Bistum

Visitation - Bischof Stefan im Pfarrverband Lalling

Pressemeldung am 26.11.2019

DSC_0039 info-icon-20px Foto: Alexander Barth

Einen gut gefüllten Terminkalender hatte Bischof Dr. Stefan Oster SDB, als er am Tag der hl. Cäcilia gemeinsam mit dem bischöflichen Visitationssekretär Markus Sturm zum Visitationsbesuch in den Pfarrverband Lalling reiste.

Im Pfarr­ver­bands­bü­ro in Lal­ling wur­den zunächst die Matri­kel­bü­cher in Augen­schein genom­men und Gesprä­che mit den haupt­amt­li­chen Mit­ar­bei­tern in den Büros und im Seel­sor­ge­team um Pfar­rer Phil­ipp Höpp­ler geführt. Danach ging es nach Auer­bach, wo im Pfarr­heim nach­mit­tags die Ver­tre­te­rin­nen der KiTas und der Eltern-Kind­grup­pen zum Gespräch mit dem Bischof gela­den waren. Anschlie­ßend folg­te der Aus­tausch mit den Kir­chen­pfle­gern und Pfarr­ge­mein­de­rats­vor­sit­zen­den, schließ­lich eine Run­de mit den Ver­tre­tern der kirch­li­chen Ver­ei­ne und Grup­pie­run­gen wie Frau­en­bün­de, Jugend, Cari­tas, Musik oder auch Seniorenclubs.

Am Abend kehr­te das Visi­ta­ti­ons­team zurück nach Lal­ling, wo in der Pfarr­kir­che als Höhe­punkt der Visi­ta­ti­on die Eucha­ris­tie gefei­ert wur­de. Wahr­lich ein inten­si­ver Tag war es, wie der Bischof beton­te, als er den Besu­chern aus den vier Pfar­rei­en Auer­bach, Grat­ters­dorf, Lal­ling und Schauf­ling sowie der Expo­si­tur Hun­ding in einer klei­nen Rück­schau berich­te­te. Bei den Tref­fen habe er enga­gier­te Mit­ar­bei­ter und ein gut zusam­men­ar­bei­ten­des Team erlebt, dass mit Freu­de die Auf­ga­ben erle­digt. Er sei auch froh, aus ers­ter Hand von den Anlie­gen der Mit­ar­bei­ter zu erfah­ren. In inten­si­ven Debat­ten wur­de offen und ehr­lich dar­über dis­ku­tiert, wie es im Pfarr­ver­band wei­ter­geht. Bemer­kens­wert fand Bischof Oster, dass ein Bewusst­sein gewach­sen ist, gemein­sam ein Pfarr­ver­band zu sein, auch wenn es kei­nen zen­tra­len Ort gibt. Es gibt selb­stän­di­ge Ort­schaf­ten, die ver­su­chen, zusam­men­zu­ar­bei­ten, aber es gibt kei­nen Platz­hir­schen“, der der größ­te Ort ist und da pas­siert alles“, so sei­ne Erkennt­nis. Sei­nen beson­de­ren Dank drück­te der Bischof schließ­lich den Haupt- und Ehren­amt­li­chen im Pfarr­ver­band aus für ihre geleis­te­te Arbeit.

In sei­ner beein­dru­cken­den Pre­digt griff er im Wei­te­ren die in den Gesprä­chen oft gestell­te Fra­ge auf, wie man wie­der mehr und auch jun­ge Leu­te in die Kir­che bringt. Doch um was geht es dabei? Gilt es ein­fach nur, Kir­chen­bän­ke zu fül­len und wie gewohnt wei­ter zu machen oder ist es ein Anlie­gen, per­sön­li­che Glau­bens­er­fah­run­gen zu machen und dadurch auch die Sehn­sucht nach der Gemein­schaft zu wecken? Aus der Lesung des Tages erklär­te der Bischof, dass das Leben der Israe­li­ten immer dann am segens­reichs­ten war, wenn sie sich neu und in beson­de­rer Wei­se Gott zuge­wandt haben. Im Evan­ge­li­um von der Ver­trei­bung der Händ­ler aus dem Tem­pel stellt Jesus eben­falls und unmiss­ver­ständ­lich Gott und die Bezie­hung zu ihm in den Mittelpunkt. 

Die­ses Anlie­gen gilt auch heu­te und auch uns. So stellt Bischof Oster ger­ne bei Wie­der­ein­wei­hun­gen nach Kir­chen­re­no­vie­run­gen die Fra­ge Was heißt eigent­lich Innen­re­no­vie­rung der Kir­che?“ Neben dem Gebäu­de müs­sen wir den Begriff Kir­che“ auch auf unse­re Gemein­schaft und auf uns selbst als Teil die­ser Gemein­schaft bezie­hen und eben auch unser Glau­bens­le­ben reno­vie­ren“, immer wie­der neu auf Jesus aus­rich­ten. Wir alle dür­fen uns von Jesus berüh­ren las­sen und wir sind auf­ge­for­dert, die­ses Berührt-Sein auch aus­zu­strah­len und davon Zeug­nis zu geben.

Die musi­ka­li­sche Gestal­tung des Got­tes­diens­tes über­nahm der Kir­chen­chor aus Grat­ters­dorf unter Lei­tung von Kas­par Gerg, der ver­stärkt durch Sän­ge­rin­nen und Sän­ger aus den ande­ren Pfar­rei­en zu einem rich­ti­gen Pfarr­ver­band­schor wurde.

Pfarr­ge­mein­de­rats­vor­sit­zen­der Alex­an­der Barth ergriff zum Schluss des Got­tes­diens­tes das Wort, um Bischof Oster und Visi­ta­ti­ons­se­kre­tär Sturm Dan­ke­schön und Vergelt’s Gott zu sagen. Wert­schät­zend und ermu­ti­gend emp­fand er es, im Rah­men der Visi­ta­ti­on nicht nur die Bücher, son­dern auch die Men­schen, die Gemein­den mit­ein­zu­bin­den. Vie­le Impul­se für den Weg in den nächs­ten Jah­ren habe man bekom­men, den es nun zu gestal­ten gilt. In der Pfar­rei Lal­ling ist die­ser Weg maß­geb­lich geprägt von der anste­hen­den Reno­vie­rung der Pfarr­kir­che. Auch wenn es noch eini­ge Jah­re dau­ern wird, bis die­se abge­schlos­sen ist, nutz­te Barth die Gele­gen­heit, in Anspie­lung auf sei­ne Aus­sa­gen aus der Pre­digt, den Bischof schon jetzt zur Wie­der­ein­wei­hung ein­zu­la­den. Als klei­nes Geschenk gab es ein Glas Lal­lin­ger Pfarr­hof­mar­me­la­de“, die im Pfarr­haus selbst gemacht wird und die dort jeder gegen eine klei­ne Spen­de zuguns­ten der Kir­chen­re­no­vie­rung bekom­men kann.

Einen gesel­li­gen Abschluss fand der Visi­ta­ti­ons­be­such schließ­lich in der Aula der Lal­lin­ger Grund­schu­le bei einem Steh­emp­fang, den die Pfarr­ge­mein­de­rä­te und die Kir­chen­ver­wal­tun­gen des Pfarr­ver­bands gemein­sam vor­be­rei­te­ten. In locke­rer Run­de hat­ten die Besu­cher hier die Gele­gen­heit, mit­ein­an­der ins Gespräch zu kom­men und auch ein paar Wor­te mit Bischof Oster zu wechseln.

Text: Andre­as Schröck/​Alexander Barth
Fotos: Alex­an­der Barth