Das glauben wir

Exerzitien im Alltag - 5. Woche

Redaktion am 22.03.2021

20201021 105736 Foto: Gudrun Weigl

Gelobt seist du mein Herr, durch unseren Bruder den leiblichen Tod; ihm kann kein Mensch lebend entrinnen. Wehe jenen, die in schwerer Sünde sterben. Selig jene, die sich in deinem heiligsten Willen finden, denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun. Lobt und preist
meinen Herrn und sagt ihm Dank und dient ihm mit großer Demut.

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1. Impuls: Wahrnehmungsübung als Gebet

• Ich sit­ze oder ste­he und neh­me mich von den Füßen bis zum Schei­tel wahr.
• Ich spü­re den Atem, wie er ein- und aus­strömt, wie er mich belebt.
• Ich schütt­le vor­sich­tig mei­ne Arme, mei­ne Bei­ne und mei­nen gan­zen Kör­per durch.
• Ich neh­me wahr, wie ich jetzt da bin? Viel­leicht spü­re ich Leben­dig­keit und Wach­heit in mir.
• Ich lege mich auf den Boden und las­se mich los.
Ich füh­le mich auf­ge­fan­gen und getra­gen von der Erde.

Dabei spre­che ich:
Gott, ich bin vor dir da!
Du trägst mich und erhältst mich am Leben
Dir ver­traue ich mein Leben und mein Ster­ben an.

Übun­gen für die Woche
• Wenn ich ein Kreuz sehe, den­ke ich bewusst an Jesu Ster­ben, sein Ster­ben auch für mich!
• Ich fra­ge mich, wäre ich bereit, mein Leben loszulassen?

2. Impuls: Wort Gottes - Dtn 30, 15, 16, 19 -20

Sie­he, hier­mit lege ich dir heu­te das Leben und das Glück, den Tod und das Unglück vor, näm­lich so: Ich selbst ver­pflich­te dich heu­te, den HERRN, dei­nen Gott, zu lie­ben, auf sei­nen Wegen zu gehen und sei­ne Gebo­te, Sat­zun­gen und Rechts­ent­schei­de zu bewah­ren, du aber lebst und wirst zahl­reich und der HERR, dein Gott, seg­net dich in dem Land, in das du hin­ein­ziehst, um es in Besitz zu neh­men. Den Him­mel und die Erde rufe ich heu­te als Zeu­gen gegen euch an. Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch. Wäh­le also das Leben, damit du lebst, du und dei­ne Nach­kom­men. Lie­be den HERRN, dei­nen Gott, hör auf sei­ne Stim­me und hal­te dich an ihm fest; denn er ist dein Leben.

Gedan­ken dazu:
Wäh­le das Leben, das klingt sehr ein­fach und doch ist es immer bewusst oder unbe­wusst eine Ent­schei­dung. Manch­mal bin ich her­aus­ge­for­dert, bewusst zum Leben, wie es gera­de ist – ja — zu sagen, auch wenn es schwer ist!

• Ich über­le­ge, wie es mir gehen wür­de, wenn ich wüss­te, ich habe nicht mehr lan­ge zu leben. Was wür­de ich ändern oder ganz bewusst noch leben?
• Die oben genann­te Bibel­stel­le aus dem Buch Deu­te­ro­no­mi­um gibt uns den Rat: Lie­be den Herrn, hör auf sei­ne Stim­me und hal­te dich an ihm fest“!
Die­se Aus­rich­tung führt uns zum wah­ren Leben. Was bewegt mich dabei und wel­che Bedeu­tung ha t die­se Auf­for­de­rung für mich?

Gebet
Gott, du willst,
dass ich mich für das Leben ent­schei­de,
ein Leben aus dir und mit dir.
Du bist der Grund und das Ziel mei­nes Lebens!
Lass mich auf die­ses Ziel hin
aus­ge­rich­tet blei­ben
und mit Dir leben.

3. Impuls: voll Hoffnung und Zuversicht leben

Als Fran­zis­kus sich schon sei­nen let zten Tagen näher­te, bat er man möge ihn nach San­ta Maria zu Por­ti­unku­la tra­gen, damit er dort, wo er ange­fan­gen hat­te, auch den Atem des Lebens dem Schöp­fer zurück­ge­be. Dort ange­kom­men, leg­te er sich in hei­li­ger Begeis­te­rung ganz ent­blößt auf den nack­ten Boden, um zu zei­gen, dass er nichts mehr in die­ser Welt habe. Als er sei­nes ärm­li­chen Gewan­des ent­klei­det so auf dem Boden lag, sag­te er zu sei­nen Br üdern: Was ich tun konn­te, das habe ich getan; möge nun Chris­tus euch leh­ren, was ihr tun sollt.“ Als die Brü­der bit­ter­lich wein­ten und untröst­lich klagt, ließ sich der hei­li­ge Vater Brot brin­gen. Er seg­ne­te es, bracht es und reich­te jedem ein Stück­lein zum Essen. Er ließ auch das Evan­ge­li­en­buch brin­gen und bat, man möge ihm das Evan­ge­li­um nach Johan­nes vor­le­sen von der Stel­le an, wo es heißt: Vor dem Oster­fes­te usw.“ Dar­auf benütz­te er die weni­gen Tage, die bis zu sei­nem Heim­gang noch übrig waren, zum Lobe Got­tes und for­der­te sei­ne gelieb­ten Gefähr­ten auf, mit ihm Chris­tus zu loben. Er selbst aber brach, so so gut er konn­te, in die­sem Psalm aus: Mit mei­ner Stim­me rufe ich zum Herrn, mit mei­ner Stim­me fle­he ich zum Herrn.“ Er lud auch alle Geschöp­fe zum Lob­preis Got­tes ein und durch Wor­te, die er eins­tens gedich­tet, for­der­te er sie auf zum Lobe Got­tes. Ja, sogar den Tod per­sön­lich, allen schreck­lich und ver­hasst, for­der­te er auf zum Lob­preis. Fröh­lich ging er ihm ent­ge­gen und lud ihn zu Gast: Sei will­kom­men, mein Bru­der Tod!“ Zum Arzt aber sag­te er: Mut, Bru­der Arzt, sag er mir nur, dass der Tod sehr nahe ist, er wird mir die Pfor­te zum Leben sein!“ Und zu den Brü­dern sprach er: Wenn ihr seht, dass es mit mir zu Ende geht, so legt mich nackt, wie ihr mich vor­ges­tern gese­hen habt, auf den Boden und lasst mich, wenn ich ver­schie­den bin, solan­ge lie­gen, als man braucht, um gemäch­lich eine Mei­le weit gehen zu können.“ 

Gedan­ken dazu
Für den Hl. Fran­zis­kus war der Tod Bru­der und Pfor­te zum Ewi­gen Leben. Sei­nen Tod insze­nier­te er als Heim­gang zu Gott. Nackt wur­de er gebo­ren, nackt will er ster­ben. Er hat­te kei­ne Angst und wuss­te sich im Ein­klang mit Gott.

• Was löst die­se Erzäh­lung vom hl. Fran­zis­kus in mir aus?
• Wie vor­be­rei­tet möch­te ich ster­ben? Ich las­se die­se Gedan­ken an mei­nen eige­nen Tod zu.

Gebet
Lass mich glau­ben,
dass der Tod Durch­gang ist zu DIR.

4. Impuls: Gebet (Quelle unbekannt)

Chris­tus, du Gegen­wart, dein ist die Zeit,
du wan­delst mei­ne Zeit in Ewig­keit.
Alpha und Ome­ga, Anfang und Ende:
So leg ich mei­ne Tage ich dir in die Hän­de,
Chris­tus, du Men­schen­sohn, gingst mei­nen Weg,
du bist der Weg, der zum Leben mich trägt.

Alpha und Ome­ga, Anfang und Ende:
So leg mei­ne Wege ich dir in die Hän­de.
Chris­tus, du Son­ne, des Son­nen­lichts Quell,
in dei­nem Licht wird die Fins­ter­nis hell.

Alpha und Ome­ga, Anfang und Ende:
So leg ich alles Dunk­le ich dir in die Hän­de.
Chris­tus, mein Bru­der, mein Freund, der mich liebt,
der mein Wesen Leben­dig­keit gibt.

Alpha und Ome­ga, Anfang und Ende:
So leg ich dir See­le und Leib in die Hän­de.
Chris­tus, du steigst in den Tod mit hin­ab,
mich ruft der Vater mit dir aus dem Grab.

Alpha und Ome­ga, Anfang und Ende:
So leg auch mein Ster­ben ich dir in die Hände.

Gedan­ken dazu:
Jesus Chris­tus ist das Alpha und das Ome­ga, der Anfang und das Ende; er ist mein Weg und mei­ne Wahr­heit. Ihm kann ich alles anver­trau­en: die Ver­gan­gen­heit, die Gegen­wart und die Zukunft, Leib, See­le und Geist. In sei­nen Hän­den bin ich aufgefangen.

Gebet
Ich wäh­le eine Aus­sa­ge aus, die mich beson­ders ange­spro­chen hat und schrei­be sie hier auf.

5. Impuls: Wort Gottes - Joh 20,19-22

Am Abend die­ses ers­ten Tages der Woche, als die Jün­ger aus Furcht vor den Juden bei ver­schlos­se­nen Türen bei­sam­men waren, kam Jesus, trat in ihre Mit­te und sag­te zu ihnen: Frie­de sei mit euch! Nach die­sen Wor­ten zeig­te er ihnen sei­ne Hän­de und sei­ne Sei­te. Da freu­ten sich die Jün­ger, als sie den Herrn sahen. Jesus sag­te noch ein­mal zu ihnen: Frie­de sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sen­de ich euch. Nach­dem er das gesagt hat­te, hauch­te er sie an und sag­te zu ihnen: Emp­fangt den Hei­li­gen Geist!

Gedan­ken dazu:
Im eige­nen Leben gibt es Situa­tio­nen in denen ich mich ver­schlie­ße. Gera­de dann möch­te Jesus in mei­ne Ver­schlos­sen­heit ein­tre­ten und mir sei­nen Frie­den schen­ken.
• Ich erin­ne­re mich an eine Situa­ti­on, in der Jesus in mir etwas bewegt hat, z.B. Wut und Trau­er lös­te, Anspan­nung in Gelas­sen­heit wan­del­te usw.
• Kann ich inner­lich frei mei­ne Sen­dung als Christ/​in leben und so die Welt mit­ge­stal­ten?
• Ver­traue ich dar­auf, dass ich den Geist Got­tes emp­fan­gen habe, der in mir wirkt und mich zur Sen­dung befähigt.

Gebet
Jesus, du bist als Auf­er­stan­de­ner
trotz ver­schlos­se­ner Türen
in die Mit­te der Jün­ger ein­ge­tre­ten.
Komm in mei­ne Mit­te,
komm in mein Herz
und schlie­ße mich auf für dich
und dei­nen Geist!
Sen­de mich mit dei­ner Kraft
und mit dei­nem Frie­den
hin­ein in die­se Welt!

Rückblick auf die gesamte Exerzitienzeit

Die Lie­be besteht in der Mit­tei­lung von bei­den Sei­ten:
näm­lich dar­in, dass der Lie­ben­de dem Gelieb­ten gibt und
mit­teilt, was er hat und kann; und genau­so umge­kehrt der
Gelieb­te dem Lie­ben­den.“
(Igna­ti­us von Loyo­la: Betrach­tung zur Erlan­gung der Lie­be, EB 231)

• Ich rufe mir die lie­ben­de Zuwen­dung Got tes, der mich geschaf­fen und in die­se Welt geru­fen hat in mein Gedächt­nis. Ich spü­re nach, wie ich dar­auf geant­wor­tet habe?
• Ich bit­te Gott dar­um, mir das Herz zu öff­nen für das , was jetzt am Ende der Exer­zi­ti­en wich­tig ist?
• Wie habe ich Got­tes Schöp­fung neu wahr­ge­nom­men und ihm dafür gedankt, auch durch mein acht­sa­mes Umge­hen damit?
• Habe ich das Wir­ken Got­tes in mir, in den Mit­men­schen und in der Schöp­fung erkannt?
• Wie habe ich dies in mein Beten in den All­tag mit hin­ein­ge­nom­men?
• Wie hat sich mein Glau­be an den Schöp­fer Gott und an Jesus Chris­tus, der Mensch gewor­den ist auf die­ser Erde in mein lie­ben­des Dasein, in mei­nen Bezie­hun­gen, in der Fami­lie, in der Gemein­schaft, in der Arbeit, in der Kir­che, … aus­ge­wirkt?
• Was hat mich gestärkt und mir Mut gemacht?
• Mit wel­chen kon­kre­ten Schrit­ten will ich wei­ter­ge­hen?
• Das, was ich jetzt als Ant­wort auf die Lie­be Got­tes erkannt habe, las­se ich in einem per­sön­li­chen Gebet zum Aus­druck kommen.

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