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Kirche vor Ort

Feichten: Online-Gottesdienste seit Pandemiebeginn

Redaktion am 30.11.2021

Online Gottesdienst Feichten 1 Bild: Tine Limmer

Seit dem ersten Lockdown, Mitte März 2020, werden die Gottesdienste aus Feichten live auf dem Youtube-Kanal des Pfarrverbandes Feichten übertragen. Pfarrer Michael Witti begrüßt seitdem die virtuelle Gemeinde und die Besucher vor Ort zur „Messe der Ausgeschlafenen“ jeden Sonntag pünktlich um 11.30 Uhr - auch an den Adventssonntagen und über Weihnachten.

Die Men­schen dür­fen sich per email oder auf dem Post­weg mel­den und davon neh­men vie­le die­se Ange­bo­te in Gebrauch. Auch eini­ge Tage nach einem Got­tes­dienst mel­den sich die Men­schen ger­ne ein­mal per Tele­fon oder auf den sozia­len Kanä­len, auf denen der Pfarr­ver­band ver­tre­ten ist. Es mel­den sich immer wie­der Zuschau­er aus dem fer­nen Texas,“ weiß Wit­ti zu berichten. 

Begon­nen hat es damit, dass Pfar­rer Micha­el Wit­ti in den Anfangs­zei­ten der Pan­de­mie den Men­schen zuhau­se ein reli­giö­ses Ange­bot qua­si frei Haus“ lie­fern woll­te, wenn schon ein Besuch der Kir­che nicht mög­lich war. Anfangs waren es noch rich­ti­ge Geis­ter­got­tes­diens­te, ohne Besu­cher im Raum. Ein­zig der Orga­nist durf­te weit ent­fernt in der Orgel­em­po­re die Kir­chen­lie­der spielen.

Damals war alles noch ein biss­chen pro­vi­so­risch. Doch Not macht bekannt­lich erfin­de­risch und aus einer net­ten Lösung“ wie es beti­tel­te wur­de, eine Erfolgs­ge­schich­te. Anfangs hader­te Wit­ti noch mit der Tech­nik, heu­te genießt er die aus­ge­feil­te Mög­lich­keit, die ihm seit dem ers­ten Advent 2020, genau seit einem Jahr das Regio­nal­fern­se­hen Ober­bay­ern (RFO) bie­tet. Dabei kann er sich wäh­rend des Got­tes­diens­tes mit dem kaum sicht­ba­ren Smart­pho­ne in der Hand als Kame­ra­mann, Regis­seur und Ton­tech­ni­ker betä­ti­gen. Eine Stun­de lang wird nicht nur auf dem Kanal des RFO, son­dern auch wei­ter­hin auf dem You­tube-Kanal gesen­det. Das Ende ist der­zeit offen. 

Nicht nur für Wit­ti, son­dern auch Orga­nis­ten, Minis­tran­ten, Kan­tor, Chor und Ord­ner ist es ein Mehr­auf­wand. Die vie­len Rück­mel­dun­gen bestär­ken mich dar­in, den ein­ge­schla­ge­nen Weg wei­ter­zu­ge­hen“, ist er sich sicher. Zusätz­lich zum 11.30 Uhr-Got­tes­dienst wur­den aber auch schon Erst­kom­mu­nio­nen und beson­de­re Got­tes­diens­te zu Ostern und Weih­nach­ten über­tra­gen. Es sol­len die Men­schen, die nicht her­kom­men kön­nen oder wol­len, die wegen der Hygie­ne­auf­la­gen nicht immer Platz fin­den, die Mög­lich­keit haben, wenigs­tens vor dem Bild­schirm dabei sein zu können“. 

Dabei hören die Zuhö­rer vor und hin­ter den Bild­schir­men immer eine beson­de­re Bot­schaft vom Boden­per­so­nal“, wie sich Wit­ti oft­mals gern selbst bezeich­net. Nor­bert Haimerl, Chef des RFO, freut sich, dass das Ange­bot ange­nom­men wird. Eine Ein­schalt­quo­te kann er jedoch nicht nen­nen. Wit­ti und Haimerl schät­zen die Zuschau­er­zahl auf etwa 1520 000 pro Got­tes­dienst. Allein bei der Fir­mung, die vor kur­zem statt­fand, haben 1000 Per­so­nen allein auf dem You­tube-Kanal zuge­schaut. Es wer­den immer mehr. Es kom­men inzwi­schen auch vie­le Men­schen aus bis zu 150 Kilo­me­ter her, um live dabei zu sein“, freut er sich. Es ist ein Ange­bot, dass wir bis­her nicht im Pro­gramm hat­ten, viel­leicht hat uns genau dies gefehlt“, gibt Haimerl, der sich in bei die­sem Ange­bot als Gepäck­ab­fer­ti­gung“ bezeich­net, ger­ne zu.

Text und Bil­der: Tine Limmer

Alle weiteren Termine sowie den Live-Gottesdienst finden Sie unter: