Weltkirche

Besuch aus El Salvador bei der Caritas Passau

Stefanie Hintermayr am 05.04.2019

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Bischof William Ernesto Iraheta Rivera aus El Salvador tauscht sich im Konradinum Passau mit Caritas-Verantwortlichen aus. Thema ist auch die Misereor Fastenaktion 2019.

Bischof Wil­liam Ernes­to Ira­he­ta Rive­ra aus El Sal­va­dor hat sich mit Cari­tas-Ver­ant­wort­li­chen über Jugend­so­zi­al­ar­beit aus­ge­tauscht. Beim Tref­fen am Don­ners­tag, 4. April im Pas­sau­er Cari­tas­zen­trum Kon­ra­d­inum beton­te der Bischof, der auch die Cari­tas in sei­nem Bis­tum San­tia­go de María lei­tet, die Auf­ga­be jun­gen Leu­ten Bil­dung und beruf­li­che Qua­li­fi­ka­tio­nen zu ermög­li­chen. Im Zuge der Mise­re­or Fas­ten­ak­ti­on stell­te er Pro­jek­te vor, mit denen unter ande­rem die Jugend­li­chen davor bewahrt wer­den, in den Dro­gen­han­del abzu­rut­schen. Es gehe ihm um drei grund­le­gen­de Pro­zes­se, so Bischof Ira­he­ta Rive­ra: um einen Weg zum Evan­ge­li­um, um die Mög­lich­keit eine Schu­le besu­chen zu kön­nen und um beruf­li­che Inte­gra­ti­on zum Bei­spiel in der Land­wirt­schaft oder im Tou­ris­mus­be­reich. Er unter­stützt als Lei­ter der diö­ze­sa­nen Cari­tas sozia­le Pro­jek­te zur Ver­bes­se­rung der Situa­ti­on von Fami­li­en, die unter pre­kä­ren Bedin­gun­gen leben und orga­ni­siert mit dem Hilfs­werk Mise­re­or Pro­gram­me für Frau­en und Jugendliche.

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Das Treffen im Konradinum der Caritas Passau mit (v.l.n.r.) Christine Krammer (Referat Weltkirche Bistum Passau), Caritasvorstand Diakon Konrad Niederländer und Bischof William Ernesto Iraheta Rivera

Für Bischof Wil­liam Ernes­to Ira­he­ta Rive­ra, der auch Gene­ral­se­kre­tär der sal­va­do­ria­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz ist, spielt die Dro­gen­pro­ble­ma­tik eine gro­ße Rol­le. Sein Land liegt auf der Haupt­rou­te des Koka­in-Han­dels von Kolum­bi­en in die USA. Der Kon­sum und Han­del führ­ten zu Gewalt. Umso mehr bräuch­ten die Men­schen Per­spek­ti­ven, um aus die­ser Spi­ra­le auszusteigen.

Cari­tas­vor­stand Dia­kon Kon­rad Nie­der­län­der ver­wies auf die Sor­ge um Men­schen in Not. Cari­tas und Mise­re­or stün­den für Hil­fen, die nach­hal­tig das Leben ver­än­dern. Auch bei unter­schied­li­chen Vor­aus­set­zun­gen in El Sal­va­dor und Deutsch­land gehe es um ein gemein­sa­mes Grund­an­lie­gen: den Glau­ben über das Wir­ken der Cari­tas in der Gesell­schaft spür­bar wer­den zu lassen.

Im Kon­ra­d­inum stell­te Dia­kon Nie­der­län­der die Brei­te der Cari­tas­diens­te, dar­un­ter auch Akut­hil­fen wie die Her­ber­ge für Obdach­lo­se und den Mit­tags­tisch Täg­lich Brot“ vor. Über Kinder‑, Jugend- und Fami­li­en­hil­fen infor­mier­ten die Lei­te­rin der Abtei­lung, Dr. Mar­ti­na Hartl, und die Fach­be­reichs­lei­te­rin Eri­ka Paul. Ire­ne Kriegl stell­te die Hil­fen der Kath. Schwan­ger­schafts­be­ra­tung vor. Johann Erbert­se­der und Horst Rie­ger, als Vor­stän­de der Arbeits­ge­mein­schaft katho­li­scher Ein­rich­tun­gen und Diens­te der Erzie­hungs­hil­fen (AGkE) zeig­ten die Arbeit in der Erzie­hungs­be­ra­tung sowie in sta­tio­nä­ren oder teil­sta­tio­nä­ren Ein­rich­tun­gen auf. Beruf­li­che Hil­fen erläu­ter­te Moni­ka Schus­ter, vom Cari­tas-Berufs­bil­dungs­zen­trum Frey­ung. Wie straf­fäl­li­ge Jugend­li­che beglei­tet wer­den, mach­ten Rena­te Ascher und Marc Aubry von der Cari­tas­ein­rich­tung Die Brü­cke“ deutlich.

Text + Foto: Wolf­gang Duschl