 2003, zur Zeit 14 Mitglieder

Kindergruppe, zur Zeit 17 Mitglieder

Jugendgruppe, zur Zeit 20 Mitglieder

Ministranten, zur Zeit 30 Mitglieder

Seniorenclub seit 1986, zur Zeit 30 Mitglieder

 

Die Pfarrkirche St. Valentin:
Die Kirche von Reutern ist Stein gewordenes Zeugnis für die lange Geschichte der Pfarrei: Verschiedene Bau-Epochen haben an ihr markante Spuren hinterlassen und ihr das heutige Aussehen gegeben. Der Turm der Kirche ist das älteste ganz erhaltene Gebäude im Raum Bad Griesbach. Mit seinem Satteldach im romanisch - frühgotischen Übergangsstil wurde er um 1250 erbaut. Der Chor von Reutern ist ein typisches Werk spätgotischer Kirchenbaukunst der Passauer Bauschule um 1450/60. Nicht zuletzt die Gewölbefiguration des "Sechsrautensterns", die Tellersteine an allen Gewölbekreuzungen, die Rundstabeinfassung der inneren Wandpfeiler und die reiche Gliederung des oberen Teils der Chorbögen sind deutliche Kennzeichen dieser "Passauer" Kirchen. Eine Figur des Kirchenpatrons St. Valentin ist um 1490 geschaffen worden. Das Kirchenschiff ist ein ganz einzigartiger Bau der Krisenzeit am Ende des Mittelalters. Es dürfte nach 1500 entstanden sein. Ganz singulär sind alle Spitzbögen des Gewölbes nicht rund aus den Geraden entwickelt, sondern beginnen abrupt mit einem Winkel. Weitere Details hinterlassen insgesamt einen "sperrigen" Gesamteindruck. Ein mit Reutern identisches Gewölbe findet sich im Chor von Kirchdorf am Inn des Meisters Hans Wechselberger, von dem u.a. auch Rotthalmünster (1478/81), Ering, Münchham (1491) und Pocking (1491) ausgeführt wurden. Der Baumeister von Reutern muss also eine besondere Nähe zu Wechselberger haben. Der Unterschied zwischen den eleganten Bauten des Meisters und der sperrigen Auffassung in Reutern deutet auf einen Schüler hin. Hochaltar und Kanzel der Reuterner Kirche entstammen dem Barock und Rokkoko des 17./18. Jahrunderts. 1900 erfolgte der Sakristeianbau. 200 Sitzplätze befinden sich in der Kirche. Nach gelungener Außenrenovierung in den Jahren 2002 bis 2003 ist die Pfarrkirche St. Valentin nun wieder ein Schmuckstück in der Mitte des Ortes.

 

Die Wieskapelle "Heiligste Dreifaltigkeit" in Reutern 18:
In und um Reutern gibt es viele kleinere und größere Kapellen. Eine besondere kunsthistorische Erwähnung verdient die Wieskapelle aufgrund ihrer Stuck-Ausstattung, die um 1750 von Johann Baptist Modler geschaffen wurde.

 

Weitere Kapellen in:

Adlmörting

Zachsdorf

Dobl und

Neukl, 1864 erbaut an Stelle einer älteren Kapelle und 2009-2010 renoviert.