Weltkirche

Adveniat-Weihnachtsaktion „Friede! Mit Dir!“ in Freiburg eröffnet

Pressemeldung am 02.12.2019

191202_eroeffnung2019_2_adveniat_pm info-icon-20px Foto: Bastian Bernhardt/Adveniat
Mit Bildern aus Lateinamerika sind der Freiburger Erzbischof Stephan Burger, Kardinal Pedro Barreto, Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck und Adveniat-Hauptgeschäftsführer Pater Michael Heinz ins Freiburger Münster zum Gottesdienst zur Eröffnung der Adveniat-Weihnachtsaktion "Friede! Mit Dir!" eingezogen. Foto: Bastian Bernhardt/Adveniat

„Frieden brauchen wir heute mehr denn je!“ Das unterstrich Erzbischof Stephan Burger in seiner Predigt in einem feierlichen Gottesdienst zum Auftakt der Adveniat-Weihnachtsaktion in Freiburg.

Zusam­men mit Adve­ni­at-Part­ner Kar­di­nal Pedro Ricar­do Bar­re­to Jime­no aus Peru, Adve­ni­at-Bischof Franz-Josef Over­beck und vie­len enga­gier­ten Chris­tin­nen und Chris­ten eröff­ne­te der Frei­bur­ger Erz­bi­schof die bun­des­wei­te Weih­nachts­ak­ti­on der Katho­li­schen Kir­che unter dem Mot­to Frie­de! Mit Dir!“ am ers­ten Advents­sonn­tag, 1. Dezem­ber 2019, im Frei­bur­ger Münster.

Für Frie­den müs­sen wir uns im 21. Jahr­hun­dert, einem Jahr­hun­dert, das sich wie­der mehr und mehr in Kon­flik­te ver­strickt, umso drin­gen­der ein­set­zen“, zeig­te sich Erz­bi­schof Bur­ger über­zeugt. Denn Gewalt, Unge­rech­tig­keit, Aus­beu­tung von Mensch und Natur, Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen und Unter­drü­ckung sei­en in vie­len Län­dern die­ser Welt Rea­li­tät. Eine Rea­li­tät, die uns her­aus­for­dert, wenn wir unser Christ­sein, ja unser Mensch­sein ernst neh­men.“ Des­halb sei das The­ma Frie­de alles ande­re als behag­lich. Für Erz­bi­schof Bur­ger ist Frie­de ein hoch poli­ti­scher Auf­schrei, der die vie­len Unge­rech­tig­kei­ten empört wahr­nimmt. Frie­de!“ – Das ist die Auf­for­de­rung an die Ver­ant­wort­li­chen in den Staa­ten, gegen Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen vor­zu­ge­hen. Er wird zur Auf­for­de­rung an Unter­neh­men und Wirt­schaft, die­se Erde nicht wei­ter auszubeuten.“

Dem Frei­bur­ger Erz­bi­schof zufol­ge ist Frie­de eine Grund­hal­tung, die nur Wirk­lich­keit wird, wenn man dem ande­ren genau­so Respekt, Ach­tung und Wür­de zuge­steht, wie man es selbst erwar­te. Mit Dir!“ bedeu­te dann, dass der Frie­de nicht über die Köp­fe hin­weg auf­ge­drückt oder über­ge­stülpt wird, son­dern sich am Nächs­ten ori­en­tiert – auch bei aller kul­tu­rel­ler und welt­an­schau­li­cher Ver­schie­den­heit“, so Erz­bi­schof Bur­ger. Die­se Grund­hal­tung lie­ge auch der Arbeit des Latein­ame­ri­ka-Hilfs­werks Adve­ni­at zugrun­de: Unter­stüt­zung für und am Men­schen, mit dem Nächs­ten und nie­mals über ihn hin­weg!“, so Burger.

Kar­di­nal Pedro Ricar­do Bar­re­to Jime­no stell­te in sei­nem Dank- und Segens­wort fest: Wir leben in der Einen Welt’ extre­mer Ungleich­heit. Der glo­ba­li­sier­ten Wirt­schaft, deren Aus­beu­tung in jeder Hin­sicht kei­ne Gren­zen kennt, müs­sen wir eine welt­wei­te Soli­da­ri­tät ent­ge­gen­stel­len.“ Der Vize­prä­si­dent des Ama­zo­nas-Netz­werks Repam war von Papst Fran­zis­kus zu einem der drei Vor­sit­zen­den der Ama­zo­nas-Syn­ode beru­fen wor­den. In den Domi­til­la-Kata­kom­ben haben wir einen Neu­en Kata­kom­ben­pakt für das Gemein­sa­me Haus’ unter­zeich­net, in dem wir uns zu einem ein­fa­chen, nach­hal­ti­gen und soli­da­ri­schen Lebens­stil ver­pflich­ten“, berich­te­te er von der Syn­ode. Es sei die Pflicht aller, die Stim­me zu erhe­ben gegen die Ver­let­zun­gen der Men­schen­rech­te, gegen die von Pro­fit­gier getrie­be­ne rück­sichts­lo­se Aus­beu­tung unse­rer Erde. Wir müs­sen das gemein­sa­me Haus, Got­tes Schöp­fung, unse­re Mut­ter Erde bewah­ren. Nicht nur in mei­ner Hei­mat Peru, nicht nur im Regen­wald, son­dern welt­weit. Der Kli­ma­wan­del kennt kei­ne Gren­zen und betrifft uns alle.“ Aus­drück­lich warb Kar­di­nal Bar­re­to um Unter­stüt­zung des Latein­ame­ri­ka-Hilfs­werks Adve­ni­at: Ich bit­te Sie alle um ein offe­nes Herz und Ihre groß­zü­gi­ge Mit­hil­fe, damit Adve­ni­at wei­ter­hin Pro­jek­te in vie­len Diö­ze­sen unter­stüt­zen kann. Ihr Bei­trag ist eine kon­kre­te Ges­te lie­ben­der Soli­da­ri­tät mit Initia­ti­ven und Orga­ni­sa­tio­nen der Kir­che in Lateinamerika.“

Text: Adve­ni­at

Adve­ni­at, das Latein­ame­ri­ka-Hilfs­werk der katho­li­schen Kir­che in Deutsch­land, steht für kirch­li­ches Enga­ge­ment an den Rän­dern der Gesell­schaft und an der Sei­te der Armen. Dazu arbei­tet Adve­ni­at ent­schie­den in Kir­che und Gesell­schaft in Deutsch­land. Getra­gen wird das Werk von hun­dert­tau­sen­den Spen­de­rin­nen und Spen­dern – vor allem auch in der all­jähr­li­chen Weih­nachts­kol­lek­te am 24. und 25. Dezem­ber. Adve­ni­at finan­ziert sich zu 95 Pro­zent aus Spen­den. Die Hil­fe wirkt: Im ver­gan­ge­nen Jahr konn­ten rund 2.000 Pro­jek­te geför­dert wer­den, die mit mehr als 36 Mil­lio­nen Euro genau dort anset­zen, wo die Hil­fe am meis­ten benö­tigt wird: an der Basis, direkt bei den Armen.