Menu

Ständiger Diakon


 

Der Diakon

 

repräsentiert durch die sakramentale Weihe Christus. Er ist "Zeichen des dienenden Christus und der dienenden Kirche". Er wird vom Bischof geweiht und gilt mit dem Priester als Helfer des Bischofs.

Bildlich gesprochen ist er unter dem Kirchturm und in der Gemeinde tätig und profiliert sich als das caritativ-soziale Gewissen der Kirche. Er ist somit Ansprechpartner innerhalb der Gemeinde. Er ist aber nicht Gemeindeleiter.

Der Ständige Diakon ist meist verheiratet und steht im Berufsleben. Darum heißt er auch Diakon mit Zivilberuf. Des Weiteren gibt es den Diakon im Hauptberuf, der seinen Lebensunterhalt in der Kirche verdient. Ebenfalls gibt es den Diakon, der zölibatär lebt.

Der Diakonat ist eine Lebensform und kein Ehrenamt. Es gibt keinen nebenamtlichen Diakon. Der Diakonat formt den Lebensstil und die Existenz.

Sieht der Diakon einen Menschen in konkreter Not, dann muss er ihm vom innersten Wesen seines besonderen Dienstes her helfen und beistehen. Er kann gar nicht anders. Solche radikale Lebenssicht zeichnet ihn aus.

Der Ständige Diakon lebt sein Amt - verbunden mit dem Bischof, dem Pfarrer und der Gemeinde. Er lebt dieses Amt aber auch als Ehemann und Familienvater. Darum kann ein Mann nur dann zum Diakon geweiht werden, wenn die Ehefrau seinen Dienst bejaht.

Zu den Aufgaben des Diakons gehören:

a) im diakonalen Dienst:

  • den Hilfsbedürftigen die Liebe Christi zu bezeugen
  • Charismen für Diakonie zu sehen und zu wecken
  • an der Berufungspastoral mitzuwirken
  • Gemeinde für diakonale Dienste und Anliegen zu öffnen
  • Strukturen von Diakonie in der Gemeinde mit anderen zusammen aufzubauen
  • mit Kirchenfernen in Kontakt zu treten und vorgemeindliche Strukturen zur Mitte der Gemeinde hin zu öffnen
  • für Kranke, Behinderte, Vereinsamte, Aussiedler, Neubürger, Ausländer, für Menschen am Rande von Kirche und Gesellschaft zu sorgen
  • in sozialen Problemsituationen zu helfen
  • katholische Verbandsarbeit zu unterstützen und zu fördern
  • mit kirchlichen und kommunalen Stellen im Bereich der Caritas und des Gemeinwesens zu kooperieren

b) im Dienst am Wort:

  • Gemeindemitglieder im Glauben zu stärken, zu gemeinsamen Glaubenserfahrungen zu verhelfen und zum Glaubenszeugnis zu ermutigen
  • Glaubensgespräche mit einzelnen und in Gruppen zu führen
  • Glaubensgespräche mit Menschen in geistlicher und materieller Not anzubieten
  • Milieuseelsorge
  • bei der Vorbereitung auf die Sakramente (z. B. Taufe) und in der Gemeindekatechese mitwirken
  • Eltern und andere Erwachsene zu befähigen, Kinder in den Glauben einzuführen
  • in Einzelfällen Religionsunterricht zu halten

c) in der Feier der Liturgie:
(Gottes-Dienst und diakonaler Dienst bilden eine untrennbare Einheit)

  • das Wort Gottes zu verkünden
  • die Predigt bei Wortgottesdiensten und in der Eucharistiefeier zu halten
  • in der Eucharistiefeier zu assistieren
  • die Kommunion den Kranken zu spenden
  • die Leitung von Taufe, Trauung und Beerdigung
  • Wortgottesdienste und Segnungsfeiern zu leiten
  • an der Vorbereitung und Gestaltung von Gottesdiensten mitzuwirken
  • Mitarbeiter/innen und Helfer/innen für Gottesdienste heranzubilden

 

Darüber hinaus soll sich der Ständige Diakon fähig erweisen, mit den Amtsträgern und den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen der Kirche in Achtung voreinander zusammenzuarbeiten sowie für die ökumenische Begegnung offen zu sein.

Der Diakon mit Zivilberuf ist zum Zeitpunkt seiner Weihe nicht älter als 55 Jahre.
Der Diakon im Hauptberuf ist zum Zeitpunkt seiner Weihe nicht älter als 50 Jahre.