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Amtliches

Richtlinien zu Musik (Geistlichen Konzerten) im Kirchenraum außerhalb der Liturgie

Die Kir­chen unse­res Bis­tums sind dem Got­tes­dienst und der Gottesvereh­rung vor­be­hal­ten. Die Bedeu­tung der Kir­chen­mu­sik dafür wur­de durch die Aus­sa­gen des II. Vati­ka­ni­schen Kon­zils mit Nach­druck her­aus­ge­stellt und gefes­tigt (Kon­sti­tu­ti­on über die hei­li­ge Lit­ur­gie, Kap. VI, Art. 112). Zum Got­tesdienst gehö­ren auch kir­chen­mu­si­ka­li­sche Andach­ten, in denen geist­liche Musik mit Gebe­ten, Lesun­gen und Segen ver­bun­den wird. Mit dem Schatz der Kir­chen­mu­sik“, der mit größ­ter Sorg­falt bewahrt und gepflegt wer­den“ möge (vgl. Kon­sti­tu­ti­on über die hei­li­ge Lit­ur­gie, Kap. VI, Art. 114), uns aus der Ver­gan­gen­heit über­lie­fert ist und in der Zukunft gepflegt wer­den soll (vgl. Inst­ruc­tio Musi­cam sacram“ vom 5. März 1967, Art. 53), greift die Musi­ca Sacra über den got­tes­dienst­li­chen Rah­men hin­aus und erreicht auf die­sem Wege direkt brei­te­re Bevölkerungskreise. 

Kir­chen­kon­zer­te sind in ihrer Art Ver­kün­di­gung und Got­tes­lob, wenn die Aus­wahl der Musik­wer­ke und die Qua­li­tät der Dar­bie­tung der Wür­de des Kir­chen­rau­mes ent­spre­chen. Daher haben Auf­füh­run­gen von Kirchenmu­sik außer­halb lit­ur­gi­scher Fei­ern über ihre Bedeu­tung als kulturdiakoni­sche Leis­tung und gesamt­ge­sell­schaft­li­che Kul­tur­bil­dungs­trä­ger hin­aus, pas­to­ra­le Berech­ti­gung. Um die zahl­rei­chen Mög­lich­kei­ten der Musik in Ver­kün­di­gung, Gebet und Medi­ta­ti­on zu nut­zen, gilt für kirchenmusika­lische Ver­an­stal­tun­gen jeder Art, gleich ob klas­si­sche Musik, Volks­mu­sik oder geist­li­che Pop- und Jazz­kon­zer­te, in der Diö­ze­se Pas­sau in Aktualisie­rung der Ver­öf­fent­li­chun­gen zu die­sem The­ma in den Amts­blät­tern für das Bis­tum Pas­sau Fol­ge 5 vom 24. Juni 1998, S. 38f. und Fol­ge 5 vom 12. Mai 1977, S. 54, die hier­mit außer Kraft gesetzt wer­den, auf Grund­la­ge der Veröf­fentlichung Musik im Kir­chen­raum außer­halb der Lit­ur­gie der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz vom 1. Juli 2005 und der Erklä­rung der Kon­gre­ga­ti­on für den Got­tes­dienst und die Sakra­men­ten­ord­nung über Kon­zer­te in Kir­chen“ von 1987 sowie in Refle­xi­on der gegen­wär­ti­gen sozio­kul­tu­rel­len Situa­ti­on in unse­rem Bis­tum fol­gen­de Regelung:

1. Ein geist­li­ches Kon­zert steht mit im Dienst der Ver­kün­di­gung und will auf sei­ne Wei­se den Men­schen zum Lob Got­tes füh­ren. Von daher sind die in Kir­chen­kon­zer­ten auf­zu­füh­ren­den Wer­ke zu beur­tei­len bzw. zu­zulassen. Es ist nicht jedes gute Orches­ter­stück, auch wenn es von ei­nem Klas­si­ker geist­li­cher Musik stammt, dafür geeig­net. So sind auch Anfor­de­run­gen an den Text zu stel­len. Es muss sich um geist­li­che Wer­ke han­deln.
2. Der Kir­chen­rek­tor (Rec­tor Eccle­siae) und die für die Durch­füh­rung Ver­antwortlichen sol­len für einen wür­di­gen Ver­lauf der Ver­an­stal­tung Sor­ge tra­gen. In geeig­ne­ter Wei­se, etwa durch Hin­wei­se auf dem Pro­gramm oder durch eine kur­ze Ein­füh­rung, soll auf ein dem Got­tes­haus ent­spre­chen­des Ver­hal­ten vor und nach dem Kon­zert auf­merk­sam ge­macht wer­den. Nach Mög­lich­keit spricht der Kir­chen­rek­tor oder ein von ihm beauf­trag­ter Ver­tre­ter ein ein­füh­ren­des geist­li­ches Wort.
3. Von Pau­sen soll­te wegen der dadurch beding­ten Unru­he abge­se­hen wer­den. Bei­falls­kund­ge­bun­gen, die kul­ti­viert von­stat­ten zu gehen ha­ben, sind je nach Kon­zert­an­lass abzu­wä­gen.
4. Für die in einer Kir­che dar­ge­bo­te­ne Musik ist der Kir­chen­rek­tor verant­wortlich. Ihm kommt daher — gera­de auch unter Berück­sich­ti­gung all­gemein pas­to­ra­ler Gesichts­punk­te die Erlaub­nis zur Durch­füh­rung eines Pro­gramms zu. Er hat sich dabei an die unter 1. genann­ten Kri­te­ri­en zu hal­ten. In musi­ka­li­schen, künst­le­ri­schen oder recht­li­chen Fra­gen ste­hen ihm dabei die ent­spre­chen­den Fach­stel­len des Bischöf­li­chen Ordi­na­ri­ats jeder­zeit bera­tend zur Ver­fü­gung.
5. Bei der Pro­gramm­ge­stal­tung soll der jewei­li­ge Cha­rak­ter des Kirchen­jahres beach­tet wer­den.
6. Bei der Auf­stel­lung von Chor, Solis­ten und Orchester/​Instrumentalisten ist eben­falls beson­de­re Rück­sicht auf den Cha­rak­ter der Kir­che als Stät­te des Got­tes­diens­tes zu neh­men: Sie sol­len nor­ma­ler­wei­se an dem für den Chor übli­chen Platz Auf­stel­lung neh­men. Nur in sach­lich begrün­de­ten Aus­nah­me­fäl­len kann ein ange­mes­se­ner ande­rer Ort dafür Ver­wen­dung fin­den. Wenn dies im Chor­raum geschieht, ist u. U. das Sanc­tis­si­mum aus dem Taber­na­kel zu trans­fe­rie­ren. Der Altar selbst darf nicht in evtl. not­wen­di­ge Auf­bau­ten ein­be­zo­gen und nicht zweck­ent­frem­det wer­ den. Ehr­furcht gegen­über Altar, Taber­na­kel und Ambo muss gewahrt wer­den.
7. Für kir­chen­mu­si­ka­li­sche Ver­an­stal­tun­gen soll mög­lichst kein Ein­tritt erho­ben wer­den. Sofern ent­ste­hen­de Kos­ten nicht durch Spen­den oder sons­ti­ge Ein­nah­men auf­zu­fan­gen sind, kann ein Bei­trag zur Deckung die­ser Kos­ten erho­ben wer­den. Die Höhe des Kos­ten­bei­tra­ges ist mit dem Kir­chen­rek­tor abzu­spre­chen. Es muss immer gewähr­leis­tet sein, dass der Kir­chen­raum nicht zu kom­mer­zi­el­len Zwe­cken in Anspruch ge­nommen wird. Der Kar­ten­ver­kauf muss nach Mög­lich­keit außer­halb des eigent­li­chen Kir­chen­rau­mes statt­fin­den. Wo es not­wen­dig erscheint, kön­nen Ord­ner die Plät­ze anwei­sen.
8. Die von der Bau­auf­sicht vor­ge­schrie­be­nen Sicher­heits­vor­keh­run­gen und die gel­ten­den bau­ord­nungs­recht­li­chen Vor­schrif­ten (Flucht­we­ge, Flucht­tü­ren, Podi­en, u.a.) sind ein­zu­hal­ten.
9. Die ent­spre­chen­den gesetz­li­chen Bestim­mun­gen des Urhe­ber­rech­tes, ins­be­son­de­re die Rech­te der Ver­wer­tungs­ge­sell­schaf­ten nach dem Urhe­ber­recht, sind zu beach­ten. Auf den Ver­trag zwi­schen der GEMA und der katho­li­schen Kir­che zur Abgel­tung von Ver­gü­tungs­an­sprü­chen durch Pau­schal­zah­lun­gen wird ver­wie­sen (vgl. Amts­blatt des Bis­tums Pas­sau Fol­ge 11 vom 28. Janu­ar 2011).
10. Wird das Kon­zert von einem exter­nen Ver­an­stal­ter durch­ge­führt (hier­zu zäh­len Kon­zert­agen­tu­ren, Kom­mu­nen, Rund­funk- und Fernsehanstal­ten, Fes­ti­val­ver­an­stal­ter oder auch Pri­vat­per­so­nen), so ist ein Nutzungs­vertrag auf der Basis des diö­ze­sa­nen Mus­ter­ver­tra­ges abzu­schlie­ßen. Es ist dar­auf zu ach­ten, dass mit der Durch­füh­rung eines Kon­zerts kei­ne kom­mer­zi­el­len Gewinn­ab­sich­ten ver­folgt wer­den. Die Vor­la­ge für die Nut­zungs­ver­ein­ba­rung ist im Intra­net unter der Rubrik Recht / II. Rechts­ab­tei­lung / 4. Nut­zungs­ver­trä­ge zu fin­den.
11. Für die Kir­che St. Micha­el in Pas­sau (die sog. Stu­di­en­kir­che) gilt eine Son­der­re­ge­lung, mit der auf Grund ihrer Grö­ße und räum­li­chen Beschaf­fenheit die Tra­di­ti­on als Auf­füh­rungs­ort für Kon­zer­te im Rah­men der Euro­päi­schen Wochen und dar­über hin­aus fort­ge­führt wer­den soll bis in Pas­sau ein geeig­ne­ter Kon­zert­saal zur Ver­fü­gung steht. Kon­zer­te mit Wer­ken, die nicht expli­zi­ten Ver­kün­di­gungs­cha­rak­ter und entsprechen­den spi­ri­tu­el­len Tief­gang besit­zen, als musik­kul­tu­rel­le Arte­fak­te der Wür­de des Raums aber ange­mes­sen sind und kei­ne reli­giö­sen Gefüh­le ver­let­zen, kön­nen mit die­ser Son­der­re­ge­lung vom Dom­pfar­rer als Ver­antwortlichen im Sin­ne der gegen­ständ­li­chen Richt­li­ni­en für die Studi­enkirche geneh­migt wer­den. Die Ein­tritts­prei­se sind kos­ten­de­ckend zu kal­ku­lie­ren. Im Übri­gen gel­ten die Richt­li­ni­en auch für die Studienkir­che unver­än­dert fort.

Pas­sau, den 2. Mai 2019, Dr. Klaus Metzl, Gene­ral­vi­kar

Digitale Notenkopien

Im Ver­gleich zur ent­spre­chen­den Ver­ein­ba­rung mit der EKD ist die Her­stel­lung digi­ta­ler Noten­ko­pien (im Unter­schied zu ana­lo­gen Kopien) nicht Bestand­teil eines Rah­men­ver­trags des Ver­bands der Diö­ze­sen Deutschlands.[1]

Daher muss die Ein­spei­che­rung der Lie­der und Lied­tex­te in Sys­te­me der elek­tro­ni­schen Daten­ver­ar­bei­tung zum Zwe­cke der Sicht­bar­ma­chung mit­tels Bea­mer zur Ver­wen­dung für den Gemein­de­ge­sang in Got­tes­diens­ten, got­tes­dienst­ähn­li­chen Ver­an­stal­tun­gen sowie allen nicht-kom­mer­zi­el­len Ver­an­stal­tun­gen der Gemeinde“[2] eigens mit den die­se Rech­te im Auf­trag ihrer Mit­glie­der (Ver­la­ge, Kom­po­nis­ten, Text­dich­ter und Her­aus­ge­ber) ver­wal­ten­den Ver­wer­tungs­ge­sell­schaf­ten im Rah­men eines (Zusatz- oder Einzel-)Vertrages recht­lich gere­gelt wer­den. Dabei han­delt es sich aus­schließ­lich um Gemein­de­li­zen­zen. Nur über eine Pfar­rei oder einen Pfarr­ver­band kann eine sol­che erwor­ben wer­den bzw. auf eine sol­che ist die­se beschränkt. Sie kann nicht von einem ein­zel­nen, über­pfar­rei­lich täti­gen Ensem­ble erwor­ben werden.

Nur so kann geschütz­te Musik legal ver­wer­tet werden.

Zusatzvertrag mit der VG Musikedition

Die VG Musik­edi­ti­on treu­hän­det die Urhe­ber­rech­te und Ver­gü­tungs­an­sprü­che u.a. der Lie­der aus dem Gotteslob.

Mit der VG Musik­edi­ti­on kann eine Pfar­rei (oder kirch­li­che Insti­tu­ti­on) einen Ein­zel­ver­trag abschlie­ßen, wobei die jähr­li­che Lizenz­ge­bühr von der durch­schnitt­li­chen Besu­cher­zahl des Hauptgottesdienstes[3] abhän­gig ist. Auf­grund der bereits in Pau­schal­ver­trä­gen ein­ge­räum­ten Rech­te erhal­ten katho­li­sche Gemein­den auf die vor­ste­hen­den Ver­gü­tun­gen einen Nach­lass in Höhe von 10%.“[4]

Dane­ben bie­tet die VG Musik­edi­ti­on eine Tages- oder 14-Tage-Lizenz an, mit der die Pfar­rei (oder kirch­li­che Insti­tu­ti­on) an einem kon­kre­ten Tag bzw. in dem Lizenz­zeit­raum, digi­ta­le Repro­duk­tio­nen z.B. für den gemein­sa­men Gesang im Got­tes­dienst oder in ande­ren kirch­li­chen Ver­an­stal­tun­gen nicht-kom­mer­zi­el­ler Art wie z.B. Kon­fe­ren­zen, Tagun­gen, Semi­na­ren, Jugend­frei­zei­ten, Senio­ren­tref­fen etc. auch mit­tels Bea­mern (Over­head­pro­jeto­ren etc.) erstel­len kann.

Die Gebüh­ren für die Tages- bzw. 14-Tage-Lizenz sind abhän­gig von der Teil­neh­mer­zahl der kon­kre­ten Veranstaltung/​en.

Wie bei den Rah­men­ver­trä­gen des VDD mit der VG Musik­edi­ti­on gilt die Repro­duk­ti­on hier eben­falls aus­schließ­lich für Lied­blät­ter für den Gemein­de­ge­sang, nicht für Chor- oder Instrumentalwerke!

Die­ser Ein­zel­ver­trag beinhal­tet auch das Erstel­len von ana­lo­gen und digi­ta­len Kopien für sons­ti­ge Gemein­de­ver­an­stal­tun­gen, die durch den Pau­schal­ver­trag nicht abge­gol­ten sind.

Vertrag mit der CCLI Lizenzagentur

Die christ­li­che Lizenz­agen­tur CCLI (Chris­ti­an Copy­right Licen­sing Inter­na­tio­nal) hat einen Schwer­punkt im Lobpreisbereich/​neuem geist­li­chen Lied (jen­seits des Got­tes­lob­re­per­toires) und nimmt in die­sem die Ver­wer­tungs­rech­te von Ver­la­gen, Kom­po­nis­ten, Text­dich­tern und Her­aus­ge­bern wahr.

Auch bei CCLI wer­den Jah­res­li­zen­zen und Ver­an­stal­tungs­li­zen­zen (14-Tage Lizenz) ange­bo­ten, wobei es für Ver­an­stal­tun­gen für Jugend­li­che (unter 18 Jah­ren) noch ein­mal güns­ti­ge­re Ange­bo­te gibt. 

Bei CCLI sind alle reli­giö­sen For­men von Ver­an­stal­tun­gen, Ver­samm­lun­gen und ähn­li­chen Akti­vi­tä­ten, die von einer Kir­che oder im Auf­trag der Kir­che abge­hal­ten wer­den über die Lizenz abgegolten.

Neben der rei­nen Lizen­zie­rung von 250.000 Lie­dern bie­tet die CCLI noch ande­re Leis­tun­gen an. So kön­nen z.B. bei dem Ange­bot Song­select-Plus­No­ten“ pro Jahr von 200 Lie­dern, die vor­ab ange­hört wer­den kön­nen und bei denen die Ton­art indi­vi­du­ell ein­ge­stellt wer­den kann, so dass gan­ze Noten­blät­ter mit nur einem Klick trans­po­niert wer­den kön­nen, Akkor­de und Noten her­un­ter­ge­la­den werden.

Auch die Gebüh­ren für den Grund­ver­trag mit der CCLI sind abhän­gig von der durch­schnitt­li­chen Besu­cher­zahl des Haupt­got­tes­diens­tes bzw. der Teil­neh­mer­zahl einer Ver­an­stal­tung. Das Song­Select-Ange­bot kann zusätz­lich zu einer bestehen­den CCLI-Lied­li­zenz zu einem Preis von 60,- EUR/​pro Jahr erwor­ben werden.

Zuordnung des Repertoires zu einer der beiden Verwertungsgesellschaften

Eine all­ge­mei­ne Über­sicht, wel­che der bei­den Lizenz­agen­tu­ren die Rech­te des für die Ver­viel­fäl­ti­gung gewünsch­ten Reper­toires zustän­dig ist, gibt es lei­der nicht.

Bei der VG Musik­edi­ti­on kann eine Anfra­ge unter FKi@​vg-​musikedition.​de oder Tel. (0561)1096 56 – 0 erfol­gen. Bei CCLI kann mit der CCLI-Lied­Su­che nach Titel, Autor, Lied­text oder Rech­te­inha­ber gesucht wer­den. Jedes Lied, wel­ches dort gefun­den wer­den kann, ist in der CCLI Lied­li­zenz enthalten.

Unterstützung der Pfarreien durch das Bistum Passau bei Abschluss eines Vertrags mit der VG Musikedition oder der CCLI

Die Diö­ze­se Pas­sau sub­ven­tio­niert Pfar­rei­en, die einen sol­chen Zusatz­ver­trag abschlie­ßen möch­ten, mit ein­mal jähr­lich 25% der Ver­trags­ge­bühr. Vor­aus­set­zung hier­für ist ein doku­men­tier­tes Bera­tungs­ge­spräch beim Refe­rat Kir­chen­mu­sik. Ein Antrag zur Ertei­lung die­ser Sub­ven­ti­on kann bis zum 10. Dezem­ber des ent­spre­chen­den Kalen­der­jah­res unter Bei­la­ge einer Kopie des Ver­tra­ges und der Rech­nung bzw. dem Zah­lungs­nach­weis an das Refe­rat Kir­chen­mu­sik, Dom­platz 3, 94032 Pas­sau gestellt werden.

[1] Zum Urhe­ber­recht in den Gemein­den sie­he auch Amts­blatt für das Bis­tum Pas­sau vom 8. Dezem­ber 2014 sowie Amts­blatt für das Bis­tum Pas­sau vom 28. Janu­ar 2011.

[2] Zitiert nach der VG Musik­edi­ti­on, URL <http://​www​.vg​-musik​edi​ti​on​.de/​f​o​t​o​k​o​p​i​e​n​_​k​i​r​c​h​e​n​_​e​i​n​z​e​l​v​e​r​t​r​a​g.php> (Stand: 2. Febru­ar 2016)

[3] Unter Haupt­got­tes­dienst“ ver­steht die VG Musik­edi­ti­on den wöchent­lich statt­fin­den­den Sonn­tags­got­tes­dienst einer Gemein­de. Soll­te es in einer Gemein­de meh­re­re sol­cher Got­tes­diens­te geben, ist die auf­sum­mier­te durch­schnitt­li­che Besu­cher­zahl aus allen Got­tes­diens­ten Grund­la­ge für die Lizens­ge­büh­ren­ka­te­go­rie. Schlie­ßen Pfarr­ver­bän­de einen sol­chen Ver­trag mit der VG Musik­edi­ti­on ab, so ist hier die eben­falls die Sum­me der durch­schnitt­li­che Besu­cher­zahl aus den ein­zel­nen Haupt­got­tes­diens­ten der Gemein­den zu bil­den. (Email der VG Musik­edi­ti­on vom 20. Janu­ar 2016 an das Refe­rat Kir­chen­mu­sik Passau).

[4] Ver­trags­text der VG Musik­edi­ti­on, §2 Abs. 3, Stand: 1. März 2016. Amts­blatt für die Diö­ze­se Pas­sau, Fol­ge 4, 15. März 2016, 146. Jahr­gang, Nr. 36

Honorarstundensätze der nebenamtlichen Kirchenmusiker

Die zuletzt im Jah­re 2010 (Amts­blatt für das Bis­tum Pas­sau, Fol­ge 7, vom 16. Juni 2010, Nr. 57) bestimm­ten Sät­ze für die neben­amt­li­chen Kir­chen­mu­si­ker wer­den zum 01.01.2016 erhöht. Sie ori­en­tie­ren sich an der Tarif­ord­nung, die seit 2015 in Kraft ist. Es wird emp­foh­len, die neu­en, in Anleh­nung an unse­re Nach­bar­diö­ze­sen emp­foh­le­nen Wer­te ab die­sem Zeit­punkt anzu­wen­den. Die Ent­schei­dungs­ho­heit über die Anwen­dung der Hono­rar­stun­den­sät­ze liegt bei der jewei­li­gen Pfarrkirchenstiftung.

Es wird daher gebe­ten, einen ent­spre­chen­den Kir­chen­ver­wal­tungs­be­schluss zu fas­sen und die­sen bis zum 30.11.2015 der Besol­dungs­stel­le zu übermitteln.

Fol­gen­de Hono­rar­sät­ze wer­den ab 01.01.2016 empfohlen:

  • A‑Musiker 33,50 €
  • B‑Musiker 28,00 €
  • C‑Musiker 22,00 €
  • D‑Musiker 19,50 €
  • E‑Musiker 17,00 €

Der Hono­rar­stun­den­satz ver­steht sich pro Dienst­ein­heit, wobei die Vor­be­rei­tungs­zeit in der Ver­gü­tung ent­hal­ten ist. Die Dienst­ein­hei­ten berech­nen sich wie folgt:

  • Got­tes­dienst: 1 Einheit
  • Got­tes­dienst mit Chor und vorausgehender/​m Probe/​Einsingen: 2 Einheiten
  • Got­tes­dienst mit Blä­ser­grup­pe und vor­aus­ge­hen­der Anspiel­pro­be: 2 Einheiten
  • Chor-/Blä­ser­pro­be mit min­des­tens 45 Minu­ten: 1 Einheit
  • Chor-/Blä­ser­pro­be mit min­des­tens 60 Minu­ten: 1,33 Einheiten
  • Chor-/Blä­ser­pro­be mit min­des­tens 90 Minu­ten: 2 Einheiten

Amts­blatt für die Diö­ze­se Pas­sau, Fol­ge 6, 24. Sep­tem­ber 2015, 145. Jahr­gang, Nr. 78

Urheberrecht in der Gemeinde

Wie der Ver­band der Diö­ze­sen Deutsch­lands am 26. Novem­ber 2014 mit­ge­teilt hat, wur­de der Pau­schal­ver­trag über Foto­ko­pien von Noten und Lied­tex­ten in Got­tes­diens­ten ver­län­gert. So gel­ten vom 1. Janu­ar 2015 bis 31. Dezem­ber 2019 wei­ter­hin die im Amts­blatt für das Bis­tum Pas­sau vom 28. Janu­ar 2011 ver­öf­fent­lich­ten Hin­wei­se zum Urhe­ber­recht in der Gemeinde.

Als pra­xis­re­le­van­te Rech­te­er­wei­te­rung gegen­über den bis­he­ri­gen Bestim­mun­gen ist es zusätz­lich ab dem 1. Janu­ar 2015 nun erlaubt, indi­vi­du­el­le Samm­lun­gen (Lied­hef­te) mit Lie­dern und Lied­tex­ten“ im Umfang bis maxi­mal acht Sei­ten anzu­fer­ti­gen, sofern sie nur für eine ein­zel­ne Ver­an­stal­tung (z.B. Trau­ung, Tau­fe, Fest­got­tes­dienst) genutzt werden.

Amts­blatt für das Bis­tum Pas­sau vom 8. Dezem­ber 2014

Richtlinien zur Führung von Kassen und Konten kirchlicher Gruppierungen auf Pfarrebene, soweit diese nicht rechtlich selbständig organisiert sind (Chor, Jugendgruppen, Ministranten, usw.)

Sämt­li­che recht­lich nicht selb­stän­di­ge orga­ni­sier­te kirch­li­che Grup­pie­run­gen auf pfarr­li­cher Ebe­ne unter­lie­gen grund­sätz­lich der Lei­tung der Pfarr­kir­chen­stif­tung. Die Kas­sen- und Rech­nungs­füh­rung aller Ein­rich­tun­gen auf orts­kirch­li­cher Ebe­ne obliegt gemäß Art. 14 Kir­chen­stif­tungs­ord­nung dem Kir­chen­pfle­ger. Die Kir­chen­ver­wal­tung kann die Dele­ga­ti­on die­ser Ver­pflich­tung in den oben genann­ten Ein­rich­tun­gen auf Mit­glie­der der jewei­li­gen Grup­pie­rung beschlie­ßen, wenn fol­gen­de Vor­ga­ben der Stif­tungs­auf­sicht erfüllt werden:

  1. Soweit eine Bar­kas­se geführt wird, ist ein Kas­sen­buch zu füh­ren, wel­ches jeweils am Jah­res­en­de mit sämt­li­chen Ori­gi­nal­be­le­gen dem Kir­chen­pfle­ger zur Prü­fung vor­zu­le­gen ist. Nach erfolg­ter Prü­fung wird die Ord­nungs­mä­ßig­keit der Kas­sen­füh­rung bestä­tigt und die Unter­la­gen wer­den im Pfarr­bü­ro 10 Jah­re aufbewahrt.
  2. Soweit ein Kon­to ( Kon­to der Pfarr­kir­chen­stif­tung ) geführt wird, sind alle Geschäfts­vor­fäl­le mit Bele­gen am Jah­res­en­de dem Kir­chen­pfle­ger zur Prü­fung vor­zu­le­gen. Nach erfolg­ter Prü­fung wird die Ord­nungs­mä­ßig­keit der Kon­ten­füh­rung bestä­tigt und die Unter­la­gen wer­den im Pfarr­bü­ro 10 Jah­re aufbewahrt.
  3. Auf Ver­lan­gen ist dem Kir­chen­ver­wal­tungs­vor­stand oder dem Kir­chen­pfle­ger jeder­zeit Ein­blick in die vor­han­de­nen Kassen/​Konten zu gewähren.
  4. Die Sal­den aller Kassen/​Konten sind in der Kas­sen­prü­fungs­nie­der­schrift auf­zu­füh­ren. Im Rah­men der Vor­la­ge in der Bischöf­li­chen Finanz­kam­mer ist eine Kopie der Doku­men­ta­ti­on der getä­tig­ten Ein­nah­men und Aus­ga­ben beizufügen.
  5. Aus­zah­lun­gen an Mit­glie­der der Grup­pie­run­gen erfol­gen in der Regel im Rah­men der klei­nen Ehren­amts­pau­scha­le (maxi­mal 500,00 Euro jährlich).

Amts­blatt für das Bis­tum Pas­sau vom 27. Febru­ar 2012

Musterwartungsverträge für Glocken und Orgeln

Gera­de bei Glo­cken sind tur­nus­mä­ßig gere­gel­te War­tun­gen anzu­ra­ten, da Glo­cken­stüh­le nicht regel­mä­ßig began­gen und kon­trol­liert wer­den. Die­se War­tungs­ver­trä­ge für Glo­cken und Orgeln bedür­fen der stif­tungs­auf­sicht­li­chen Geneh­mi­gung und sind vor Abschluss beim Refe­rat Kir­chen­mu­sik, Dom­platz 3, 94032 Pas­sau zur fach­li­chen Prü­fung einzureichen.

Amts­blatt für das Bis­tum Pas­sau vom 8. April 2011

Urheberrecht in der Gemeinde

  1. Das Foto­ko­pie­ren von Lie­dern und Noten ist grund­sätz­lich nicht gestat­tet; es besteht inso­weit ein abso­lu­tes Kopier­ver­bot. Ledig­lich für den Bereich des Gemein­de­ge­sangs besteht eine Aus­nah­me: Falls bei got­tes­dienst­li­che Fei­ern Lied­blät­ter für den Gemein­de­ge­sang her­ge­stellt wer­den sol­len, so ist dies recht­lich abge­deckt durch einen bestehen­den Ver­trag zwi­schen der VG Musik­edi­ti­on und dem Ver­band der Diö­ze­sen Deutsch­lands (VDD). Die­ser Ver­trag greift aller­dings nicht, wenn Kopien für den Orga­nis­ten, Sän­ger oder Instru­men­ta­lis­ten benö­tigt wer­den. In die­sem Fall ist eine Anfra­ge beim jewei­li­gen Ver­lag oder der VG Musik­edi­ti­on notwendig.
  2. Auch für die Musik­auf­füh­run­gen im Got­tes­dienst durch Chö­re, Solis­ten, Instru­men­ta­lis­ten oder Orga­nis­ten exis­tiert eine pau­scha­le Rege­lung, so dass kei­ne geson­der­te Geneh­mi­gung bei der GEMA ein­ge­holt wer­den muss. Für den Aus­nah­me­fall, dass Musik über Ton­trä­ger wie­der­ge­ge­ben wer­den soll, ist aller­dings eine geson­der­te Anmel­dung bei der zustän­di­gen Bezirks­di­rek­ti­on der GEMA erforderlich.
  3. Musik­auf­füh­run­gen im Got­tes­dienst müs­sen nach dem bestehen­den Pau­schal­ver­trag zwi­schen dem VDD und der VG Musik­edi­ti­on grund­sätz­lich nicht ange­mel­det werden.
  4. Kon­zer­te der erns­ten Musik (also z.B. die klas­si­sche Kir­chen­mu­sik) sind von die­sem Pau­schal­ver­trag umfasst, soweit die Gemein­de allei­ni­ger Ver­an­stal­ter des Kon­zerts ist. (Für Kon­zer­te mit Neu­em Geist­li­chem Lied­gut (NGL) wen­den Sie sich bit­te unmit­tel­bar an die GEMA oder an den VDD.)

Für wei­te­re Aus­künf­te steht das Refe­rat Kir­chen­mu­sik ger­ne zur Verfügung.

Amts­blatt für das Bis­tum Pas­sau vom 28. Janu­ar 2011

Aufnahmeprüfung für das Kirchenmusikseminar

Um ein ver­gleich­ba­res Niveau der Anfän­ger im Kir­chen­mu­sik­se­mi­nar zu gewähr­leis­ten, hat die Kon­fe­renz der Regio­nal­kan­to­ren des Bis­tums Pas­sau und die Bischöf­li­che Kom­mis­si­on für Lit­ur­gie und Kir­chen­mu­sik beschlos­sen, eine Auf­nah­me­prü­fung im Kir­chen­mu­sik­se­mi­nar ab dem Schul­jahr 2011/2012 ein­zu­füh­ren. Anmel­de­schluss hier­für ist der 1. Juli 2011.

Die Auf­nah­me­prü­fung, deren Inhalt und Umfang auf der Home­page des Refe­rats Kir­chen­mu­sik ein­ge­se­hen wer­den kann, fin­det in der Regel zu Beginn des neu­en Schul­jah­res nach den Som­mer­fe­ri­en der all­ge­mein bil­den­den Schu­len Bay­erns statt. Anmel­dun­gen dazu sind bis zum 1. Juli jedes Kurs­jah­res erforderlich.

Amts­blatt für das Bis­tum Pas­sau vom 28. Janu­ar 2011