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Bistum

Neue Präventionsbeauftragte: Bettina Sturm

Stefanie Hintermayr am 28.10.2020

201021 Neue Praeventionsbeauftragte foto1 info-icon-20px Foto: Stefanie Hintermayr/pbp

Als neue Präventionsbeauftragte des Bistums Passau verantwortet Bettina Sturm ein sensibles Fachgebiet mit oberster Priorität. Prävention sexualisierter Gewalt ist ein Herzensanliegen des Bischofs und der Kirche von Passau. Im Interview gibt Bettina Sturm Einblick in ihre Arbeit.

Prä­ven­ti­on sexua­li­sier­ter Gewalt ist ein Her­zens­an­lie­gen, nicht nur von Bischof Ste­fan Oster SDB, viel­mehr der gan­zen Kir­che von Pas­sau. Es ist ein The­ma mit obers­ter Prio­ri­tät. Eigens für die­ses sen­si­ble Fach­ge­biet zustän­dig ist die Prä­ven­ti­ons­be­auf­trag­te Bet­ti­na Sturm. Sie ist neu im Amt und u.a. ver­ant­wort­lich für die Prä­ven­ti­ons­schu­lun­gen. Aber nicht nur. Über ihre viel­sei­ti­ge Arbeit, mit tat­kräf­ti­ger Unter­stüt­zung durch ihr Team, hat sie mit Tho­mas König im Inter­view gesprochen.

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Auftrag und Mission

Ich will alles, was wir in unse­rem Team ent­wi­ckeln, auf das Ziel der Prä­ven­ti­on hin aus­rich­ten“, betont Bet­ti­na Sturm. Das bedeu­te kon­kret, eine Kul­tur des acht­sa­men Mit­ein­an­ders zu prak­ti­zie­ren. Und das gehe sogar über das Ziel hin­aus, sexua­li­sier­te Gewalt zu ver­mei­den. Ein acht­sa­mer Umgang, sei es nun Zuhö­ren, Hin­schau­en, Empa­thie oder Struk­tu­ren hin­ter­fra­gen, ist eine her­vor­ra­gen­de Grund­la­ge, gegen sexua­li­sier­te Gewalt anzugehen.“

Aufgaben und Arbeitsalltag

Prä­ven­ti­ons­ar­beit ist auf jeden Fall sehr viel­fäl­tig“, erklärt Bet­ti­na Sturm. Es gehe dar­um, Prä­ven­ti­ons­ar­beit sicht­bar zu machen. Dazu gehör­ten Öffent­lich­keits­ar­beit, Kon­takt­pfle­ge nach außen und zu Fach­stel­len inner­halb und außer­halb der Diö­ze­se. Ein wei­te­res gro­ßes Arbeits­feld in den kom­men­den Jah­ren für sie wird sein: die Instal­la­ti­on des sog. Insti­tu­tio­nel­len Schutz­kon­zepts. Bedeu­tet: Jede Pfar­rei und jede Ein­rich­tung im Bis­tum muss ein Schutz­kon­zept erstel­len, eine Art Hand­buch“, erklärt sie. Es beinhal­te die kon­kre­te Umset­zung von Prä­ven­ti­on und Ansprech­part­ner. Als Prä­ven­ti­ons­be­auf­trag­te ste­he sie den Pfar­rei­en und Ein­rich­tung bei deren Erstel­lung eines sol­chen Schutz­kon­zepts mit Rat und Tat als Ansprech­per­son zur Sei­te. Ich sehe mich defi­ni­tiv als Ser­vice­stel­le.“ Damit nicht genug. In ihren Bereich fal­le auch die Beschwer­de­stel­le bei Grenz­ver­let­zung und sexua­li­sier­tem Über­griff. Betrof­fe­ne Mit­ar­bei­te­rIn­nen oder sol­che, die etwas beob­ach­tet hät­ten, könn­ten sich jeder­zeit an sie wen­den. Bis­her muss­te ich hier aber noch nicht in Akti­on tre­ten. Ein gutes Zei­chen“, meint Bet­ti­na Sturm.

Präventionsschulungen

Prä­ven­ti­ons­schu­lun­gen sind Pflicht für alle Mit­ar­bei­te­rIn­nen im Bis­tum Pas­sau. Ein wei­te­res zen­tra­les Auf­ga­ben­feld von Bet­ti­na Sturm als Haupt­ver­ant­wort­li­che. Sich mit dem The­ma Schutz von Kin­dern und schutz­be­dürf­ti­gen Erwach­se­nen“ aus­ein­an­der­zu­set­zen sei ein Qua­li­täts­merk­mal und gehö­re zum All­tag eines Mit­ar­bei­ters der Kir­che von Pas­sau. Bet­ti­na Sturm ver­mit­telt in die­sen Tages­schu­lun­gen Basis­wis­sen wie Täter­stra­te­gien, Hand­lungs­mög­lich­kei­ten, Selbstschutz.

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Team Prävention

Das Team ist ganz wich­tig. Allein wür­de ich die­ses Mam­mut­feld gar nicht schaf­fen“, betont Bet­ti­na Sturm. Sie wis­se ein wenn auch klei­nes, aber hoch enga­gier­tes Team mit Flo­ri­an Weber, Susan­ne Zau­ner und Ste­pha­nie Unfried hin­ter sich. Zudem schät­ze sie die gute Koope­ra­ti­on sowohl mit den Jugend­ver­bän­den als auch des Diözesan-Caritasverbands.

Gebetstag für Opfer sexuellen Missbrauchs

Am 21. Novem­ber wird in Pas­sau der Gebets­tag für Opfer sexu­el­len Miss­brauchs statt­fin­den, mit einer Pon­ti­fi­ka­l­an­dacht mit Bischof Ste­fan Oster. Schon vor eini­gen Jah­ren hat­te Papst Fran­zis­kus die­sen Gebets­tag initi­iert. Das Bis­tum Pas­sau hat sich die­ser Initia­ti­ve sofort ange­schlos­sen. Jedes Jahr um den 18. Novem­ber, dem euro­päi­schen Schutz­tag für Kin­der gegen sexu­el­le Gewalt, wird zum Mit­be­ten ein­ge­la­den. Das The­ma Ver­trau­en“ ste­he heu­er im Fokus, betont Bet­ti­na Sturm. Ich lade alle herz­lich dazu ein, nach Pas­sau zu kom­men und sich die­sem län­der­über­grei­fen­den Gebet anzu­schlie­ßen.“ Sexua­li­sier­te Gewalt sei schließ­lich kein loka­les, son­dern ein glo­ba­les Problem.

Prävention

"Augen auf – hinsehen & schützen.“ So lauten die Leitprinzipien für die Prävention von sexualisierter Gewalt an Kindern, Jugendlichen und schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen in der katholischen Kirche in Deutschland.