Bischof

Gründonnerstag - Feier des letzten Abendmahls

Stefanie Hintermayr am 18.04.2019

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Mit der traditionellen Fußwaschung hat Bischof Stefan Oster SDB im Dom mit den Gläubigen das letzte Abendmahl Jesu Christi gefeiert. Ein letztes Mal haben hier die Kirchenglocken geläutet - von Gründonnerstag an verstummen sie bis zur Osternacht.

Am Grün­don­ners­tag hat Bischof Ste­fan Oster SDB gemein­sam mit den Gläu­bi­gen im Pas­sau­er Ste­phans­dom Got­tes­dienst zur Ein­set­zung der Eucha­ris­tie beim letz­ten Abend­mahl mit der ritu­el­len Fuß­wa­schung gefei­ert. Damit haben die drei öster­li­chen Tage begon­nen, vom Lei­den, Tod und Auf­er­ste­hung Jesu Christi.

In sei­ner Pre­digt ging Bischof Ste­fan auf das Geheim­nis ein, das wir Chris­ten am heu­ti­gen Grün­don­ners­tag fei­ern: das Brot. Zuerst ein­mal sei das Brot ein Gegen­stand, so Bischof Ste­fan, der eine Geschich­te erzählt. Wenn wir uns als Chris­ten aber auf die­sen Gegen­stand ein­las­sen, wenn wir uns auf den Emp­fang der Eucha­ris­tie ein­las­sen, dann las­sen wir uns auch ver­än­dern und wan­deln, so Bischof Ste­fan wei­ter. Dann wer­den wir auch zu eucha­ris­ti­schen Menschen.”

Die rituelle Fußwaschung

Im Anschluss an sei­ne Pre­digt hat Bischof Ste­fan zwölf Frau­en und Män­nern die Füße gewa­schen. Dar­un­ter sind sechs Gläu­bi­ge aus der Jugend­ar­beit und sechs Men­schen mit Behin­de­rung. Die­ses Ritu­al ist eine Erin­ne­rung an das letz­te Abend­mahl, bei dem Jesus beim letz­ten Abend­mahl sei­nen zwölf Jün­gern die Füße gewa­schen und getrock­net hat. So, wie er den Jün­gern damit dien­te, soll­ten auch die­se in Zukunft unter­ein­an­der die­nen. Die Fuß­wa­schung soll Chris­ten den Dienst am Nächs­ten immer wie­der vor Augen füh­ren, vor allem an Grün­don­ners­tag. Nach dem Got­tes­dienst hat Bischof Ste­fan das Aller­hei­ligs­te fei­er­lich in die Andre­as-Kapel­le getra­gen. Bis Mit­ter­nacht stand es dort geöff­net zur Anbe­tung, in Geden­ken an die Todes­angst Jesu im Gar­ten Geth­se­ma­ne am Abend vor sei­nem Tod.